Rhodos

Inselrundfahrt Rhodos - 10 Highlights

Wer zum ersten Mal auf Rhodos ist, dem empfehle ich eine eintägige, geführte Inselrundfahrt mit dem Bus, bei der man alle Sehenswürdigkeiten besichtigen kann.

Highlight Nr.1 ist Filérimos, südwestlich von Rhodos Stadt. Die heutigen spätgotischen Bauten wurden unter italienischer Herrschaft rekonstruiert. Zu besichtigen gibt es hier die Klosterkirche, dessen Fassade mit dem 8-spitzigen Kreuz des Malteserordens geziert ist. Gut erhalten sind auch Tempelfundamente, ein kreuzförmiges Taufbecken und ein Kreuzweg, der bis zu den Klippen führt. Es lohnt sich den Weg bis zum Ende zugehen, um einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und die Umgebung zu genießen. Am Kassenkiosk kann man dann zum Abschluß, noch den grünlichen Kräuterlikör, den Sette Erbe, kaufen, der an die italienischen Franziskanermönche erinnert.

Highlight Nr. 2: Von Filérimos fährt man die Westküste in südlicher Richtung weiter nach Petaloùdes ins Schmetterlingstal. Das Bachtal in den dichtbewaldeten Bergen ist eines der beliebtesten Ausflugsziele. Den Namen hat das Tal wegen einer besonderen Schmetterlingsart, dem gepunkteten Harlekin, der sich im August zur Paarung hier einfindet. Ein Wasserlauf, kleine Wasserfälle und Holzstege, die zu gemütlichen kühlen Rastplätzen führen machen den Aufenthalt hier besonders in den heißen Sommertagen zu einem angenehmen Erlebnis. 

FOTO: Dieter Haugk/pixelio

Highlight Nr. 3: Weiter südlich die Küste hinunter kommt man nach Kamíros, das nur in der Antike bewohnt war. Es ist die Dritte im Bunde der rhodischen Städte, erreichte jedoch nie die Bedeutung von lalyssós oder Lindos, außer in der Keramikkunst orientalischen Stils. Heute ist die Stadt das wichtigste Ausflugsziel und eine Art Fixpunkte an der immer noch fast unbesiedelten mittleren Westküste. Sehenswert ist hier vor allem die archäologische Ausgrabungsstätte mit der Terrasse des Appolon-Tempels. In Old Kamiros an der Küste findet man in einer kleinen Bucht eine Fischtaverne, die neben dem Blick auf das blaue Meer eine große Auswahl an Gerichten bietet.

Highlight Nr. 4: Die Küstenstraße nach Süden führt hier direkt am Meer entlang und bei klarem Wetter kann man im Osten die Türkei sehen, deren Ufer zum Greifen nahe aussehen. Von hier aus geht es ein Stück ins Landesinnere nach Émbona. Das große Bergdorf gilt als die Weinstadt von Rhodos und gehört natürlich zum Standardprogramm jeder Inselrundfahrt. Hauptziel ist hier natürlich die moderne Fabrik des Weinherstellers Emery. Aber auch kleinere Weinkeller haben ihre Tore für Verkostungen geöffnet und ein Bummel um die ruhigen Ecken des Dorfes, das noch viel Ursprüngliches zu bieten hat, lohnt sich auf jeden Fall.

Highlight Nr. 5: Weiter der Südküste entgegen führt der Weg nach Monólithos. Bei dem noch recht traditionellen Dorf liegt die gleichnamige Festung, die dramatisch auf einer Felszacke 3 Km westlich über der Küste thront. Hier war eine wichtige Signalstation der Johanniter Ritter, die über eine Kette solcher Stützpunkte Nachrichten bis hoch zu ihrer Burg im heute türkischen Bodrum senden konnten. Vom Parkplatz gehen Stufen entlang der Außenmauer hoch zu einer kleinen Kapelle auf der Spitze die strahlend weiß den Akzent in der atemberaubenden Küstenlandschaft setzt.

Highlight Nr. 6: Auf dem Weg in Richtung Südostküste liegt etwa 4 Km im Landesinneren das 300-Seelen Dorf Asklipio. Die Kirche Kimissis tis Theotókou am Dorfplatz gehört zu den sehenswertesten Kirchen in ganz Rhodos. Als in Griechenland ehr seltenes Thema zeigen die Fresken im südlichen Querarm Szenen der Apokalypse. Am Kirchhof führt ein Küster 2 kleine Museen und im Dorf bestimmen enge Gassen und traditionelle Häuser das Bild. Zum Einkehren bietet sich am Hauptplatz die Taverne Agapitos an.

Highlight Nr. 7: Auf der Fahrt an der Ostküste nach Norden kommt man u.a. an Lindos vorbei. Diese Stadt ist zu schön, um nur einen kleinen Abstecher dort hin zu machen. Dazu später mehr. Weiter nördlich kommt man dann zum schönen Tsambika Strand. Von der Küstenstraße fährt man die Serpentinen hinunter zu diesem schönen kleinen Strand der vorzüglich zum Baden oder einen kleinen Snack einlädt. Oberhalb des Strandes liegt das Kloster zu dessen Besitz er gehört und da die Mönche keine neue Bebauung zugelassen haben, findet man hier noch die Unberührtheit der Natur, die man sich wünscht.

Highlight Nr. 8: Weiter nördlich geht es ein Stück ins Landesinnere nach Épta Pigés, was auf deutsch so viel heißt, wie "sieben Quellen". Sie stammen aus der italienischen Zeit und der Quellteich speiste eine Wasserleitung hinunter in die Kolymbia-Ebene, deren Reste neben der Eukalyptusallee noch zu sehen sind. Es gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen und bei der schön im Schatten gelegenen Taverne steigt man an einem Wasserlauf durch dichten Wald nach oben. Die frei laufenden Pfauen sorgen für die farblichen Akzente in dieser Natur. Wer mag, kann dann noch durch einen 180 m langen, dunklen Tunnel durch knöcheltiefes Wasser zur anderen Hügelseite gehen.

Highlight Nr. 9: Auf der Fahrt Richtung Rhodos Stadt kommt man durch einen der lebhaftesten Orte der Insel, nach Faliráki. Vor 40 Jahren hat man dort nur Fischerkaten gesehen und heute breitet sich hier der größte Urlaubsort der Insel aus. Hier gibt es Sportangebote jeglicher Art, Bars und Discos in Hülle und Fülle. Dementsprechend laut, bunt und sexy geht es hier auch zu. Also wer im Urlaub Party und Action sucht, ist hier genau richtig. Sehenswert sind aber auch der alte Fischerhafen mit seinen alten Fischerkaten und das Kloster Profitis Ammós mit seiner blitzweißen terrassenförmig angelegten Anlage.

Highlight Nr. 10: Südlich von Rhodos Stadt erreicht man die letzte Station der Rundfahrt in Kallithéa. Die gleichnamigen Therme dort, die in den 1920er Jahren von den Italienern im orientalischen Stil gebaut wurden und der Neá Agora in Rhodos Stadt ähneln. Die Bauten, ein überdachter Mini Pool und ein Wandelgang mit Umkleidekabinen, diente auch schon als Filmkulisse in "Die Kanonen von Navarone" mit Antony Quinn. Einen Besuch wert sind auch die Kallithéa Buchten und der Tassos Beach, der besonders bei Schnorchlern beliebt ist.

Insgesamt ist es der Abschluß einer sehr abwechslungsreichen Rundtour, die allerdings auch gut 10 Stunden dauert. Wem das zu lang ist, der kann auch 2 Halbtagestouren daraus machen.

 

 

Lindos - Aussicht vom Hotelbalkon

Hotel Interior Detail, Lindos, Rhodes, Greece (Bild: Doug Pearson / AllPosters)

LINDOS - Ein ägäisches Traumstädtchen.

Lindos im Südosten von Rhodos wird von vielen als der schönste Ort der Insel betrachtet. Deshalb sollte man sich für einen Besuch auch wenigstens einen halben Tag Zeit nehmen. LindosEine stolze Burg aus dem Mittelalter, darunter am Hang weiße Kubenhäuschen umgeben von Olivenhainen und tief darunter eine ruhige geschützte Bucht. Doch Idylle pur gibt es auch in Lindos spätestens ab ca. 10:00 Uhr morgens nicht mehr, wenn die Touristenbusse anrollen und die Straßen langsam von den Besuchermassen bevölkert werden. Man ist gut beraten schon morgens um 08:00 Uhr dort zu sein, sobald die Tore für Besucher geöffnet werden. Dann kann man an zahlreichen historischen Privathäusern vorbei zur Akropolis hinaufsteigen und von dort den atemberaubenden Ausblick auf das Meer, die Stadt und die zauberhafte Bucht genießen, bevor es richtig voll wird. LindosWem der Weg zu beschwerlich ist, kann ihn auch auf dem Rücken eines Esels zurücklegen, den man unten am Eingang mieten kann. Anschließend geht man dann in die Stadt hinunter und genießt einen Bummel durch die schönen Gassen mit ihren zahlreichen Souvenirläden und Tavernen und sucht sich am besten so ab 11:00 Uhr in einer schnuckeligen Kneipe ein gemütliches Plätzchen, bevor alle anderen auch auf diese Idee gekommen sind. So ist man dann dem Hauptbesucherstrom immer eine komfortable Nasenlänge voraus und hat nach einem leckeren griechischen Mittagessen einen schönen halben Tag verbracht. Weitere Sehenswürdigkeiten neben der Akropolis sind die Panagia Kirche mit ihren themenreichen Fresken und die Kapitänshäuser. Letztere wurden von Seeleuten gebaut, die im 17. Jahrhundert durch den Handel zwischen Venedig und der Levante reich geworden sind.

Badegäste und Wassersportler kommen hier am Hauptstrand der Bucht, am Pallas Strand und der Agios Pavlós Bucht auf ihre Kosten und wer einfach mal einen schönen Abend hier verbringen möchte, findet über all in dem Städtchen ausreichend Lokale für jeden Geschmack.

Alles in Allem ist Lindos ein absolutes Muß für jeden Rhodosbesucher.

FOTOS: Alexander Dreher/pixelio

 

Rhodos Stadt - Mandraki Hafen

Agios Nikolaos Lighthouse, Mandraki Harbour, Rhodes Town, Rhodes, Greece (Bild: Walter Bibikow / AllPosters)

RHODOS STADT

Rhodos Stadt ist mit ca. 66.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel und man sollte für einen Besuch einen ganzen Tag einplanen, um sich in Ruhe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an- zuschauen. Idealerweise besucht man die Stadt an einem Wochentag, da Sonntags die meisten Geschäfte geschlossen sind und Montags die Museen.

Dreh- und Angelpunkt der Stadt ist die Néa Agora, der neue Markt am Mandraki Hafen. Hier kommt man an, wenn man mit dem Bus fährt und hier gehen auch die Bootstouren los. Ein Bummel durch die Altstadt ist ein Muß für jeden Rhodos-Urlaub. FestungsmauernZu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die mächtigen Festungsmauern, die zu den gewaltigsten des 15. Jahrhunderts gehören. Einst von den Johanniter Rittern zum Schutz gegen die osmanische Artillerie gebaut, bringen sie es auf die stattlich Dicke von 14 Metern. Besonders mächtig sind die Georg-Bastion, die Marien-Bastion am Athanasios-Tor und die Agios ióannis-Bastion beim Koskinoú-Tor.

FOTO: DigiPyramyd/pixelioste

Wie eine Burg überragt der Großmeisterpalast die Ritterstraße. GroßmeisterpalastDer Bau wurde erst 1940 von den Italienern fertiggestellt, nachdem der echte Palast 1856 einer Explosion des türkischen Pulverlagers zum Opfer fiel. An der Ritterstraße reihen sich die Herbergen der Johanniter Ritter, die im 14. und 15. Jahrhundert im strengen spätgotischen Stil entstanden sind. Jede der Landsmann-schaften des Ordens, die aus Frankreich, England, Italien und Deutschland kamen, hatte einen eigenen Palast, der als Wohnheim für Ritter, Schule der Novizen, Kantine und Warenlager diente. Heute haben die Konsulate der oben genannten Länder hier ihre Dienstsitze.

Foto: Helga/pixelio

Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Platía Eleftherias. Die breite Avenue am Mandraki Hafen war das Hauptprojekt der Italiener, das im internationalen Stil und kein bißchen griechisch gestaltet wurde. Im Hafen selbst liegen heute Yachten und eine ganze Armada von Ausflugsbooten. Wie in Venedig beherrschen zwei Säulen die Hafeneinfahrt. Die eine mit dem Hirsch, dem Wappentier von Rhodos und die andere mit der Hirschkuh, die 1947 die römische Wölfin ersetzte. In der Antike soll hier der Koloss von Rhodos gestanden haben, der an den Sieg der Rhodier über die Makedonier erinnern sollte. Der Koloss soll etwa so groß gewesen sein, wie die Freiheitsstatue, aber er hat nur 65 Jahre gestanden, bevor er einem Erdbeben zum Opfer fiel und so weiß heute keiner mehr ganz genau, wie er tatsächlich aussah und wo er wirklich gestanden hat.

Rhodos-Stadt hat noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. eine Moschee und eine Synagoge, sowie viele Museen zu bieten.. Ganz zu schweigen von Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Bars und Kneipen für die nächtlichen Vergnügungen.

In diesem Sinne: Kaló taxitdi! Gute Reise!

Rhodos Stadt - Festungsmauern der Altstadt

Walls of Old Town from Harbour, Rhodes, Dodecanese Islands, Greece (Bild: Ken Gillham / AllPosters)

Autor seit 4 Jahren
65 Seiten
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