Die ISO 9001 formuliert acht Grundsätze, die für ein professionelles QM-System notwendig sind:

 

1.      Der Kunde steht im Mittelpunkt

Kundenzufriedenheit ist eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Diese stellt sich jedoch erst dann ein, wenn die Qualität der Einrichtung oder ihrer Produkte die Erwartungen der Kunden erfüllt. Die erste Aufgabe von Bildungseinrichtungen sollte daher die Überprüfung ihres eigenen Leistungsportfolio sein. Hier gilt es zu prüfen, ob und wie die aktuellen und künftigen Erfordernisse der Kunden zu erkennen und sie in qualitativ hochwertige Bildungsdienstleistungen umsetzen können.

 

2.      Verantwortung der Führung

Nach ISO 9001 muss die Leitung Arbeitsbedingungen schaffen, unter denen sich die Mitarbeiter professionell für das Erreichen der Qualitätsziele ihrer Bildungsorganisation einsetzen können. Das Management muss sicherstellen, dass ein wirksames QM-System umgesetzt und erhalten bleibt und dass die geeigneten Prozesse zur Erfüllung der Kundenanforderungen eingesetzt werden.

 

3.      Mitarbeiter einbeziehen

Werden die Mitarbeiter von Beginn an in den Prozess der Qualitätsentwicklung einbezogen, können auch ihre Fähigkeiten zum Nutzen der Einrichtung eingesetzt werden. Bildungsorganisationen können ihre Mitarbeiter  z.B. durch umfassende Informationen über Qualitätsziele und geplante Verfahren, die Beteiligung an der Erstellung des Qualitätshandbuchs oder begleitende Schulungen oder Workshops involvieren.

 

4.      An Prozessen orientieren

Nach ISO 9001 muss eine Bildungseinrichtung ihre Geschäftsprozesse analysieren und definieren sowie Führungs- und Unterstützungsprozesse herausarbeiten. Die Prozesse bieten Klarheit über die Wirkungsweise der Einrichtung.

 

5.      Am System orientieren

Eine Bildungsorganisation kann ihre Ziele nur erreichen, wenn sie die in Wechselbeziehung stehenden Prozesse als System erkennt und sie jeweils leiten und lenken kann. Dazu gehört z.B.  die Festlegung von Verantwortungsbereichen und Zuständigkeiten oder das Treffen von betriebswirtschaftlichen Entscheidungen.

 

6.     Sich kontinuierlich verbessern

Ein permanentes Ziel nach ISO 9001 ist die ständige Verbesserung der Gesamtleistung. Das Qualitätsmanagement umfasst somit alle Tätigkeiten, von der Qualitätsplanung bis Qualitätsverbesserung.

 

 7.     Entscheidungen sachlich herbeiführen

Sachliche und vor allem wirksame Entscheidungen einer Bildungsorganisation beruhen auf der Analyse von Zahlen, Daten und Fakten. Die erhobenen Informationen geben dann darüber Auskunft, wie wie Prozesse in der Dokumentation zu beschreiben sind.

 

8.     Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen pflegen

Lieferantenbeziehungen sollten Bildungseinrichtungen zum gegenseitigen Nutzen definieren, überwachen und verbessern. Lieferanten von Bildungseinrichtungen sind z.B. externe Referenten, Trainer oder auch Tagungshotels.

 Lesen Sie in Teil II welche konkreten Anforderungen die ISO 9001 an Bildungseinrichtungen stellt.

Bildquelle: Gerd Altmann/ www.pixelio.de

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