Die Bedeutung von Licht für das Aquariumleben

Das Aquarium stellt einen künstlichen Lebensraum dar, der gepflegt und gehegt werden muss, um auf Dauer funktionieren zu können. Die Beleuchtung ist für viele Tiere wichtig, damit sie sich wohl fühlen können, für Pflanzen ist sie jedoch entscheidend, damit ihre Biokraftwerke, die Chlorophyll – Körper, funktionieren können. Damit eine Pflanze gut funktionieren kann, muss sie genügend Licht im passenden Lichtspektrum erhalten. Pflanzen können kein grünes Lichtspektrum verarbeiten. Soviel grünes Licht (480 bis 560 nm) auf sie trifft, sie können dadurch nicht besser funktionieren. Sie benötigen rote (630 bis 790 nm) und blaue (420 bis 480 nm) Bereiche und je nach Pflanzenart oder Wuchsstadium von einzelnen Bereichen mehr oder weniger. Dieses gilt auch für Aquarienpflanzen. Neben den Wellenlängen der Lichtstrahlen werden Leuchtmittel zudem in ihrer durchschnittlichen Farbtemperatur, Kelvin, gemessen. Hier können jedoch verschiedene Wellenlängen zusammen den Kelvin Wert ergeben. Sogenannte Tageslichtlampen liegen zwischen 5300 und 6300 Kelvin und enthalten einen breiten Bereich an Wellenlängen.

 

Grundlegende Fehler in der Aquarienbeleuchtung:

- Viel direktes Sonnenlicht
- Zu wenig oder zu viel Intensität
- Falsches Lichtspektrum
- Zu kurze oder zu lange Beleuchtungszeiten

Möglichkeiten der Beleuchtung:

Am Typischsten sind Leuchtstoffröhren mit einem Pflanzenlichtspektrum. Für Meerwasser- Aquarien werden häufiger auch HQI Lampen mit höherem Stromverbrauch, höherer Wärmeentwicklung aber auch bedeutend mehr Lichtentwicklung verwendet. Eine sich etablierende Neuheit sind LED Lampen. Die LEDs erzeugen praktisch in der gesamt möglichen Wellenlänge vom Licht keinen Bogen sondern eine schmale Spitze. Da Pflanzen jedoch mehrere Bereiche benötigen, müssen somit in einer Pflanzenlicht- LED immer einige LEDs des einen und anderen Spektrums kombiniert werden, nur so kann eine Pflanze mit dieser Beleuchtungstechnik ernährt werden. Neben diesen Varianten würde es noch Pflanzenlicht- Birnen geben, die jedoch auf die erzeugte Lichtmenge im Schnitt viel Strom benötigen.

Warum kein Sonnenlicht?

Im Aquarium gedeihen nicht allein die Pflanzen sondern auch die Algen durch Licht. Letztere sollen jedoch nicht zu üppig wuchern. Neben vielen anderen Faktoren ist auch das Lichtspektrum sowie die Lichtintensität ein Faktor, durch den Algen sich zu stark vermehren können. Hierbei wäre direktes Sonnenlicht ein hohes Risiko. Da die Sonne über Tag oder das Jahr wandert und der Einfallwinkel auf das Aquarium sich ändert, ändern sich auch die Eigenschaften vom Licht: Es wird immer wieder kritische Phasen im Jahresverlauf geben. Deswegen sollen Aquarien nicht direkt in die Sonne gestellt werden. Ginge es nicht anders, sollte das Aquarium zur Sonne mit einer Schattenblende geschützt werden.

Immer viele Algen im Becken?

Neben Temperatur und Nährstoffen ist das Lichtspektrum und die Lichtintensität ein wichtiger Faktor für Algenwuchs. Bei einer ausgewachsenen Algenblüte werden die Lichter teils ausgestellt und die Becken über Tage abgedunkelt, um zudem große Wasserwechsel vor zu nehmen. Handelt es sich jedoch um ein ständiges Problem, dann kann versucht werden, Leuchtmittel mit etwas anderem Spektrum zu verwenden. Welches Spektrum optimal ist, sollte zur Algenart abgeklärt werden. Auf gut Glück zu experimentieren kann jedoch auch zielführend sein, sollte keiner die Antwort auf diese Frage wissen.

Die Optik des Beckens

Da mit LEDs für die Beleuchtung von Pflanzen nicht immer auch deutlich an den Stromkosten gespart werden kann, da die Pflanzen nicht nur sichtbare Helligkeit benötigen, liegt der Hauptvorteil der LEDs neben dem geringen Verbrauch an anderer Stelle: Im passenden Licht wirken die Becken ganz anders! Wenn sonstige Lichtquellen die Aquariumbeleuchtung nicht überschatten, dann ist das Lichtspektrum der Aquariumlampen für seine Wirkung maßgeblich verantwortlich. Auf vorher – nachher Aufnahmen vieler Aquarianer zeichnet sich ab: Mit Leuchtstoffröhren hätte man die Becken nicht wirklich in Hochglanzmagazinen abbilden können, mit LED Beleuchtung jedoch schon. Dieser Effekt zeichnet sich nicht allein auf unbearbeiteten Fotos sondern auch für den Betrachter vor Ort ab: Eine Aquarium LED Beleuchtung mit einem Pflanzenlichtspektrum lässt das Becken optisch um ein Vielfaches besser wirken.

Grundlegendes zu einer Aquariumbeleuchtung findet sich im Aquarium Ratgeber. Viele Thesen unter Aquarianern sind jedoch Ansichtssache und jeder sollte seine eigenen Erfahrungen machen. Wer eine LED Beleuchtung für sein Becken nachrüsten möchte, muss diese nicht unbedingt direkt endmontieren. Erst einmal Probeleuchten, wenn ansonsten wenig Licht im Raum ist, und Probeschauen und Probefotos machen sollte die Möglichkeit zum Umtausch nicht zunichte machen. Anzumerken bleibt, dass ein Umtausch in Ladenlokalen jedoch reine Kulanz ist, dieses Recht wird dem Käufer nur beim Onlinekauf verbindlich gewährt.

 

Autor seit 5 Jahren
16 Seiten
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