Studieren im Alter

Inzwischen gibt es viele Institutionen, die seniorengerechte Kurse anbieten. Sei es in Volkshochschulen, Gemeinden oder Vereinen. Das Angebot ist vielfältig. Es gibt sogar Senioren, die im Rentenalter ein Studium beginnen. Entweder als Gasthörer an einer Universität oder speziellen Seniorensemestern können auch in reifem Alter noch viele Kenntnisse erworben werden. Frei nach dem Motto: "Der Mensch lernt nie aus." Die Universität Mainz bietet zum Beispiel das Modell: "Studieren 50 plus" an.

Aber es muss ja nicht gleich die oberste Stufe sein. Es gibt noch sehr viele Senioren, die Angst vor technischen Neuerungen haben, obwohl die Anzahl der älteren Semester im Internet zugenommen hat. In einem Seniorenheim in Berlin wird von einigen Senioren von 75 bis 95 Jahren mit wachsender Begeisterung ein spezielles Gehirntraining getestet. Auf Tablet-Computern arbeiten sie mit einer App, die speziell darauf ausgerichtet ist, die geistige Mobilität auf Trapp zu bringen. Die ersten wissenschaftlichen Auswertungen sollen im Jahr 2015 erfolgen.

 

Da beim Gehirntraining immer die geübten Fähigkeiten verbessert werden, ist es ratsam, sich möglichst abwechslungsreiche Bereiche auszusuchen. Der Wechsel von Merkvermögen und Reaktionsfähigkeit, dazu noch ausreichend Bewegung und die Kommunikation mit anderen Menschen lassen das Gehirn wieder aufleben.

Das Gedächtnis auffrischen (Bild: Pixabay)

Die Welt entdecken

Die freie Zeit im Rentenalter lässt sich gut mit Reisen ausfüllen. Die neuen Eindrücke, der Klimawechsel und die vielen neuen Kontaktmöglichkeiten tun Körper und Geist gut. Viele Reiseveranstalter haben spezielle Reisen für Senioren im Angebot. Außerdem kann man alte Sprachkenntnisse auffrischen oder neue Sprachen dazu lernen. Das ist ein sehr gutes Training für die Merkfähigkeit. Für Senioren, die es sich nicht mehr zutrauen alleine zu reisen, bietet unter anderem das Deutsche Rote Kreuz betreutes Reisen an.

Natürlich haben nicht allzu viele Rentner die finanzielle Möglichkeit, ihre ganze übrige Zeit nach dem Arbeitsleben mit Reisen auszufüllen. Deshalb wäre es gut, sich rechtzeitig nach einem oder noch besser, mehreren passenden Hobbys umzuschauen. Diese Hobbys sollten abwechslungsreich nach den eigenen Interessen ausgesucht werden. Ausprobieren ist das beste Mittel herauszufinden, was wirklich Spaß macht. Angebote gibt es reichlich. Ob im kulturellen Bereich oder lieber kreativ. Ob sportlich oder eher gemütlich. Es darf nur keine Langeweile aufkommen.

Ehrenamt oder Familienanschluss

Wie wäre es mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem sozialen oder kirchlichen Bereich oder in einem Verein? Menschen, die gerne helfen werden überall gesucht. Das Gefühl, helfen zu können gibt dem Leben neuen Sinn. Und wer mag nicht gerne gebraucht werden? Auch junge Familien suchen immer wieder eine Oma oder einen Opa mit Familienanschluss. Vielleicht ganz in der Nachbarschaft. Die Chancen müssen nur genutzt werden, wie bei allem im Leben.

Quellen:

http://www.kinder-tipps.com/erziehung/leih-oma-gesucht-familie-zum-borgen/

Berlin:
http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/senioren-testen-app-basiertes-gehirntraining-3884/

Rümlang / Schweiz
http://www.neuronalfit.ch/fallstudie1/

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V.
https://www.lzg-rlp.de/fileadmin/pdf/gesundheit-im-alter5.pdf

Reader's digest
http://www.readersdigest.de/so_halten_sie_ihre_grauen_zellen_fit

Deutsches Rotes Kreuz
http://www.drk.de/angebote/senioren/betreutes-reisen.html

http://pagewizz.com/gehirnjogging-fur-senioren-halt-jung-31921/ 

http://ajerrar.de

Ajerrar, am 02.10.2014
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Bildquelle:
I. Ajerrar (Schloss Freudenberg, Wiesbaden – Sinne neu erleben)

Autor seit 5 Jahren
97 Seiten
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