Kindle Fire in drei Ausstattungsvarianten erhältlich

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Amazons Kindle Fire auch in Deutschland erhältlich sein würde. Mit seinem überaus günstigen Tablet schlägt der Onlinegigant gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Millionen zufriedene Kunden vertrauen Amazons Produkten und verfügen über Inhalte wie eBooks oder MP3s, die sie bequem auf ein Tablet übertragen möchten, und gleichzeitig werden eben jene Kunden noch enger an das Unternehmen geknüpft. Ein geschickter Schachzug, denn es wird gemunkelt, dass Amazon etwa seinen eBook-Reader Kindle zum Selbstkostenpreis anbietet, um mit dem Verkauf von eBooks Reibach zu machen. Ähnliche Gerüchte gibt es auch zum Tablet Kindle Fire.


Gerade der im direkten Vergleich zum Marktführer iPad unglaublich niedrige Preis wirkt auf viele potenzielle Käufer wie ein Lockruf. Natürlich liegt hierbei die Befürchtung nahe, ein schlecht ausgestattetes Produkt zu erwerben. Dem ist aber beileibe nicht so, wie bereits das Äußere belegt: Das Design ist gleichermaßen schlicht wie zweckmäßig und erfüllt seine Zwecke tadellos. Mit einer "Dicke" von knapp einem Zentimeter und einem Gewicht von rund 400 Gramm zählt das günstige Tablet Kindle Fire zu den Leichtgewichten am Markt. Der Vorteil für den Konsumenten: Wie schon Amazons eBook-Reader liegt auch dieses Gerät angenehm leicht in der Hand. Und zwar unabhängig von der Ausstattung, die in 3 Varianten erhältlich ist:

  1. Das günstigste Tablet Fire HD mit einem internen Hauptspeicher von 8 GB und einem 7-Zoll-Display
  2. Das etwas teurere Kindle Fire HDX mit 16 GB internem Hauptspeicher
  3. Das wiederum eine Spur kostspieligere Kindle Fire HDX mit bis zu 64 GB internem Hauptspeicher und einem Display von knapp 9 Zoll

Unterschiede der Kindle-Fire-Modelle

Worin unterscheidet sich nun das Einsteigermodell gegenüber den teureren Ausgaben? Neben der Größe des Hauptspeichers ist es vor allem das hochauflösende Display des Kindle Fire HDX, das für einen etwas tieferen Griff in die Haushaltskasse spricht. Mit seiner Größe von rund 9 Zoll (dies entspricht knapp 23 Zentimetern) liefert das Display eine Auflösung von 2560x1600 Pixeln, was insbesondere beim Gucken von Filmen oder TV-Serien für beste Bildqualität sorgt. Hierbei soll aber nicht verschwiegen werden, dass Apples iPad (noch) ein größeres Display bietet.

Außerdem ist das Kindle Fire HDX mit Dolby-Audio-Technologie sowie Dualband-WLAN, das eine schnellere Internetverbindung ermöglicht, ausgestattet. Ruckelnde Streams sollten somit endlich der Vergangenheit angehören. Für manche Konsumenten könnte auch die integrierte Kamera für kostenloses Skypen interessant sein. Wer auf diese Features verzichten kann, ist beim sparsamen Einsteigermodell bestens aufgehoben.

Gebt den Kindern das Kommando ... und ein Tablet!

Womit das günstige Tablet Kindle Fire noch besticht, ist die simple und intuitive Handhabung. Vor diesem High-Tech-Gerät muss wahrlich niemand Berührungsängste haben und kann sich dem Charme des Touchscreens wohl nicht lange entziehen. Dank der stabilen Bauweise eignet es sich übrigens auch für Kinder, die auf diese Weise spielerisch einfach mit moderner Technik vertraut gemacht werden. Mittels Kindersicherung können Eltern exakt festlegen, welche Inhalte ihr Kind aufrufen darf. Neben Kinder- und Jugendliteratur oder MP3s bietet das Kindle Fire die Möglichkeit, spezielle Apps mit Vorlesefunktion, bunte Bilderbücher oder Lernspiele aufzurufen, die Spaß machen und gleichzeitig pädagogisch wertvolle Inhalte und Wissen vermitteln.

Lange Akku-Laufzeit des Kindle Fire

Natürlich kann das Amazon-Tablet mit schier grenzenlos vielfältigen Inhalten gefüllt werden, angefangen von eBooks und Magazinen über MP3s bis hin zu Apps und den eingangs erwähnten Filmen. Das ganz Besondere daran: Bei Amazon erworbene Inhalte werden automatisch in der so genannten Cloud gespeichert, die Medieninhalte wie eine Festplatte speichert, allerdings nicht das Gerät selbst belastet. Erst wenn Sie beispielsweise ein neu gekauftes eBook auf Ihrem Tablet lesen möchten, müssen Sie dieses downloaden – in der Zwischenzeit wird es in der kostenlosen Cloud gespeichert.

Wie jedes andere Tablet auch, wird das Kindle Fire per Akku betrieben. Dieser soll bei einer vollständigen Ladung acht Wochen lang halten, bis er wiederum aufgeladen werden muss. Der Ladevorgang selbst erfolgt über das mitgelieferte USB-Kabel, das einfach an die USB-Buchse eines sich im Betrieb befindlichen Computers angesteckt wird. Mit einem PowerFast Ladegerät soll die Ladezeit von 10 auf 4 Stunden verringert werden, wobei dieses Ladegerät separat gekauft werden muss.

Konkurrenz fürs iPad: Amazon Kindle Fire

Als nützlich kann sich das integrierte Bluetooth erweisen, falls man drahtlose Verbindung etwa zu einer Tastatur oder einem Kopfhörer herstellen möchte. Im Internet bewegt man sich mit dem WebKit-Browser, der allerdings hinter dem Komfort von Mozilla Firefox oder Internet Explorer weit hinterher hinkt. Fürs Internetsurfen oder das Bearbeiten von Mails empfiehlt sich weiterhin der klassische Laptop oder PC. Freilich ist das Kindle Fire für derlei Aufgaben nicht konzipiert und erfüllt seine eigentlichen Funktionen mit Bravour. Vor dem iPad muss es sich keinesfalls verstecken und die Zukunft wird weisen, ob Apple in den sauren Apfel wird beißen müssen oder sich der Konkurrenz zu erwehren weiß.

Fazit: Mit dem günstigen Tablet Kindle Fire kann man nichts falsch machen. Sowohl der Preis, als auch die zahlreichen Funktionen, das hochauflösende Display und das kinderfreundliche Handling sprechen eine klare Sprache. Wer mit kleineren Abstrichen wie dem nicht gerade komfortablen Browser WebKit zupass kommt, wird das Gerät rasch zu schätzen und lieben lernen.

Nikakoi, am 21.04.2014
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Bildquelle:
samscreatives (Mac Pro 3.1 zerlegen und reinigen)

Autor seit 4 Jahren
59 Seiten
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