Schlafprobleme bei Babys und Kleinkinder durch Entwicklungsschübe

Die Ursachen für Schlafprobleme bei Babys und Kleinkindern sind vielfältig und häufig steckt ein Entwicklungsschub hinter dem nächtlichen Quengeln. Ein solcher Entwicklungssprung kann das Erlernen des Krabbelns oder Laufens sein. Die Kleinen sind in dieser Phase oft unausgeglichen und neigen zum Weinen. Schlaflosigkeit geht damit häufig einher. Eine Phase, die im Alter von zwei bis drei Jahren zu Schlafproblemen bei Kindern führen kann, ist die Trotzphase. Mit zunehmender Selbstständigkeit wollen die Kleinkinder alle Alltagssituationen eigenständig meistern. Die Erkenntnis, dass die Eltern häufig andere Vorstellungen haben und mit Zurechtweisungen reagieren, führt unter Umständen zu einer Verunsicherung. Nachts bricht sich diese Verunsicherung Bahn und die Kleinen versuchen durch lautes Weinen, die Aufmerksamkeit der nächsten Bezugspersonen zu erlangen.

Andere Ursachen für Durchschlafstörungen bei Babys

Babys können sich noch nicht selbst artikulieren und ihre Wünsche zum Ausdruck bringen. Nicht zuletzt deshalb werden Hungergefühle oder Schmerzen bei einer Erkrankung von den Eltern manchmal nicht sofort erkannt. Auch äußere Einflüsse wie helles Licht von einer Straßenlampe oder ein zu warmer Raum können Schlafprobleme auslösen, wobei diese Reize schnell entschärft werden können. Darüber hinaus benötigt jedes Kind eine unterschiedliche Menge Schlaf und je weiter die Entwicklung voranschreitet, desto größeren Veränderungen ist das Schlafverhalten unterworfen. Bewährt hat sich vor diesem Hintergrund ein Schlafprotokoll, mit dessen Hilfe einfach und effizient ermittelt werden kann, wann das Baby schläft und wie lange die Schlafphase angedauert hat.

Wiederkehrende Rituale vor dem Zubettgehen

Bereits im Säuglingsalter spielen wiederkehrende Rituale eine große Rolle. Die Zeit vor der Nachtruhe sollte möglichst stressfrei und entspannt gestaltet werden. Dabei ist es wichtig, dass das Baby immer zur gleichen Zeit zu Bett gebracht wird. Auf diese Weise setzt ein Gewöhnungseffekt ein, der nach einer gewissen Zeit einem Automatismus gleicht. Vor dem Zubettgehen muss das Baby umgezogen werden und Nachtwäsche erhalten. Ähnlich wie das abendliche Zähneputzen bei älteren Kindern ist dieses Ritual ein untrügliches Zeichen, dass die Schlafenszeit gekommen ist. Große Bedeutung hat für Babys die Nachtruhe in dem immer gleichen Umfeld. Das Kind wird abends in seinem eigenen Bettchen oder der Wiege zur Ruhe gebettet. Die vertraute Umgebung wird nach einer gewissen Zeit mit der Schlafenszeit identifiziert und als anderes Umfeld wahrgenommen, als der Kinderwagen, in dem der Mittagsschlaf gehalten wird.

Beruhigende Worte vor dem Nachtschlaf

Zu den abendlichen Ritualen vor dem Schlaf sollten beruhigende Worte gehören, die dem Baby vertraut sind. Ein Schlaflied oder eine Gutenacht-Geschichte ist nach Möglichkeit auch dann konsequent zu singen bzw. vorzulesen, wenn die Zeit knapp ist und andere Aufgaben auf Erledigung warten. Darüber hinaus sollte das Baby im wachen Zustand in sein Bettchen gelegt werden. Beginnt es zu weinen, sind sanfte Worte und beruhigende Zusprache gefragt. Selbst wenn das Baby den Inhalt der Worte noch nicht verstehen kann, hilft in solchen Fällen häufig das Vorlesen aus einem Buch oder das Erzählen einer Geschichte.

Quelle: Fabimam

Autor seit 3 Jahren
57 Seiten
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