Drucker ist nicht gleich Drucker!

Es war einmal... oder besser gesagt: Es war vor wenigen Monaten, als mein treuer Drucker, ein HP Photosmart, seinen Dienst einstellte. Ob er als Kaffeemaschine oder Staubsauger noch Verwendung gefunden hätte, wurde nicht mehr ausprobiert, denn Fakt war: Ein neuer Drucker musste her! Bis dato hatte ich für den Hausgebrauch lediglich Tintenstrahldrucker verwendet. Denn Laserdrucker waren mir zu teuer und unhandlich erschienen.

Der Kauf eines Laserdruckers geschah durch reinen Zufall. In einem Elektrogroßmarkt irrte ich durch die entsprechende Hardware-Abteilung. Dabei muss ich verloren und hilflos gewirkt haben, da mich ein Verkäufer - ja, ich konnte es auch nicht fassen! Ein Verkäufer in einem Elektrogroßmarkt! Sie waren also doch real und keine Fabelwesen - ansprach, ob er mir helfen könne. Anstatt mir ein sündteures Gerät aufschwatzen zu wollen, empfahl mir der junge Mann einen Schwarzweiß-Laserdrucker von Hewlett-Packard, der noch dazu mit Aktionspreis erhältlich war.

Drucker ist nicht gleich Drucker!

Der LaserJet P1102 von Hewlett-Packard

Konnte das wahr sein? Ein Laserdrucker der Qualitätsmarke Hewlett-Packard, inklusive Tonerkassette um unter 100 Euro? Mit den geringen Ausmaßen einer Schuhschachtel? Ich griff zu, und es war der wohl beste Druckerkauf, den ich je getätigt habe. Die Gründe hierfür und weshalb ich den HP LaserJet P1102 nur wärmstens empfehlen kann, lege ich nachfolgend dar.

Bereits nach dem Auspacken des Geräts war ich hellauf begeistert. Das Einsetzen der Druckerpatrone erwies sich ebenso als Kinderspiel, wie die Installation des Geräts unter dem Betriebssystem Windows 7. Einfach anstecken, einschalten und den Treiber automatisch einrichten lassen, fertig! Binnen weniger Minuten war das Gerät druckbereit.

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USB-Kabel not on board

Dennoch folgt an dieser Stelle der einzige Kritikpunkt, der kleinlich klingen mag aber trotzdem erwähnt werden muss. Wie mittlerweile offenbar bei Druckerherstellern so üblich, lag dem Karton kein USB-Kabel bei! Ein, wie ich finde, echtes Ärgernis, kostet ein gängiges USB-Kabel doch selbst im regulären Verkauf gerade mal um die zwei Euro. Es wäre wohl nicht zuviel verlangt, dieses für den Anschluss an einen Computer nötige Kabel der durchaus teuren Hardware beizulegen. Auch wenn ich rasch ein solches bei der Hand hatte: Ich könnte mir vorstellen, dass es bei so manchem Käufer nach dem Auspacken ein langes Gesicht geben könnte. Deshalb bitte unbedingt beachten, dass dem HP LaserJet P1102 kein USB-Kabel beiliegt!

Druckqualität und Geschwindigkeit des HP LaserJet P1102

Doch wenden wir uns den entscheidenden Details zu: Wie schnell und sauber druckt der HP LaserJet P1102? Laut Hersteller druckt das Gerät bis zu 18 Seiten pro Minute. Natürlich sollte man auf solche Herstellerangaben nicht allzu viel geben. Allerdings zeigte sich schon rasch, dass diese Angaben nicht extrem beschönigt, sondern realistisch sind. Der Druck von reinen Textseiten nimmt tatsächlich nur wenige Sekunden pro Seite in Anspruch. Fotos mit hoher Auflösung benötigen natürlich entsprechend mehr Zeit.

Bei der Druckqualität gibt es für den Heimgebrauch nichts zu meckern. Das Schriftbild ist gestochen scharf und die Tinte trocknet rasch genug, um nicht schon beim Herausnehmen des Blattes zu verschmieren.

Der HP LaserJet P1102 kann aber nicht nur DIN-A4-Blätter bedrucken, sondern auch Papier der Größen DIN A5 und DIN A6 sowie Briefumschläge und Etikettenpapier.

 

Auch als Netzwerkdrucker verwendbar

Natürlich kann dieser Laserdrucker auch als Netzwerkdrucker verwendet werden. Für kabelloses Drucken ist er hingegen nicht ausgerichtet. Hierfür ist der HP LaserJet P1102w mit 802.11 b/g-Wireless-Netzwerktechnologie ausgerichtet. der allerdings ein paar Euro mehr kostet. Ob dem Käufer dieses zusätzliche Feature den Differenzbetrag wert ist, muss er selbst entscheiden. Ich bin mit dem HP LaserJet P1002 ohne WiFi-Möglichkeit vollauf zufrieden.

Mehr Toner für weniger Geld

Der gute Ton(er)

Toner ist bekanntlich teuer, weshalb man die Kartuschen bis zur Neige ausnützen sollte. Kleiner Trick bei nachlassender Qualität: Entnehmen Sie die Kartusche, schütteln Sie diese vorsichtig auf und setzen Sie sie wieder ein. Nun sollten noch zumindest ein paar weitere Blatt in der gewohnten Qualität gedruckt werden können.

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Irgendwann kommen Sie um einen Toner-Neukauf aber nicht herum. Die beste Qualität bieten naturgemäß Original-Kartuschen des Herstellers, in diesem Fall also jene von Hewlett Packard mit der Artikelnummer 85A (siehe Bild bzw. Amazon-Link unterhalb). Dieser Toner ist sowohl für den HP LaserJet P1102, als auch für den HP LaserJet P1102w optimal geeignet.

Meist erheblich günstiger sind Nachbaukartuschen, deren Verwendung den Nachteil hat, dass im Falle eines dadurch ausgelösten Defekts der Druckerhersteller normalerweise keine Garantieleistung übernimmt. Um mehr Toner für weniger Geld zu bekommen, sind diese Nachbaukartuschen aber bestens geeignet! Eine Reihe passender Nachbaukartuschen finden Sie ebenfalls unterhalb vor.

Fazit über den HP LaserJet P1102

Das persönliche Testurteil über den HP LaserJet P1102 fällt durchwegs positiv aus. Sieht man vom fehlenden USB-Kabel ab - was in meinem Fall keine Rolle spielte -, besticht das Gerät durch die schnelle und kinderleichte Installation, Druckgeschwindigkeit- und Qualität sowie das platzsparende Design.

Um Farbfotos in höchster Auflösung auszudrucken, ist dieses Gerät nicht geeignet. Wer jedoch meist nur Textseiten ausdruckt, ist mit dem HP LaserJet P1102 bestens ausgestattet.

Mein eindeutiges Fazit: Ich kann diesen Drucker nur wärmstens empfehlen! Noch dazu, wenn der Preis ohnehin günstig ist und man auf Toner-Nachbauten zurückgreift.

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