Autor Robert B. Parker - Vater des Detektivs Spencer

Robert B. Parker wurde am 17. September 1932 in Springfield/ Massachusetts geboren. Nach seinem Studium der amerikanischen Literatur promovierte er in der Universität in Boston. Bereits in seiner Dissertation zeigte sich seine Affinität zur amerikanischen Kriminalliteratur. Bereits zwei Jahre nach erfolgreicher Dissertation, im Jahre 1973, veröffentlichte er seinen ersten Krimi. Seinen Serienhelden Spencer schuf er ganz nach dem typischen Privatermittler seiner literarischen Vorbilder. Von dieser Zeitpunkt an erschien fast jährlich ein neuer Spencer-Roman. Sein literarisches Schaffen wurde 1977 mit dem Edgar-Allen-Poe- Preis gekrönt. Parallel zu seinen Spencer- Krimis arbeitete er auch noch an zwei anderen Serien. Im Alter von 77 Jahren verstarb Robert B. Parker an seinem Schreibtisch.


Trügerisches Bild – Auftrag für Spencer - ... letzter Auftrag für Spencer

Detektiv Spencer erhält eines Morgens Besuch von einem Mann namens Dr. Ashton Prince. Dieser Mann ist Gerichtssachverständiger bei Kunstfälschungen und Kunstdiebstählen. Ein Werk eines holländischen Malers wurde gestohlen. Spencer soll bei der Beschaffung des Gemäldes behilflich sein. So begleitet er Dr. Prince zur Geldübergabe, wo dieser nach scheinbar erfolgreicher Übergabe Opfer eines Anschlages wird.

Spencer fühlt sich als Versager und sieht seine Aufgabe bei der Ermittlung des Täters. Doch dabei gerät er zwischen die Fronten und entgeht selbst nur knapp zwei Mordanschlägen. Was ihn besonders stutzig macht, ist die ständige Verbindung zwischen Prince und einer Stiftung, die sich der Beschaffung von Nazibeute verschrieben hat. Die Ermittlungen führen immer wieder zur Herzberg Foundation.


Hier muss der Schlüssel zu den Antworten der vielen Fragen liegen. 

Was haben ehemalige KZ-Häftlinge mit den Kunstwerken zu tun? Wie kommen Nummern von Häftlingen auf die Unterarme von den Leuten, die versuchen Spencer bei seinen Ermittlungen zu behindern? Und was hat eine junge Studentin mit der Foundation zu tun? Mehr und mehr Fragen tauchen bei den polizeilichen Ermittlungen auf und beschäftigen Spencer. Doch trotz aller Gefahr lässt er nicht locker. Und es scheint so zu sein, dass alle, die ihm bei seinen Ermittlungen mit behilflich sein wollen, dem Tode geweiht sind. So wird auch die Ehefrau von Prince Opfer eines hinterhältigen Anschlages. Wieder scheint Spencer in einer Sackgasse gelandet zu sein.

Nun fokusiert sich sein Interesse auf die Mutter der jungen Studentin. Sie scheint der Schlüssel auf seine Fragen zu sein. Bei den Ermittlungen kreisen alle Antworten immer wieder um sie. Was hat eine ehemalige Ermittlerin mit der Herzberg Foundation zu tun? Und als sich das Rätsel aufzulösen scheint, geraten sie und ihre Tochter in höchste Gefahr.

Spannender Krimi ...

Trügerisches Bild ist ein spannender Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser fesselt. Durch kurze und überschaubare Sätze ist ein guter Lesefluss garantiert. Der Gebrauch einer malerischen und doch dem Genre entsprechenden Wortwahl versetzt Parker seinen Leser mitten in das Geschehen. Ebenso wird die Identifikation mit dem Ermittler Spencer dadurch gewährleistet, dass die auktoriale Erzählweise gebraucht wird.

Mit seinen 212 Seiten ist es ein relativ kurzer Krimi, der aber nichts an Spannung vermissen lässt. Ein Auf und Ab in der Ermittlung spornt den Leser an, weiter zu lesen. Eine scheinbare Lösung der Ermittlungen wird boykottiert und die Ermittler, sowohl die Polizei als auch Spencer, stehen wieder am Anfang und scheinen festgefahren zu sein.

Durch die gekonnte Nutzung von Spannungsaufbau und abschwellender Spannung wird es nie langweilig zu lesen.

Auf den letzten beiden Seiten erfolgt noch einmal eine Art Zusammenfassung, so dass der Krimi des Autors Robert B. Parker sehr harmonisch ausklingt.

Der Titel "Trügerisches Bild" ergibt erst am Ende des Krimis einen Sinn. Das trügerische Bild steht als Synonym für angebliche Wiederbeschaffung von Nazibeutekunst. Dieses anfänglich löbliche Ziel verselbstständigt sich im Laufe der Zeit zu einem geldgierigen Ziel von Menschen, die sich unter dem Deckmantel der Foundation verstecken.

Das Cover des des Buches zeigt eine typische Häuserfassade der USA. Dem Leser ist sofort klar, wo er sich befindet. Die Beschreibung dieser Fassade wird auch im Krimi selber immer wieder mit aufgenommen.

Auch dieser letzte Krimi von Robert B. Parker ist ein gelungenes Werk spannungsgeladener Literatur.

Kiki, am 21.12.2011
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Bildquelle:
W. Zeckai (Wie macht man eine Lesung erfolgreich?)
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Autor seit 5 Jahren
16 Seiten
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