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Chemiewettbewerb "Julius Adolph Stöckhardt": Junge Talente messen sich an der TU Chemnitz

Am 18. Juni 2026 richtet die Technische Universität Chemnitz den 55. Chemiewettbewerb "Julius Adolph Stöckhardt" aus.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 11 aus westsächsischen Gymnasien treten dabei im Institut für Chemie gegeneinander an. Eingeladen sind jeweils die zwei besten Chemie‑Talente ihrer Schulen.

Ab 9:30 Uhr stellen die Teilnehmenden ihr Wissen in theoretischen Aufgaben und experimentellen Prüfungen unter Beweis – ohne Tafelwerk. Fachlich dreht sich der Wettbewerb in diesem Jahr um "Aluminium, Kupfer und Wolfram als Elementsubstanzen, in Gemischen und Verbindungen".

Nach einer Mittagspause folgt ein Fachvortrag von Prof. Dr. Werner Goedel, Inhaber der Professur Physikalische Chemie, zum Thema "Chemie der Photographie". Ab 14:45 Uhr werden die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Urkunden sowie Buch- und Sachpreisen ausgezeichnet. Die Ehrungen übernehmen die Organisatoren gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesamtes für Schule und Bildung aus Chemnitz und Zwickau.

Der traditionsreiche Wettbewerb wird seit 1996 zweimal jährlich ausgetragen und erinnert an Prof. Julius Adolph Stöckhardt, der von 1839 bis 1847 am Vorläufer der heutigen TU Chemnitz lehrte. Sein Lehrbuchklassiker "Schule der Chemie, versinnlicht durch einfache Experimente" erreichte bis 1908 insgesamt 21 Auflagen und wird bis heute reproduziert. Stöckhardt gilt zudem als einer der ersten Forscher, der das Waldsterben durch Abgase systematisch beschrieb.

TU Chemnitz legt neue Erkenntnisse zur K.O.-Tropfen-Studie vor

Eine laufende Studie der Juniorprofessur Europäisches Management der TU Chemnitz liefert neue Einblicke in den Umgang mit K.O.-Tropfen im deutschsprachigen Raum. Von 1.288 ausgewerteten Datensätzen aus Deutschland berichteten 527 Personen, mindestens einmal den Verdacht gehabt zu haben, Opfer von "Drink Spiking" geworden zu sein. Die meisten Betroffenen vertrauten sich jedoch ausschließlich Personen aus ihrem privaten Umfeld an. Nur 17 Prozent suchten medizinische Hilfe, und lediglich elf Prozent meldeten den Verdacht der Polizei.

Studienleiterin Jun.-Prof. Dr. Charlotte Förster sieht darin eine deutliche Lücke zwischen tatsächlichen Erfahrungen und offiziell erfassten Fällen. Gründe dafür sind laut den Ergebnissen Unsicherheit über das richtige Vorgehen, Scham, Angst vor Schuldzuweisungen und unklare Zuständigkeiten.

Auch der Bedarf an Aufklärung ist groß: 65 Prozent der Befragten halten die bisherige Informationslage für unzureichend, 71 Prozent sehen zu wenig Präventionsangebote. Besonders in Bars, Clubs, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln wünschen sich die Befragten mehr Hinweise und Schutzinformationen. Als bevorzugte Wege der Aufklärung wurden vor allem Schulunterricht, Social Media, Internetangebote sowie Plakate und Flyer genannt.

Die Studie "Don't knock me out" wird gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Gewaltschutz der Tirol Kliniken in Innsbruck durchgeführt und richtet sich an Personen ab 14 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bisher gingen über 2.500 Rückmeldungen ein. Die Forschenden hoffen auf weitere Förderung, um die Analyse fortzuführen.

Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz

Autor seit 14 Jahren
362 Seiten
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