Das Rheinische Schiefergebirge, immer einen Ausflug wert!

Der Höhenrücken gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Das Mittelrheintal zerlegt das Rheinische Schiefergebirge in einen links- und in einen rechtsrheinischen Flügel. Die Täler von Mosel, Lahn und Sieg unterteilen das Rheinische Schiefergebirge linksrheinisch in Hunsrück und Eifel, die sich westlich in die Ardennen fortsetzt, rechtsrheinisch in Taunus (südlich der Lahn), Westerwald, Siebengebirge, Bergisches Land und Sauerland. Fast überall entspringen Quellen, und kleine Rinnsale fließen zu größeren Bächen zusammen. Dies hat mehrere Gründe. Die Gesteine im Untergrund können nur wenig Wasser speichern. Es sammelt sich in Klüften und Spalten. Trifft eine Wasser führende Kluft auf undurchlässigen Tonstein, so versickert das Wasser nicht tiefer in den Boden, sondern staut sich und kann als Quelle zutage treten. Insofern ist dieses Mittelgebirge unser Wasserlieferant und Lebensspender. Was wären wir ohne die vielen fruchtbaren Täler und fischreichen Flüsse? Deshalb sollten wir es sorgsam pflegen und achten!

Noch klein und schmächtig, die Dill

Siegquelle in 603 Metern über NN

Wandern ist gesund, besonders in sauerstoffreicher Waldluft!

Die Wanderwege sind gut ausgeschildert. Natürlich sind wir hier in einem Ski-Gebiet. Das bedeutet, hier liegt schon mal Schnee. Und das etwas länger, als im Tal. Wer einen Ausflug plant, sollte für sich und seinen Wagen Winterausrüstung einplanen. Gerade für Städter ist es mal ein Erlebnis, auf Serpentinen durch verschneite Landschaften zu fahren. Zu Recht besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 Km/h. Dadurch kann man aber die tolle Gegend genießen. Auch die Pisten und Pfade sind nicht ohne. Deshalb ist für den Notfall ein Handy gut. Außerdem sollte man sich den Namen des Parkplatzes merken. Auch sind häufig Schilder für Rettungsfahrzeuge angebracht. Diese haben Nummern. Auch die Wege sind gekennzeichnet.

"Ich habe ein gebrochenes Bein, und liege im Wald neben einem Baum", wäre keine gute Ortsangabe im Notfall. Deshalb also bitte die nötige Ausrüstung und Vorkehrung. Und als Neuling gehen Sie bitte nie allein. Da Wege auch schon mal vereist oder matschig sein könnten, besteht immer eine Gefahr. Rundwege dauern schon mal bis zu 4 Stunden. Deshalb ist es ratsam, genug Zeit einzuplanen. Nach Hereinbrechen der Nacht kann man die Wegzeichen nicht mehr erkennen. Ohne Taschenlampe im dunklen Wald hat man sich schnell verirrt. Meine Devise lautet also: "Abenteuer ja, Risiko nein!"

Bitte einprägen, könnte lebenswichtig sein!

Da sind auch Höhenmeter zu überwinden, deshalb genug Zeit einplanen!

Anfahrt mit dem Auto oder der Bahn.

Anfahrt: A45 AS Siegen, dort auf die B62 Richtung Bad Berleburg. in Netphen von der B62 abbiegen Richtung Deuz, dann links Richtung Bad Laasphe. Bei Großenbach kommt man dann zur Siegquelle. Die Sieg entspringt am Ederkopf, im Südteil des Rothaargebirges nahe der nordöstlichen Grenze von Netphen. Ihre Quelle befindet sich im Waldgebiet an der Eisenstrasse (L722), Kreuzung L719. Sie können aber auch der Sieg-Freizeitstraße folgen. Von dort aus geht es weiter zur Haincher Höhe, der Wasserscheide zwischen Dill und Sieg. Für Radtouristen gibt es die Möglichkeit mit der Bahn anzureisen. Die Bahnstrecke Köln - Siegburg - Siegen führt fast parallel zur L 333. Zum Startpunkt von Siegen nach Lützel gehr es mit der Rothaarbahn und dann mit dem Fahrrad über die Eisenstraße zur Siegquelle. Von da geht ein Radweg bis zur Mündung am Rhein bei Mondorf. Das ist aber sehr anspruchsvoll. Keine Tagestour. Auskunft geben die örtlichen Touristen-Vereine.

So sieht anspruchsvolles Wandern aus

große Höhenunterschiede

Nicht ganz einfach!

zerfurcht und verschneit

Über Stock und Stein, das macht Gaudi! Sehenswürdigkeiten im Gebiet.

Außer Natur und den Quellen gibt es natürlich auch noch einiges zu besichtigen! Gute und gediegene Landgasthöfe laden zur Rast und Stärkung ein. In Offdilln ist die 1776 von J. H. Hoffmann erbaute Barock-Kapelle zu bestaunen. In den Wäldern finden sich Schlackereste, die von der prähistorischen Eisenindustrie zeugen. In Haigerseelbach war damals die Verhüttung. Dort im alten Rathaus ist ein Museum. Das Spitzen- und Leinenmuseum zeigt, wie die Bauern früher ihre Bekleidung fertigten. Typisch für die Region war der sogenannte "Blaudruck".

Im Museumsladen können Spitzen und Stoffe erworben werden. Da das Gebiet doch recht groß ist, und sehr viel zu bieten hat, wären mehrtägige Ausflüge von Vorteil. Sehenswert ist auch die Burg in Dillenburg. Die Stadt ist nur 20 Km von der Dill-Quelle entfernt. Mehr dazu erfahren Sie in meinem nächsten Artikel.

Autor seit 5 Jahren
281 Seiten
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