Wissenswertes über Mauersegler

Der Mauersegler Apus apus gehört zur Vogelfamilie der Segler. Er erreicht eine Größe bis zu 17 cm. Das Gefieder ist schwarzbraun mit einem weißem Kehlfleck und einem nach unten gebogenen Schnabel. Die Füße sind relativ klein und unterentwickelt, daher kann der Vogel nur schlecht laufen. Die sichelförmigen Flügel des Mauerseglers können eine Spannweite von bis zu 40 cm erreichen. Apus apus ist an ein Leben in der Luft perfekt angepasst. Außerhalb der Brutzeit beschäftigt sich das Tier überwiegend mit dem Jagen von Insekten. Im Sturzflug können Mauersegler bis zu 200 km/h schnell werden. Selbst der Schlaf kann bei verminderten Flügelschlag in der Luft stattfinden. Mauersegler gehören zu den Langstreckenziehern und überwintern in Afrika südlich der Sahara. 

Früher war Apus apus ein typischer Felsbrüter, heute bewohnt er überwiegend Gebäude. Dort nutzt er unter anderem Hohlräume und Vorsprünge zum Brüten. Das Nest hat einen schalenförmigen Charakter, ist innen mit Blättern und Federn ausgekleidet, die Wände sind mit Erde, Lehm und Speichel verklebt. Überlebt das Nest den Winter, wird es mehrjährig benutzt. Mauersegler brüten gerne in Kolonien. Die Brutzeit beträgt zwischen 18 und 28 Tagen, die Nestlingszeit 35 bis 50 Tage. Ausschlaggebend ist hierbei die Witterung. Bei Kälte und damit verbundenen Nahrungsmangel können die Jungtiere in eine Winterstarre verfallen und hierbei ihre Körperfunktionen runterfahren. So ist ein Überlebenden gesichert. 

Mauersegler (Jungtier) - gut zu erkennen ist der weiße Kehlfleck (Bild: makamuki0 / Pixabay)

Wissenswertes über Schwalben

Die Familie der Schwalben Hirundinidae umfasst rund 83 Arten. Schwalben haben einen stromlinienförmigen Körperbau, einen langen gegabelten Schwanz und spitz zulaufende Flügel. Schwalben halten sich täglich mehrere Stunden in der Luft auf, sie gelten als elegante Flieger und jagen ihre Beute - bevorzugt Insekten - im Gleit- und Sturzflug. Die Vögel galten früher als Felsenbrüter, heute brüten sie wie der Mauersegler in und an menschlichen Behausungen. Rauchschwalben bevorzugen Räume wie Scheunen und Garagen, Mehlschwalben machen es sich unter Dachgiebeln und Hausvorsprüngen gemütlich. Schwalben nutzen ihre Nester mehrjährig, die stabilen Wände bestehen aus Lehm, Stroh und Speichel als Klebstoff. Die Weibchen legen drei bis sieben Eier, die Brutzeit beträgt je nach Art und Witterung zwischen 14 und 18 Tagen, die Nestlingszeit zwischen 18 und 30 Tagen. Schwalben gehören wie die Mauersegler zu den Langstreckenziehern, ihre Überwinterungsgebiete liegen südlich der Sahara. Die Jungtiere gelten als ortstreu und kehren in vielen Fällen im nächsten Jahr an ihre Geburtsstätte zurück. 

Wie kann fast jeder zum Schutz dieser Tiere beitragen?

Mauersegler und Schwalben sind auf Insekten angewiesen, helfen können hierbei naturnahe Gärten. Wichtiger ist es allerdings, den Tieren entsprechende Brutmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Nur so ist das Überleben der Art gesichert. Mauersegler lassen sich mit an Hauswänden angebrachten Schlitzkästen unterstützen. Für Mehlschwalben bieten sich Kunstnester aus Gips und Sägespänen an. Gegen Verunreinigungen und als zusätzliche Sicherheit kann ein Holzbrett unter dem Nest angebracht werden. Da Rauchschwalben oftmals in geschlossenen Räumen brüten, ist ein stetig geöffnetes Fenster für den Ein- und Ausflug erforderlich. Bei länger anhaltender Trockenheit macht die Anlage einer künstlichen Lehmpfütze in Nestnähe Sinn. Lehm benötigen Mauersegler und Schwalben zum Ausbessern ihrer Nester.

Ashlie, vor 28 Tagen
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