Taschengeld: Der Weg in die Selbstständigkeit für den Nachwuchs

Die Gewährung von Taschengeld ist eine sinnvolle Maßnahme, um Kinder auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten. Mit einem bestimmten monatlichen Betrag lernen die Kinder, den Wert des Geldes einzuschätzen und die eigenen Ausgaben entsprechend zu steuern. Umfragen haben ergeben, dass rund 60 Prozent aller Kinder zwischen neun und 13 Jahren ihr Geld für Süßigkeiten ausgeben. Weit oben auf der Wunschliste stehen darüber hinaus das Aufladen der Prepaid-Handykarte, der Kauf von Spielen für diverse Konsolen und die Anschaffung von elektronischen Geräten wie MP3-Player. Insbesondere kostspielige Anschaffungen, die den monatlichen Taschengeldbetrag übersteigen, setzen Sparsamkeit und effizientes Wirtschaften voraus. Wollen sich die Kids Wünsche dieser Art erfüllen, müssen zwangsläufig andere Ausgaben zurückgefahren werden.

Wie viel Taschengeld ist in welchem Alter angemessen?

Über die Frage, wie viel Taschengeld mit 14 Jahren zahlen, oder in welchem Alter ist welches Taschengeld angemessen, lassen sich keine pauschalisierten Aussagen treffen. Natürlich spielt die finanzielle Situation der Eltern eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung über den monatlichen Betrag. Verfügen Mutter und Vater nur über ein geringes Einkommen, fällt das Taschengeld für die Kinder geringer aus als in gut situierten Haushalten, weil die Kapazitäten nicht vorhanden sind. In diesem Fall ist es sinnvoll, mit dem Nachwuchs die Situation zu besprechen und Verständnis für die Lage zu wecken. Generell sollten Kinder einen monatlichen Betrag erhalten, der dem Alter des Nachwuchses angemessen ist. Er darf nicht zu hoch liegen, damit materielle Wünsche nicht augenblicklich in die Tat umgesetzt werden können. Deutsche Jugendämter haben Richtwerte empfohlen, die sich am jeweiligen Alter der Kids orientieren. Für Kinder unter 14 Jahren sieht die Tabelle einen Betrag von 4 bis maximal 20 Euro im Monat vor. Die Empfehlungen für Kinder im Alter von 14 Jahren liegen um die 25 Euro monatlich.

Beratung und Kontrolle durch die Eltern

Das Taschengeld steht den Kindern für persönliche Ausgaben zur Verfügung. Der monatliche Betrag sollte nicht als Erziehungs- und Druckmittel eingesetzt werden und somit eine Belohnung oder Bestrafung darstellen. Bekleidung, Nahrungsmittel und Schulmaterialien müssen vom Taschengeld grundsätzlich nicht bezahlt werden. Allerdings hat es sich in der Praxis bewährt, wenn mit den Kindern über die Ausgaben gesprochen und im Idealfall gemeinsam beschlossen wird, welche Anschaffungen sinnvoll sind und welche Ausgaben vermieden werden können. Gibt der Nachwuchs das Taschengeld regelmäßig zu schnell aus, muss in der Familie über die Ursachen diskutiert werden. Das vorschnelle Anheben des monatlichen Betrages ist in diesem Fall keine Lösung.

Sparschwein oder Sparbuch animieren zum Sparen

Eine wirkungsvolle Methode, jüngere Kids zum Sparen zu animieren, bietet ein Sparschwein. Bleibt am Monatsende ein Überschuss vom Taschengeld, wird der Betrag konsequent in das Sparschwein gezahlt. Dieses verbleibt im Kinderzimmer, sodass die Kids nicht das Gefühl haben, das Ersparte sei für sie verloren. Ältere Kinder können zum sparsamen Umgang mit dem Taschengeld durch die Einrichtung eines Sparbuches animiert werden, auf dem der Restbetrag am Monatsende eingezahlt wird.

Autor seit 3 Jahren
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