Der Flaschenhals: eine langsame Festplatte?


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Moderne Betriebssysteme wie Windows 7 benötigen viel Hauptspeicher. Ältere Computer lassen sich aber oft nur bis vier Gigabyte Arbeitsspeicher aufrüsten.

Wenn man nun eine 32-Bit-Version des Betriebssystems verwendet, stehen sogar nur drei Gigabyte davon zur Verfügung.

Bei alteren Laptops oder Notebooks ist die Situation oft sogar noch kritischer. Hier kann man häufig sogar nur ein oder zwei Gigabyte RAM installieren oder verwenden. Dennoch sind gerade für den mobilen Einsatz genau diese Geräte durchaus auch heute noch interessant.

Was passiert bei Speichermangel?

Sobald das Betriebsssystem feststellt, dass nicht genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist, um eine Anforderung eines Programms zu bedienen, räumt es welchen frei. Dies geschieht, in dem seltener gebrauchte Teile des Arbeitsspeichers auf die Festplatte ausgelagert werde. Diese werden also schlicht in einen bestimmten Bereich - die sogenannte Auslagerungsdatei oder z.B. bei Linux Auslagerungspartition - auf die Festplatte geschreiben.

Dieser Schreibvorgang kostet bereits Zeit.

Ferner kann das Betriebssystem Programmcode von Programmen oder Bibliotheken ("DLLs" usw.), die zwar im Speicher stehen, aber derzeit nicht laufen, verwerfen. Dieser Programmcode hat sich gegenüber der Programmdatei nicht geändert und muss daher nicht geschrieben werden, sondern kann direkt aus der Programmdatei neu geladen werden.

Sobald nun das Programm, dessen Daten ausgelagert wurden, diese wieder benötigt oder Teile des verworfenen Programmcodes wieder benötigt werden, wird das betroffene Programm angehalten und der Datenspeicher aus der Auslagerungsdatei wiederhergestellt. Auch dieser Lesevorgang kostet Zeit. Programmdaten werden in der Regel direkt aus der Programmdatrei zurückgelesen.

Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile:

Beim Auslagern kommt immer ein Schreibvorgang und später ein Lesevorgang auf ein zumeist recht effizientes Auslagerungssystem - bei Windows zumindest, wenn die Auslagerungsdatei nicht fragmentiert ist. Daher sollte man die Auslagerungsdatei direkt nach der Windowsinstallation in maximaler Größe anlegen lassen.

Beim Verwerfen (Trashing) und Zurücklesen aus der Programm- bzw. Bibliotheksdatei erspart sich das System zwar den Schreibvorgang, hat dafür aber beim Wiederherstellen die Probleme, die richtige Stelle in der Datei zu finden und effizient zurückzulesen. Manche Programmdateien sond komprimiert, verschlüsselt oder auf der Festplatte vertreut. So können mehrere Lesevorgänge nötig werden. Dies frist in der Regel den Zeitvorteil gegenüber dem Auslagern auf.

Haben Sie schon Erfahrungen mit SSD Festplatten gemacht?

Die Lösung:

Wenn man keinen Arbeitsspeicher nachrüsten kann, wird man grundsätzlich mit diesem Problem leben müssen. Allerdings kann man den Zeitnachteil begrenzen.

Der Flaschenhals bei all diesen Vorgängen ist die Geschwindigkeit der verwendeten Festplatte. Je schneller die festplatte arbeitet, desto schneller können Auslagerungsvorgänge bzw. Wiederherstellungsvorgänge nach Trashing ausgeführt werden.

An dieser Stelle lohnt sich oft der Einsatz einer sogenannten SSD.
SSD steht für Solid State Disk.

Eine SSD verhält sich nach außen hin genau wie eine Festplatte und hat die gleichen Anschlüsse wie eine Festplatte. Intern aber arbeiten SSD-Systeme nicht mit rotierenden Magnetscheiben und Mechanik zum Speichern sondern ausschliesslich mit Flash-Speicherchips. Diese sind bereits von sogenannten USB-Sticks bekannt.

Der Vorteil dieser Technologie ist, dass mann sehr schnell die Daten lesen kann und de Verteilung auf der SSD etwa durch Fragmentierung keine Rolle spielt. Schreibzugriffe waren bei SSD-Laufwerken der ersten Generation noch recht langsam - wenn auch schneller als bei klassischen Festplatten. Dieses Problem ist aber inzwischen auch bei modernen SSD weitestgehend behoben.

Wenn Sie also jetzt eine SSD Festplatte kaufen und damit ihre alte mechanische Festplatte ersetzen, entschärfen Sie dieses Nadelöhr erheblich und werden Ihrem alten Computer einen Geschwindigkeitsschub gönnen.

Eine SSD Festplatte kaufen und einbauen!

Eine SSD Festplatte ist zwar ein Vielfaches teurer als eine mechanische Festplatte, bietet aber auch ein Vielfaches an Geschwindigkeit.

Mit dieser Technologie lässt sich leicht ein älteres Notebook beschleunigen und wieder für alktuelle Softwar nutzbar machen.

Wir haben auf diese Art ein betagtes IBM ThinkPad T42 mit einer 128 GB SSD von KingSpec aufgerüstet und können damit wieder alle Anforderungen eines normalen Arbeitsplatzes für Mail, Browser und Open-Office erfüllen. Der Vorteil dieser etwas betagteren Notebooks ist das geringe Gewicht und die sehr robuste Verarbeitung.

Bei einem weiteren ThinkPad T41 haben wir eine 64 GB SSD von KingSpec eingesetzt und sind zu ebenfalls sehr frieden.

Über den Autor dieses Artikels: Peter Dreuw

profkm, am 17.11.2011
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Bildquelle:
samscreatives (Mac Pro 3.1 zerlegen und reinigen)

Autor seit 5 Jahren
70 Seiten
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