Körper und Geist durch bewussten Verzicht entschlacken - Handy-Fasten macht den Kopf frei

In der Fastenzeit wird nicht nur der Körper, sondern auch der Geist entschlackt. Der Blick auf den Alltag wird geschärft und das Bewusstsein, dass viele Gewohnheiten und Vorlieben abgestreift werden können, ohne einen großen Verlust zu beobachten. Viele nutzen die die Fastenzeit auch, um ein paar Kilo abzunehmen. Auf Süßigkeiten und Alkohol verzichten übrigens die meisten Deutschen während der Fastenzeit. Wie wäre es denn, ab Aschermittwoch mal 40 Tage aufs Mobiltelefon, aufs Handy zu verzichten?

Selbstdisziplin ist die Voraussetzung, um Abstinenz von Genüssen zu üben, die man lieb gewonnen hat und auf die man ungern verzichten will. Die Fastenzeit, die 40 Tage umfasst, am Aschermittwoch beginnt und an Ostern endet, ist eine gute Gelegenheit, Verzicht zu trainieren. Der religiöse Hintergrund des Fastens kann dieses Vorhaben unterstützen, wenn man ein gläubiger Christ ist. Aber es muss nicht unbedingt der Passionsgedanke sein, an dem man sich in der Fastenzeit orientiert. Es hat durchaus auch einen gesundheitlichen Aspekt, Genussmittel von der Liste der Nahrungsmittel zu streichen oder das Essen so weit zu reduzieren, dass der Begriff "Fastenzeit" zu hundert Prozent zutrifft. Das kann man als Einzelkämpfer tun oder in Gruppen, wo das gemeinsame Fasten mitunter leichter fällt.

Das Handy-Fasten in der Fastenzeit ist besonders für die Menschen geeignet, die meinen, nicht mehr ohne Mobiltelefon auskommen zu können und Tendenzen zur Nomophobie zeigen. Nomophobie ist die Angst davor, ohne Handy zu sein oder kein Netz zu haben und hat krankhafte Züge. Bei der Handy-Enthaltsamkeit in der Fastenzeit sollte man sich selbst genau beobachten und hinterfragen, was der Verzicht auslöst und welche positiven Gesichtspunkte sich dabei auftun. Ein Beispiel ist, dass man während der Fastenperiode Zeit für andere Tätigkeiten gewinnt, wenn man nicht ständig das Mobiltelefon am Ohr hat. Diese freie Zeit kann man für sinnvollere Dinge nutzen. Welche Dinge das sind, muss man selbst entscheiden.

Was bedeutet "Fastenzeit"

Als Fastenzeit oder als Passionszeit wird im Christentum der mehrwöchige Zeitraum der Vorbereitung auf das Hochfest Ostern bezeichnet. Sie erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu Christi vor seinem öffentlichen Wirken.

Verzicht aufs Handy – geht das im Job?

Wer das Handy beruflich benötigt, dem wird ein völliger Handyverzicht in der Fastenzeit schwer fallen. Aber es gibt einen Weg, bestimmte Regeln festzulegen, um den Verzicht auf das Mobiltelefon umzusetzen. Hier einige Vorschläge, wie das Handy-Fasten für berufstätige Handy-Benutzer aussehen kann:

  • Völliger Verzicht auf private Handygespräche. Das Privat-Handy bekommt eine entsprechende Mailboxansage und wird für sechs Wochen ausgestellt.
  • Mit dem Diensthandy – soweit vorhanden - nur zwingend erforderliche Telefonate führen.
  • Die Gespräche auf dem Diensthandy so kurz wie möglich fassen.
  • Bei nur einem Handy, das sowohl privat als auch beruflich genutzt wird, nur die Telefonate führen, die sofort erledigt werden müssen und bei weniger dringenden Fällen Alternativen suchen (z. B. ein persönliches Gespräch, warten bis ein Festnetztelefon zur Verfügung steht, eine E-Mail schreiben, etc.).

Wer nur ein einziges Handy hat, um damit private und berufliche Gespräche zu führen, sollte sich vor der Fastenzeit überlegen ein Zweithandy anzuschaffen. Mobiltelefone mit einfachen Funktionen und Prepaid-Karte sind bei fast allen Providern zu günstigen Preisen zu erhalten. Das Prepaid-Handy kann dann als Privathandy genutzt werden. Das erleichtert den Handy-Verzicht in der Fastenzeit enorm. Denn in der Freizeit kann man das Diensthandy ausschalten und zuhause liegen lassen. Das Privathandy ist dann nur für Notfälle da. Das Mobiltelefon etwas seltener einzusetzen, kann aber auch über die Fastenzeit und Ostern hinaus praktiziert werden. Ein guter Weg, um sich nicht vom Handy oder Smartphone abhängig zu machen. Mittlerweile geht der Besitz eines Mobiltelefons weit über das Telefonieren hinaus und ist zum tragbaren Mini-PC geworden, auf dem man E-Mails abrufen und schreiben, im Internet surfen, auf Facebook und anderen Social Media Diensten posten oder Kurznachrichten über Messenger-Apps verschicken kann. 

Krimifreundin, am 28.02.2012
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