Was versteht man eigentlich unter Bauernregel...

Wer kennt sie nicht? Die immer wieder erwähnten Bauernregeln. Insbesondere die älteren Familiengenerationen erinnern in allen erdenklichen Situationen an die kleinen Volksweisheiten, die sich nicht selten wirklich bewahrheiten. Aber was genau versteht man eigentlich darunter und wie sind sie eigentlich zustanden gekommen?

Bauernregeln sind im Grunde nichts anderes als gereimte Volkssprüche, die sich dem Wetter und den daraus folgenden landwirtschaftlichen Bedingungen widmen. Entstanden aus jahrelangen Beobachtungen zahlreicher Generationen wurden sie eifrig in den Familien und darüber hinaus weitergegeben. 

Und woran erkennt man Bauernregeln...

Bauernregeln lassen sich daran erkennen, dass die kleinen Sprüche stets bestimmte Ereignisse hervorsagen, die aufgrund bereits eingetroffener Ereignisse begründet werden. 

Bsp. Eine sehr einfache Herbst Bauernregel besagt:

"Nebelt's an St. Kleophas (25. September), wird der ganze Winter nass."

Diese Bauernregel beschreibt sehr schön meine versuchte Definition der Sprüche. 

- hervorgesagtes Ereignis: "...wird der ganze Winter nass."

- bereits eingetroffenes Ereignis: "Nebelt´s am St. Kleophas..."

Where Warm Winds Blow (Bild: Connie Geerts / AllPosters)

Bauernregeln Herbst...

Nun aber zum Hauptthema dieses Artikels. Die Bauernregeln Herbst. Alle werde ich an dieser Stelle nicht aufführen, aber einige habe ich herausgesucht, die sich vielleicht sogar bewahrheiten.

  • "Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an."

Dieser Bauernregel Herbst zufolge, würde das Laub der Bäume am 26. September (Sankt Kosmas und Sankt Damian) beginnen, sich in farbenfrohe Prachten zu färben. Na mal schauen, ob das was wird.

 

  • "Fallen die Eicheln vor Michael (29.09.) ab, so steigt der Sommer früh in's Grab."

Ob diese Bauernregel Herbst 2011 von großer Bedeutung ist, sei erst mal dahingestellt. Denn viel mehr beschäftigt mich die Frage, ob wir überhaupt einen Sommer hatten?

 

  • "Regnet's am Michaelistag, folgt milder Winter nach. Wenn aber Michael der Wind kalt weht, ein harter Winter zu erwarten steht."

Dieser Bauernregel Herbst kann entnommen werden, dass Regen am 29. September (Michaelistag) auf einen milden Winter schließen lässt. Kalter Wind hingegen würde für einen harten Winter sprechen. Ich persönlich hoffe doch auf Ersteres.

  • "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will."

Eine Bauernregel Herbst, die sich auf kein genaues Datum fixiert. Anstelle dessen ist der gesamte Monat Oktober inbegriffen. Wollen wir mal hoffen, dass wir einen nassen und kühlen Oktober erwarten. 

 

  • "Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein."

Mit Ursula meint diese Bauernregel Herbst den 21. Oktober (St. Ursula). Also sollten wir alle fest die Daumen drücken, dass die Sonne an diesem Tage nichts von sich sehen lässt. Denn Weihnachten ohne Schnee muss doch auch nicht sein. 

  • "Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar."

Wenn also der 26. Oktober warm wird, dürfen wir uns auf einen kalten Januar freuen. Die einen freuen sich mehr, die anderen weniger - ich zähle da wohl zu der letzten Gruppe. 

 

  • "Simon und Juda, ja die zwei, führen oft den Schnee herbei."

Ob auf diese Bauernregel Herbst Verlass ist wird sich zeigen. Spätestens, wenn am 28. Oktober der erste Schnee fällt. 

 

  • "Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen."

Extra für den Abschluss des Artikels habe ich diese Bauernregel Herbst aufgehoben. Denn hoffen wir im Sinne aller Leser, dass der 31. Oktober ein Regentag wird. 

Mehr Bauernregeln Herbst...

Alle Bauernregeln Herbst lassen sich einfach unter Wikipedia finden - Hier gehts zu den Bauernregeln

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