Problemfall Druckkopf:

Liegt das Problem der fehlerhaften Ausdrucke am Druckkopf, so kann dieser mit ein paar leichten Handgriffen ausgetauscht werden. Bei einem Tintenstrahldrucker ist dies je nach Modell und Marke auch kein Hexenwerk. 

Hier eine kleine Anleitung zum Austausch des Druckkopfes: 

Zunächst muss das Gerät eingeschaltet werden, evtl. wird auf dem Display nun eine Fehlermeldung angezeigt. Da ich davon ausgehe, dass das Problem bereits erkannt wurde, ist diese nicht weiter von Bedeutung.

Anschließend wird die Klappe hinter der sich die Druckerpatronen befinden, geöffnet. Bei den meisten Tintenstrahl-Druckern fährt der Druckkopf nun automatisch in die Mitte der Laufschiene. jetzt entfernt man alle Tinten-Patronen.

Anschließend löst man den Druckkopf gemäß Ein- / Ausbauanleitung. Sehr oft geschieht das mit einem Hebel, unter dem sich die Patronen normalerweise befinden. Dieser muss geöffnet werden, damit der Druckkopf gelöst wird.

Im Anschluss daran kann der defekte Druckkopf vorsichtig herausgehoben werden. Ggf. sind Steuerleitungen noch abzuziehen. Achten Sie darauf, die Kontakte nicht mit den Fingern zu berühren. 

Nun nehmen Sie den neuen Druckkopf zur Hand und setzen ihn gemäß Anleitung ein. Bei praktisch allen Markenherstellern wird eine Einbauanleitung mitgeliefert.

Bildnachweis Teaserbild: Clcker / Ocal

Lohnt sich der Aufwand? Entscheidungskriterium "Preis":

Je nach Modell und Marke entstehen für die Anschaffung eines neuen Druckkopfes Kosten 
in Höhe von 40,00 € - 150,00 €.  Diese Preisspanne bezieht sich auf gängige Modelle, wie sie in den deutschen Haushalten und kleinen Büros vorkommen. Bei Profidruckern kann dies auch teurer sein.

Nun ist abzuwägen ob die Neuanschaffung eines Druckers nicht preisgünstiger wäre. Falls die Gewährleistung und eine eventuelle Hersteller-Garantie sowieso abgelaufen und das Gerät doch schon etwas älter ist, ist es wahrscheinlich zu empfehlen einen neuen Tintenstrahldrucker zu kaufen. Dies ist dem für technisch Ungeübte doch etwas aufwendigen Austausch des Druckkopfes vorzuziehen.

Ansonsten muss man abwägen, in welchem Gesamtzustand der Drucker ist. Typischerweise altern beim Tintenstrahldrucker der Druckkopf und die Einzugswalzen. Letztere altern oft auch schneller, als bei Laserdruckern. Trotzdem haben diese auch bei billigen Druckern eine Lebenserwartung von 3-5 Jahren oder 40.000 Seiten - je nach dem, was zuerst eintrifft. Die schnellere Alterung der Walzen beim Tintenstrahldrucker wird meistens durch den unvermeidbaren Tintenantrag verursacht. Wenn die Walze mit Tinte verschmiert ist, haftet das Papier nicht mehr richtig und es wird schief eingezogen. 

Walzen kann man auch reinigen oder aufrauen. Bei einigen wenigen Modellen gibt es sogar Austauschsätze. Wenn dieses Problem jedoch zum defekten Druckkopf dazu kommt oder zumindest abzusehen ist, lohnt sich der Austausch des Druckkopfes meist nicht mehr.

Was ist bei Leasingverträgen?

Wer ein Leasing-Gerät besitzt, muss sich erst recht keine Gedanken machen, da der Austausch defekter Teile und die Reparatur des Gerätes meist vollständig vom Hersteller übernommen wird. Hier ist der Austausch auf eigene Faust sogar grundsätzlich zu vermeiden, da dies wahrscheinlich die Bedingungen des Leasingvertrages verletzt.

Fazit:

Vor Anschaffung eines Tintenstrahldruckers sollte man sich bereits über eventuelle Kosten für Ersatzteile bzw. kleinere Reparaturen beim Hersteller direkt oder im Internet informieren, um unerwarteten Zusatzkosten bei Störungen, die im Laufe der Zeit durch Abnutzung entstehen können, vorzubeugen.

Hier lohnt es sich, Erfahrungsberichte über Drucker zu lesen.

Über den Autor dieses Artikels: Peter Dreuw

profkm, am 28.03.2012
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Bildquelle:
samscreatives (Mac Pro 3.1 zerlegen und reinigen)

Autor seit 5 Jahren
70 Seiten
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