Grizzlybär (Bild: brigachtal / Pixabay)

Schwarzbären kommen in Nordamerika am häufigsten vor

Hauptmerkmale der Bären, die - von einzelnen Spezialisierungen abgesehen - einen recht einheitlichen Bautyp darstellen, sind die Größe, das Gebiss und der Gang. Sie treten mit der ganzen Sohle des Fußes auf und bewegen sich im Passgang. Wahrscheinlich stehen plumper Bau und Fortbewegungsart in Zusammenhang mit einer Änderung der Ernährungsweise gegenüber typischen Raubtieren. Dafür spricht zumindest der Bau der Zähne.

Bären besitzen nicht die scherenartig wirkenden Reißzähne, die vom vierten oberen Vorbackenzahn und vom ersten unteren Backenzahn gebildet werden und zum Abschneiden von Fleischbrocken dienen. Dieses Schlüsselmerkmal fast aller Raubtiere wurde in der recht gut bekannten Stammesgeschichte des Bären zugunsten eines Gebisses, das mit breitkronigen Backenzähnen mehr zum Quetschen und Kauen eingerichtet ist und so die Lebensweise eines Allesfressers ermöglicht.

Der Baribal oder auch Schwarzbär kommt in Nordamerika am häufigsten vor. Er ist etwas kleiner und schlanker als die Braunbären. Seine Länge beträgt 1,50 bis 2 m, seine Höhe knapp einen Meter. Nicht alle Schwarzbären sind schwarz. Es gibt Arten mit Rötlich-braunem und sogar mit ganz hellem Pelz. Der Schwarzbär lebt während der warmen Monate im Innern der großen Wälder. Den Winter verbringen die Tiere in einer Art Halbschlaf, der jederzeit bei Hunger oder Störung unterbrochen wird.

Grizzlybären sind für gewöhnlich Einzelgänger

Das Lager ist oft eine wohnliche, mit Moos und Blättern ausgelegte Höhle, in der die Jungen zur Welt kommen. Im Frühling machen sie unter mütterlicher Aufsicht ihre ersten Spaziergänge. Erst ein Jahr später sind die Jungen selbstständig und beginnen ihr eigenes Leben. In den nordamerikanischen Nationalparks leben viele Schwarzbären. Häufig betteln sie die Besucher an, und wenn sie nichts Essbares bekommen, können sie auch sehr unangenehm werden; gefährlich sind sie im Allgemeinen aber nicht.

Der Grizzly oder Graubär war früher von Alaska bis nach Nordkalifornien verbreitet. Um 1840 gab es in diesem Gebiet Hunderttausende, heute leben nur noch wenige Hundert Grizzlys in den Gebirgszonen. Ihr Fell ist grau bis braun. Grizzlys sind nach dem Kodiak die größten Braunbären, können aber trotzdem schnell und ausdauernd laufen. Die Bärenmutter scheucht ihre Jungen an Baumstämmen hoch, damit sie das Klettern lernen.

Der Grizzlybär ist für gewöhnlich ein Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit treffen die männlichen und weiblichen Tiere zusammen. Das Weibchen zieht ihre Jungen alleine groß. Ist der Grizzly hungrig, wird er angriffslustig und jagt Pumas, Schwarzbären und Wölfen ihre Beute ab. Verschiedene Bärenarten stehen heute in Nordamerika unter Schutz und leben in Nationalparks.

BerndT, am 18.02.2014
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Bildquelle:
tpsdave (Indianische Tiertotems - Der Wolf)
pescador (Indianische Tiertotems - Der Biber)
tpsdave (Indianische Tiertotems - Der Wal)
hellinger14 (Indianische Tiertotems - Der Otter)

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