Geronimo (Bild: Frank Rinehart)

Ein Aufgebot verfolgte die Apachen

Jimmy antwortete, das er Pferde mochte und mit ihnen gehen wollte. Geronimo befahl ihm, auf eines der Pferde zu steigen. Während die Indianer seinen älteren Bruder Martin töteten, ritt Jimmy mit den Apachen davon. Als er nach einiger Zeit fragte, was mit seinem Bruder sei, wurde Geronimo zornig und schlug ihm einen Stein gegen den Kopf. Von nun an fragte er nie wieder nach seinem Bruder.

Am nächsten Tag begrub Lucetia McKinn ihren ältesten Sohn. John McKinn, ein irischer Einwanderer, schloss sich einem Aufgebot an, das Jagd auf die Apachen machte. Er folgte ihnen acht Tage lang, bis sie die Mogollon erreichten. Dort fand er einen Mantel und ein Taschentuch, die seinem Sohn gehört hatten. Der Mantel wies ein Einschussloch auf. John McKinn konnte nicht mehr schlafen. Er bekam Kopfschmerzen, verlor den Verstand und starb zwölf Jahre später. Jimmy lebte von nun bei den Apachen. Sie fügten ihm jedoch kein Leid zu, sondern behandelten ihn wie eines ihrer eigenen Kinder.

Jimmy McKinn wollte bei den Indianern bleiben

Nachdem Geronimo sich ergeben hatte. ordnete General Crook an, Jimmy nach Hause zu bringen. Als der Junge das erfuhr, begann er zu weinen und sagte auf Apache, dass er nicht nach Hause möchte, sondern bei den Indianern bleiben wolle. Man schilderte ihm sein Zuhause in den schönsten Farben, doch er weigerte sich noch immer. Als sie ihn zu dem Wagen führten, der ihn zum Bahnhof bringen sollte, fing er wieder an zu weinen.

Im April 1887 fuhr John McKinn nach Deming, um seinen Sohn abzuholen. Die Fahrkarte musste er selber zahlen. Lindaner, Wormeerd & Co stellten Jimmy neue Kleidung zur Verfügung. Einem Zeitungsbericht des Silver City Express zufolge, soll der Junge überglücklich gewesen sein, als er seinen Vater wiedersah. Er erkannte ihn sofort und erzählte ihm von den furchtbaren Erlebnissen der letzten sieben Monate. Jimmy "Santiago" McKinn fand in die weiße Gesellschaft zurück. Er blieb im Grant County, heiratete und wurde Vater von zwei Kindern.

Autor seit 5 Jahren
261 Seiten
Laden ...
Fehler!