Spielzeug das fördert!

Das Wort "Förderung" klingt nach einem strikten Programm, das die Kleinen einhalten müssen. Hier eine Stunde Motorik, dort eine Stunde Sprache, dann wieder etwas Kreativität auf Knopfdruck. Dabei lässt sich diese Förderung durchaus spielerisch gestalten. In Sachen Motorik stützt sich die Förderung der Motorik besonders auf die Feinmotorik: Verschlüsse selbstständig öffnen können, Spielen mit Bauklötzen und Bechern, Drehen und Verstellen von Knöpfen, Malen und Ketten aufziehen. Diese Fähigkeiten sind den Spielzeugherstellern durchaus bewusst und so lernen die Kleinen schon durch das Bauen mit Klötzen und Bechern, aber auch durch das Aufbauen von Legohäusern, wie sie ihre Hände feinmotorisch einsetzen können. Die Koordination kann man am besten beim Spielen im Freien trainieren. Das geht dort von ganz alleine. Kinder hüpfen, werfen Bälle, strecken sich und gehen in die Hocke. All das sind Aspekte der Koordination. Spielsachen wie Roller oder Laufrad können die Kleinen dabei als Unterstützung einsetzen. Damit kommen sie sogar schneller voran und haben Spaß an der Bewegung.

Kreativität ist etwas, was Kinder in ihrem ganzen Leben einsetzen können. Wer nun aber denkt, Kreativität ließe sich nur durch Malen und Singen erlernen, der irrt sich. Dieser Aspekt der Förderung kommt auch zum Tragen, wenn Kinder für ihre kleinen Probleme selbst Lösungen erarbeiten. Wenn sie beispielsweise einen neuen Weg wählen müssen, weil ein anderes Kind ihren geplanten Weg blockiert oder wenn sie sich etwas anderes zum Spielen einfallen lassen müssen, weil es draußen regnet. Auch die Sprache begleitet den Menschen durch sein gesamtes Leben. Sing- und Sprechspiele erlauben es den Kleinen, ihre Fähigkeiten zu erproben und sich auf neue Dinge einzulassen. Soziale und emotionale Intelligent übt sich von alleine in Gruppen von Kindern. Hier treffen verschiedene Charaktere aufeinander und die verschiedenen Kernkompetenzen werden spielerisch ausgebaut.

Wie viel Spielzeug ist notwendig?

Ganz ohne Spielzeug macht Kindern das Spielen nur halb so viel Spaß. Dabei stellt man häufig fest, dass Kinder gar nicht nur als solches definiertes Spielzeug attraktiv finden. Oft sind es Alltagsgegenstände, die ins Zentrum der Betrachtung rücken. Lässt man die Kleinen am eigenen normalen Leben teilhaben, lernen sie, wie das normale Leben abläuft und sie lernen immer wieder neue Gegenstände kennen. Das funktioniert von klein auf. Dabei sollte man natürlich darauf achten, nur kindersichere Gegenstände zur Verfügung zu stellen. Töpfe, Küchenhelfer ohne Ecken und Kanten, natürlich auch ohne scharfe Klingen und ohne die Möglichkeit, sich zu klemmen, eignen sich wunderbar, um nicht nur Motorik, sondern auch Kreativität zu trainieren. Augen und Ohren erfahren neue Reize und die Kinder lernen, dass verschiedene Gegenstände auch unterschiedliche Geräusche abgeben.

Weniger ist dennoch mehr

Manchmal stellen Eltern fest, dass ihre Kinder eigentlich alles haben, aber dennoch nicht richtig spielen. Oft bemerkt man gar nicht, dass immer nur neue Spielsachen dazu gekommen sind. Auf der Spielmatte findet das Kind plötzlich nicht mehr drei oder vier verschieden Spielsachen, zwischen denen es sich entscheiden kann, sondern gleich zehn oder zwölf. Vor lauter Reizen verliert das Kind jegliches Interesse, weil es damit überfordert ist, sich für eins zu entscheiden. 

Fünf Tipps, wie Sie Spielzeug richtig dosieren

Das Spielverhalten von Kindern hängt maßgeblich von ihrem Alter und auch von den Rahmenbedingungen ab, die Sie als Eltern schaffen. Sie als Mutter und Vater tragen dafür Sorge, dass die Gegenstände im Kinderzimmer einen pädagogischen Nutzen haben. Dabei gilt: Qualität vor Quantität. Wir haben fünf Tipps, wie Sie das Spielzeug Ihrer Kleinen richtig dosieren. 

 

1. Spielzeug nach Fähigkeiten kaufen

Jedes Kind ist einzigartig und Sie kennen Ihr eigenes am besten. Beobachten Sie das Spielverhalten und versuchen Sie die Vorlieben herauszufinden. Schon sehr früh ist Ihr Kind in der Lage, Ihnen genau zu zeigen oder zu sagen, womit es gern spielen möchte. Jeden Tag lernen Kinder dazu und zwischen Wochen und Monaten liegen häufig Welten. Fördern Sie die Motorik mit einem Lauflernwagen oder Formenspielzeug, die Kreativität zum Beispiel mit Bausteinen und die Beweglichkeit mit Rutschautos oder Klettermöglichkeiten.

2. Passend zum Alter

Die Altersangaben auf Spielzeugen sind in der Regel gut gemeinte Empfehlungen, die einzig als grobe Richtwerte dienen können. Fraglos sollten Sie einem 6 Monate alten Kind keine Legosteine geben. Babys erfahren ihre Welt durch das Ertasten mit dem Mund und könnten sich an Kleinteilen verschlucken. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen also in erster Linie die möglichen Gefahren ein. Fraglos sollten die Spielsachen altersgerecht sein. Wie weit Ihr Kind entwickelt ist, erkennen Sie nicht nur am Alter, sondern vor allem durch das genaue Beobachten seines Verhaltens. 

3. Weniger ist mehr: Qualität vor Quantität

Gerade Kleinkinder können noch nicht so lange bei der Sache bleiben. Das ist ganz normal und liegt in ihrer Natur. Darüber hinaus fällt die Konzentration noch schwerer, je mehr Spielzeug sich in ihrer Reichweite befindet. Achten Sie beim Kauf von Spielwaren insbesondere auf gute Qualität. Denn Dinge, die gern bespielt werden, müssen einiges aushalten. Sortieren Sie immer wieder aus und überraschen Sie Ihr Kind mit "neuem" alten Spielzeug. 

4. Spielzeug, mit dem nicht gespielt wird, wieder verstauen

Die meisten Kinderzimmer sind heutzutage völlig überfüllt. Das Angebot ist reichlich und viele Eltern haben das Gefühl, ihren Kindern mit immer wieder neuen Spielen und Eindrücken einen Gefallen zu tun. Das Gegenteil ist aber in der Regel der Fall: Sie fördern Ihr Kind und sein Spielverhalten optimal, wenn Sie ihm keine Spielzeug-Überdosis verpassen. Spielsachen, mit denen nicht gespielt wird, können Sie erst einmal getrost verstauen und in ein paar Wochen wieder gegen andere Dinge eintauschen. 

5. Spielzeug sorgfältig auswählen

Überlegen Sie sich gut, was Sie Ihrem Kind kaufen möchten und wählen Sie im Geschäft sorgfältig aus. Lassen Sie sich nicht von dem überdimensional großen Angebot irritieren oder gar einschüchtern. Kinder, gerade Kleinkinder, brauchen gar nicht viel Spielzeug. Bleiben Sie Ihren Prinzipien treu, aber folgen Sie dabei keinem Dogma. 

Weitere Tipps um das richtige Spielzeug fürs passende Alter zu finden, bekommen Sie auf unserer Website: http://spielzeug-tipps.com/

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