The Shard - Tower und Tower Bridge - London aus der Höhe gesehen

Unweit der UBahn Station London Bridge befindet sich The Shard, Londons neustes Hochhaus und gleichzeitig mit 310 m das höchste in ganz Westeuropa. Von der Panoramaplattform im 68. Stock kann man die Sehenswürdigkeiten Londons aus 244 m Höhe betrachten. Die nahe gelegene Tower Bridge und der Tower werden aus dieser Perspektive auf Spielzeugformat reduziert. In anderer Richtung ist die Kuppel der St. Paul´s Cathedral zu erkennen, die aus dieser Höhe wie ein Sahnehäubchen wirkt. Bei schönem Wetter und klarer Sicht soll man von dort sogar die Sternwarte von Greenwich sehen können. Wer dann die Tower Bridge und den Tower in Originalgröße sehen möchte kann das vom Fuß des Hochhauses bequem zu per pedes erreichen.

Tower Bridge

Die Brücke, die bis heute als das Wahrzeichen Londons gilt, ist in den Jahren 1881 - 1894 entstanden. Mit ein wenig Glück kann man auch mal sehen wie die Mittelteile der Brücke angehoben werden, um ein Kreuzfahrtschiff durchfahren zu lassen. Direkt daneben befindet sich der Tower of London, die schönste mittelalterliche Festung London´s und Hort der englischen Kronjuwelen. In seiner langen Geschichte diente das Bauwerk, als Festung, Gefängnis, Hinrichtungstätte oder Waffenarsenal. Bewacht wird der Tower von den Yeomen Warders, die mindestens so bekannt sind wie die Festung selbst. Diese Torwächter in ihren spektakulären Uniformen gelten als die älteste Leibgarde der Welt. Das hindert die Londoner jedoch nicht daran sie liebevoll - respektlos als Beefeater (Fleischesser) zu bezeichnen. Wo der Begriff letztlich herkommt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Man vermutet jedoch, daß er entstand, weil die Wächter Fleisch als Lohn für ihre Arbeit bekamen.

The Shard - Londons höchstes Gebäude

The Shard, Tallest Building in Western Europe, Designed by Renzo Piano, London, SE1, England (Bild: Ethel Davies / AllPosters)

Beefeater - Tower of London

Beefeater, Tower of London (Bild: AllPosters)

London Transport Museum - Covent Garden, Trafalgar Square, Piccadilly Circus

Da die Londoner U-Bahn, oder Tube, wie sie dort genannt wird, in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum feiert, sollte man unbedingt das London Transort Museum am Covent Garden besuchen. 1863 war die Tube die erste und damit heute die älteste U-Bahn der Welt. London hat keine Mühen gescheut, um auf einer großen, 3-stöckigen Ausstellungsfläche mit historischen Bussen und Zügen einen Eindruck aus der Pioniergeschichte öffentlicher Transportmittel zu zeigen. Dort kann man z.B. in einem der frühen Waggons Platz nehmen und sich vorstellen, wie beengt man damals gesessen hat. Wenn man dann noch bedenkt, daß die Züge jener Zeit noch von Dampflokomotiven gezogen wurden, die die Passagiere vollgequalmt haben, begreift man, daß so eine Fahrt nicht gerade das reinste Vergnügen war. Wesentlich angenehmer sieht da schon der Nachbau eines typischen Wohnzimmers aus einem Londoner Vorort um 1930 aus. Die Tube ermöglichte es, das viele Menschen aus der beengten Innenstadt in die Vororte ziehen konnten und mit dem Zug zur Arbeit fuhren. Diese Entwicklung hat maßgeblich zum Wachstum und zur heutigen Größe der Stadt beigetragen. Natürlich wird es 2013 noch einige Events anläßlich des Jubiläums geben. Im Mai steigt eine Late-Night-Party im Museum und im Juni wird eine walking tour durch eine alte UBahnstrecke angeboten.

Rund um den Covent Garden findet man außerdem zahlreiche Shopping Möglichkeiten und mit seinen Restaurants und den gemütlichen Pubs kann man hier gut eine Weile verbringen. In Fußwegweite von hier gelangt man über Strand zum Trafalgar Square. Wohl nirgendwo in London ist die Geschichte des Empire gegenwärtiger als an dem Platz, der mit der Säule von Admiral Nelson an die legendäre Seeschlacht von 1805 erinnert, in der die englische Vormachtstellung auf den Weltmeeren endgültig besiegelt wurde.

In etwa 10 Gehminuten vor hier kommt man zu einer weiteren Attraktion, dem Piccadilly Circus. Mit der Eros Statue in der Mitte wird er auch als der Nabel der Stadt gesehen. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten rund um diesen Verkehrsknoten bieten sich zum Abschluß eines Tages für einen Pubbesuch an.

Covent Garden - London

Covent Garden, London, England, United Kingdom (Bild: Roy Rainford / AllPosters)

Trafalgar Square - Nelson´s Column

Nelsons Column in Trafalgar Square, with Big Ben in Distance, London, England, United Kingdom (Bild: James Emmerson / AllPosters)

Piccadilly Circus - London

Piccadilly Circus, London (Bild: Roy Avis / AllPosters)

London Eye - Moderne Aussicht auf Tradition und Geschichte - Big Ben, Westminster Abbey und Buckingham Palace

Eine weitere Möglichkeit London aus der Höhe zu betrachten ist einen Fahrt im London Eye. Dieses High-Tech Riesenrad mit seinen Glaskabinen bietet sensationelle  Rundum-Aussichten auf das alte London. Direkt am Themseufer gegenüber von Big Ben hat man einen Superblick auf die Houses of Parliament und die City of Westminster. Zurück auf dem Boden geht man einfach über die Westminster Bridge direkt auf Big Ben zu. Der weltberühmte Klang der 13,5 Tonnen schweren Glocke wird auch als "The Voice of Britain" (Die Stimme Britaniens) bezeichnet. Ihren Namen verdankt die Glocke übrigens dem gewichtigen Beamten Sir Benjamin Hall. Ein Stück um die Ecke steht man auch schon vor dem Houses of Parliaments mit der Statue von Oliver Cromwell vor dem Eingang. Ganz in der Nähe kann man die Westminster Abbey besichtigen, in der typische traditionelle Anlässe der Königsfamilie, wie z.B. Krönungs-, Hochzeits- und Bestattungsfeiern, stattfinden,

Guards

Ein Stück Fußweg die Parliament Street herunter kommt man zum Eingang der Horse Guards, auf deren Paradeplatz alljährlich das "Trooping the Colours", die Parade zu Ehren des Geburtstags der Königin stattfindet. Von hieraus kann man entweder entlang der Mall oder durch den St. James´s Park direkt auf den Buckingham Palace zuspazieren. Das mächtige Victoria Memorial vor dem Eingang des Palastes erinnert an die Königin zu den stärksten Zeiten des British Empire. Seit 1837 ist der Palast der offizielle Stammsitz der königlichen Familie. Vor den Augen von Besuchern aus aller Welt findet hier immer noch täglich der "Change of the Guards" (Wachwechsel) statt. Der Buckingham Palace ist auch immer Ausgangs- und Abschlußpunkt der traditionellen Geburtstagsparade.

London Eye

London, England (Bild: AllPosters)

Houses of Parliament - London

Nacht, London, England, Vereinigtes Königreich (UK) (Bild: Panoramic Images / AllPosters)

Buckingham Palace - Trooping the Colour

Band of the Coldstream Guards Marching Past Buckingham Palace During the Rehearsal for Trooping the (Bild: Stuart Black / AllPosters)

Streets of London - Ein Stück Rock Music Geschichte

In diesem Jahr feiern Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones ihren 70. Geburtstag und da bietet es sich an, einmal auf den Spuren dieser Rock Legenden durch die Straßen von London zu gehen. Die schäbigen Straßen und Gebäude rund um die Shaftesbury Avenue scheinen sich seit den frühen 60-er Jahren kaum verändert zu haben. In den Musikstudios dieser Gegend haben damals die Beatles, die Rolling Stones, David Bowie und andere Musikgeschichte geschrieben. Unter www.tours.com kann man einen geführten Rundgang durch diese Gegend buchen. Die Tour beginnt am Dominion Theatre an der Tottenham Court Road, Ecke Oxford Street unweit der U-Bahn Station Tottenham Court Road. In dieser Konzerthalle gab 1957 Bill Haley sein erstes Rock'n Roll Konzert in London.

Und in dieser Gegend, genauer gesagt in einem ehemaligen Jazz Club auf der Great Newport Street, sind sich Anfang der 60-er die Beatles und die Stones zufällig begegnet und ganz ungezwungen miteinander ins Gespräch gekommen. Das Ergebnis dieser Unterhaltung, war der erste Stones Hit "I Wanna Be Your Man" im Jahr 1963, der von John Lennon und Paul McCartney komponiert wurde.

Diese zweistündige Tour endet am Reckless Records shop auf der Berwick Street, wo man dann zum Abschluß noch etwas passendes aus dem breiten Musikangeboten kaufen kann.

The Rolling Stones 1965 - v.l.: Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones, Bill Wyman, Charly Watts

The Roling Stones: Group Pictured Holding Guitars (Bild: AllPosters)

The Beatles 1962 - v.l: John Lennon, Ringo Starr, Paul McCartney, George Harrison

Die Beatles (Bild: AllPosters)

Shopping in London - Liberty, Fortnum & Mason, Burlington Arcade etc.

Die meisten denken bei Shopping in London an Harrod´s, wo es alles gibt, was gut und teuer ist. Weit weniger bekannt, aber nicht weniger exklusiv ist das Kaufhaus Liberty an der Regentstreet in der Nähe von Oxford Circus. 1875 von Arthur Lasenby Liberty gegründet war es zunächst bekannt durch exotische Seide aus Asien. Heute bietet das wunderschöne Warenhaus auch exklusive Kleidung, Parfums und Juwelen an. Auch wenn man dort nichts kaufen will, ist die schöne Holzarchitektur im Innern einen Besuch wert.

Von hier aus kann man die Oxfort Street hinunter gehen bis zu den Burlington Arcade, einer Einkaufspassage im noblen Regencystil. Das ist nicht nur eine von vielen Exklusiven seiner Art. Die überdachte, luxuriös angelegte Passage ist die älteste Einkaufsgalerie ihrer Art und diente als Vorbild für alle nach ihr errichteten modernen Einkaufspassagen. Die Arkade wurde mit ihren edlen Geschäften im Jahr 1819 von Lord George Cavendish mit dem Ziel eines noblen Shopping-Paradieses eröffnet. Sie ist auch ohne Einkauf ein Genuß für das Auge.

Von hier geht man durch bis Piccadilly, wo man bei der Hausnummer 181 zu Fortnum & Mason kommt. Hier bekommt man auf 6 Etagen von Tee, Spirituosen, Zigarren und vielen anderen Waren alles von bester Qualität geboten. Ein besonderes Highlight ist hier immer ein Besuch im Cafe des Hauses. Im vierten Stock des Fortnum and Mason nimmt man nachmittags auf cremeweißen Sofas typisch britisch seinen Afternoon Tea mit Scones und Sahne zu sich - ein perfekter Ausklang nach ausgiebigem Shopping in London.

Regent Street - London

UK, England, London, Regent Street, Taxis and Union Jack Flags (Bild: Alan Copson / AllPosters)

Essen und Trinken in London - Von multikultureller Küche bis Imbißwagen

Eine Weltmetropole, wie London, hat natürlich auch eine multikulturelle Küche zu bieten. Nahe der U-Bahnstation Knightsbridge gegenüber dem Hyde Park findet man in der ruhigen Motcomb Street ein kleines Restaurant namens Ottolenghi. An der langen Theke bekommt man zahlreiche Gerichte aus dem östlichen Mittelmeerraum. Der in Israel geborene Koch Yotam Ottolenghi hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich in der starken internationalen Kochkonkurenz in London einen Namen zu machen. Seine süd- und ostmediterrane Küche ist mittlerweile ein kulinarisches Highlight in London und auch eines, was finanziell noch im Rahmen bleibt.

Ein ganz anderes Konzept haben die mobilen Imbißwagen. Meals on Wheels (Essen auf Rädern) gibt es in USA schon seit geraumer Zeit, aber neudings findet man dieses Angebot vermehrt auch auf den Straßen von London. Sie haben keinen festen Fahrplan oder feste Standorte. Um also einmal etwas zu probieren, begibt man sich am besten zu einem der Lebensmittelmärkte, wo sie immer anhalten. Das ist z.B. der Real Food Market hinter der Royal Festival Hall in Londons Southbank. Das liegt übrigens neben der Westminster Bridge in der Nähe des London Eye und läßt sich somit ideal mir einer Fahrt im Riesenrad verbinden.

Zugegeben London ist insgesamt ein sehr teures Pflaster und es ist nicht einfach mit einem kleinen Budget etwas ordentliches zu essen zu finden, aber es lohnt sich wegen der kulturellen Vielfalt des Speisenangebots. Auch sollte man die englische Küche nicht unterschätzen und einmal traditionell englische Gerichte, wie z.B. Beef Wellington (Rinderfilet in einem Teigmantel)  probieren. Gute englische Küche findet man oft auch in den Restaurants der guten Hotels.

Enjoy your meal.

 

TV Actor Ron Westman Having Dinner At His Favorite Restaurant-"Good evenin…" - New Yorker Cartoon (Bild: Henry Martin / AllPosters)

Bye Bye London - See you again

Eine Weltstadt wie London hat natürlich noch wesentlich mehr zu bieten als hier beschrieben, aber damit kann man ganze Bücher füllen. Für eine Tour, wie diese würde ich mindestens 4 - 5 Tage einplanen, wenn man die Stadt ein bißchen genießen und nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken will. In diesen Sinne.

See you again London

 

Beatles vs. Rolling Stones - Eine alte Rivalität
Best of the Beatles - The Fabulous Four
London Financial District - The Gherkin

View of the Gherkin, St. Mary Axe, London, England, United Kingdom, Europe (Bild: Ethel Davies / AllPosters)

Autor seit 4 Jahren
65 Seiten
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