Kinder entdecken die Natur - Die bessere Alternative?

Mami, lass uns miteinander spielen!

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Ich denke oft über meine Stressfreie Kindheit nach und die heute total verplante Zeit von Kindern. Auch meine Eltern legten großen Wert auf Bildung. Meine Schwester und ich besuchten ein Gymnasium und genossen eine gute Ausbildung. Ich durfte sogar von der Möglichkeit Gebrauch machen, fast 2 Jahre im Ausland zu arbeiten! Meine Eltern investierten in Solidität, in die musikalische Erziehung und legten hierdurch ein gutes Fundament. Aber verplant waren wir NIE!!! Und wir hatten viel Zeit kreativ mit unseren Freunden zu spielen!

Lassen Sie ihre Kinder viel spielen!

Wir hatten viel Zeit mit Gleichaltrigen zu spielen. Durch die Größe unseres Hofes waren immer die ganzen Nachbarskinder versammelt:

Wir spielten "Verstecken", "Klickerles", "Hops Häusle" oder organisierten selbst in der Faschingszeit einen kleinen Umzug. Eine meiner Freundinnen war sehr kreativ und sie schneiderte für Fasching für sich ein Prinzessinnenkleid und wir bastelten Krönchen. Die Prinzessin setzen wir würdevoll in einen Schubkarren, den wir dann an Fastnachtdienstag durchs Dorf zogen. Spaß machte uns das Klingeln an den Türen: Küchle raus… Das bedeutet, dass wir uns über die Krapfen, die an Fasching gebacken wurden, erfreuten.

Kinder sollen improvisieren!

Es fuhren noch nicht so viele Autos wie heute, die Straße war noch in einer friedlichen Idylle und wir hatten genug Rückzugsmöglichkeiten, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Es fiel uns immer etwas ein.

Wir benötigten keine Empfehlungen von außen, was wir spielen. Wir lernten "Teamplayer" zu werden, weil wir viele Kinder waren, die sich gegenseitig mit Ideen bereicherten. Und ganz wichtig: Wir lernten schon früh ein sozial kompetentes Verhalten: Wir mussten uns arrangieren, damit die Spiele nicht durch zu viele Streitereien gestört wurden. Und wenn es mal zu Krächen kam, regelten wir unsere Angelegenheiten selbst. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der die Älteren eingeschritten sind.

Kinder und die organisierte Spaßgesellschaft - Aber bitte keine Nikoläuse und Clowns engagieren

 

Heute ist das anders: Kinder haben wenig Möglichkeiten sich frei im Spiel zu entfalten. Sie können nicht mehr auf der Straße spielen und verlagern ihre Spiele in die häuslichen vier Wände.

Vielleicht sind wir auch deshalb zu einer organisierten "Spaßgesellschaft" geworden. An Nikolaus wird ein Nikolaus vom Studentenservice bestellt, der mit künstlichen Allüren den Kindern unter Absprache mit den Eltern erklärt, was sie in der vergangenen Zeit so alles angestellt haben. An Geburtstagen wird bei Bedarf ein Animateur organisiert, der die Kinder bespaßt.

Spielen und viel Spaß haben!

Kinder sollten lernen, selbst kreativ zu sein. Natürlich erfordert das etwas Engagement in Zeit für die Eltern: Passende Spiele z. B. für die Geburtstagsfeier mit den Kindern planen. Die Einladungen selbst entwerfen und die Kinder in die Planung mit einbeziehen. Das macht nicht nur den Eltern einen riesen Spaß, sondern vor allem den Kindern!

sissilu, am 04.07.2012
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