Sicher speichern zum unschlagbaren Preis

Festplatten: Exotisch und sauteuer war vorgestern!

An die ersten Festplatten kann sich der Artikelautor auf Grund seines nachgerade biblischen Alters nicht mehr erinnern. Diese waren für den Heimgebrauch ohnehin zu groß und schier unerschwinglich. Noch Ende der 1980er-Jahre waren Festplatten ein Luxusartikel, der einen beträchtlichen Anschaffungswert darstellte.

Jene Zeiten, in denen um jedes Byte gefeilscht wurde, sind glücklicherweise längst vergangen und wir blicken bestenfalls nostalgisch verklärt zurück. Mit der rasanten Ausbreitung des Internet und der Einführung von CD-Roms und später DVDs bzw. blu-rays explodierten die Datenmengen förmlich. Kein Problem, soferne man über die hierfür nötige Speicherkapazität verfügt. Selbst relativ günstige Laptops haben Festplatten, die mehrere hundert Gigabyte speichern können.

Die Preise für Speicherkapazitäten sind enorm gefallen und bieten uns Konsumenten die Möglichkeit, nahezu unbegrenzt digitale Archive anzulegen. Im Falle des Artikelautors: Seine umfangreiche Musiksammlung, zeitaufwändig von CDs (jawohl, liebe Musikindustrie: Ich habe euch jahrelang satte Profite beschert) auf die Festplatte rippen und ins MP3-Format umzuwandeln, damit sie auch für den iPod Touch verfügbar sind, allerlei unschätzbare Fotos, die jedoch nicht in die falschen Hände geraten dürfen, die Erpressungsversuche möglich machten, Hörbücher und natürlich viele veröffentlichte und noch unveröffentlichte Geschichten, deren Verlust unersetzbar wäre. Für mich, nicht die Literaturwelt.

 

Oberflächliches Mannsvolk

Externe Festplatte im Text: Western Digital mit 1,5 TB von vorneKurzum: Mächtige Speicherpower war gefragt, als das Platzen der Laptop-Festplatte zu Befürchten stand. Ein Shopbesuch bei einem großen Elektronikhändler brachte auf Grund völliger Ignoranz meiner Anwesenheit seitens der Verkäufer - oder handelte es sich doch um Kunden, die nur zufälligerweise dieselbe Uniform und Namensschildchen trugen? - nicht den gewünschten Erfolg. Mit leeren Händen und voller Festplatte suchte ich auf Amazon nach einer geeigneten externen Festplatte.

Und siehe da: Mehrere sehr günstige Angebote flatterten dem Artikelautor um die Augen! Darunter einige sehr schicke Modelle, die zwar hübsch designt waren, worauf Männer angeblich abfahren (natürlich handelt es sich dabei um ein böswilliges Gerücht, vermutlich von zynischen Frauen erfunden), aber wesentlich teurer als die schmucklosen Modelle von Western Digital. Nachdem mich eine innere Stimme aufforderte, nicht immer dermaßen gnadenlos oberflächlich zu sein, entschied ich mich für eine externe Festplatte von Western Digital mit einer Speicherkapazität von üppigen 1,5 Terabyte. Klingt übrigens wesentlich eindrucksvoller, wenn man sich vor Augen hält, dass es sich dabei um rund 1.500 Gigabyte handelt, was etwa 350 randvoll bespielten DVDs entsprechend würde.

Die externe Festplatte im Praxistest

Das Tollste an Festplatten ist neben ihrer enormen Archivierleistung der Umstand, dass der Preis bei höherem Speichervermögen verhältnismäßg gering steigt. Festplatten mit 2 Terabyte sind für weit unter hundert Euro erhältlich. Und das reicht auch für meine Zwecke allemal!

Nach der Bestellung und dem bangen Hoffen darauf, dass die Postboten das Amazon-Päckchen halbwegs unversehrt ausliefern würden, anstatt es zum Nachspielen der Höhepunkte des letztjährigen Champions-League-Finales (wie üblich ohne den FC Bayern) zu verwenden.

Erleichtert fand ich das Päckchen in ordnungsgemäßem Zustand wenige Tage später unterm Weihnachtsbaum wieder. Nun gut: Das entspricht nicht ganz der Wahrheit...

Einerlei: Rasch packte ich die Festplatte aus und war gespannt darauf, ob ich das kleine Speicherwunder sofort verwenden könnte oder mich durch eine originell aus dem Chinesischen ins Google-Deutsche übersetzte Gebrauchsanweisung ackern würde müssen.

Externe Festplatte von Western Digital von hintenMusste ich nicht. Die externe Festplatte erwies sich im Praxistest als kindereinfach in der Anwendung. Selbst wenn man es darauf anlegen würde, könnte man nichts falsch machen. Ein Port wird mit dem Anschluss des Netzsteckers verbunden, der andere mit dem USB-Kabel. Danach schließt man die externe Festplatte ans Netz an, da sie Strom benötigt und unsere Energieversorger ohnehin am Hungertuch nagen, steckt das USB-Kabel an einen freien USB-Port am PC oder Laptop, fertig!

Ja, tatsächlich: Das war der ganze "Aufwand", um die externe Festplatte von Western Digital mit 1,5 Terabyte Fassungsvermögen anzuschließen. Kein Einschalten, keine Formatierung, keine Software. Einfach nur anschließen und das Gerät wie zum Beispiel einen USB-Stick behandeln, indem man die gewünschten Daten per Drag and Drop in den Ordner der externen Festplatte zieht.

Beispiel für besonders dreistes Product Placement: Die Tremors-DVD im Festplattentest!Störende Geräusche sind ebenso wenig zu vernehmen, wie eine unangenehme Hitzeentwicklung feststellbar wäre. Lediglich ein sanftes Vibrieren weist auf die Datenübertragung hin. Kein Problem, solange man sich nicht in jener Wüste befindet, in der die vibrationsempfindlichen Tremors ihr Unwesen treiben.

Ergeben sich bei der externen Festplatte von Western Digital im Test auch negative Aspekte? Eigentlich nicht. Da dies aber bei Praxistests unglaubwürdig wirkt und den Eindruck entstehen lassen könnte, der Tester sei bestochen worden, um selbst den größten Schrott noch als Wunder der Technik zu beschwärmen, bringe ich hiermit Abzüge in der Haltungsnote zur Geltung. Es gibt definitiv schönere Festplatten zu erwerben, als eben jene getestete.

Was sagst du da, Festplatte? Es gibt weitaus schönere, aber kaum hässlichere Männer als mich? Der Test wird mit sofortiger Wirkung abgebrochen und beendet!

Die getestete externe Festplatte von Western Digital
Western Digital WDBAAU0015HBK Elements 1,5TB ex...
Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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