VServer oder Root Server - Welcher Servertyp ist am besten für mich geeignet?

Bei einem dedizierten Server steht eine echte Hardware die in einem Rechenzentrum gehostet wird. Auf diesem dedizierten Server hat der Kunde den vollen Root-Zugriff und kann darüber hinaus auf dem System auch jede Software, die benötigt wird, manuell installieren. Daher werden dedizierte Server auch als Root Server bezeichnet. Als "Root" ist der Admin zu verstehen. Die Root Server basieren meist auf Linux Betriebssystemen, wo der Admin nicht nur Zugriff, sondern sämtliche Berechtigungen hat und somit die komplette Kontrolle über den dedizierten Server. Server Hosting-Anbieter, bei denen Kunden einen Server mieten können, übernehmen keine administrativen Aufgaben. Der Hosting-Anbieter ist nur für Wartung und Reparatur der Hardware im eigenen Rechenzentrum verantwortlich. Für alle anfallenden administrativen Aufgaben an der Hardware und der Software für Sicherheit, Backup und Konfiguration ist der Admin des Root Servers allein verantwortlich. Gerade deshalb sind Root Server eher für technisch versierte Nutzer sinnvoll. 

Die meisten Kunden mieten einen dedizierten Root Server. Vorteil ist hierbei, dass nur der Kunde allein Zugriff auf diese Hardware hat. Er kann so die maximale Leistung sowie die verfügbaren Ressourcen des Rechners, wie den Prozessor oder besser die Prozessoren, den Arbeitsspeicher und die Festplatten allein ausnutzen. Durch die alleinige Nutzung ist der Preis eines dedizierten Servers höher als ein normales Hosting-Paket. Günstige Root Server gibt es schon ab 30,‑ Euro pro Monat. Zusätzlich fällt teilweise eine einmalige Einrichtungsgebühr an. Bei einem Managed Root Server übernimmt der Hosting-Anbieter einen Rundum-Service und kümmert sich um Einrichtung, Betrieb und Sicherheit des Serversystems. Dementsprechend sind die Kosten für einen Managed Server nochmals leicht höher.

Bei einem vServer handelt es sich dagegen um einen virtuellen Server. Es gibt eine physische Hardware, welche aber mit mehreren Kunden virtuell geteilt wird. Es ist also ein dedizierter Server, der in einzelne virtuelle Server aufgeteilt wird. Dies erfolgt über eine sogenannte Virtualisierungssoftware. Der Kunde erhält vollen Root-Zugriff auf seinen vServer, jedoch kein Zugriff auf die gesamten Hardware des Rechners. Die Hardware des eigentlichen physikalischen Servers wird zwar als vServer Host bezeichnet, doch die einzelnen virtuellen Server laufen zeitgleich und nebeneinander auf ein und derselben Hardware. Dadurch kann der Kunde nur die ihm zugeteilte Leistung in Anspruch nehmen und nicht wie beim dedizierten Server auf die vollen Ressourcen des Servers zurückgreifen. Vorteil von einem vServern ist, dass sich diese zwar wie Root-Server eigenständig verwalten lassen und eine eigene IP-Adresse besitzen, aber eine wesentlich höhere wie komfortablere Flexibilität besitzen. Dank virtueller Server ist ein schneller Umstieg auf leistungsfähigere Hardware und auch das Verlagern der unterschiedlichen vServer auf eine andere Hardware möglich. Darüber hinaus haben diese einen Preisvorteil und sind somit die günstige Alternative zu dedizierten Root Server. Nachteil ist, dass die Leistung und Ressourcen des Servers geteilt werden und somit je nach Auslastung eine eingeschränkte maximale Performance zur Verfügung steht. Egal für welchen Server sich Kunden entscheiden, vorab sollten die Angebote und Leistungen genau miteinander verglichen werden. Fast alle Hosting-Anbieter haben außerdem auch Testsysteme oder eine 30 Tage Geld zurück Garantie.

Wer einen vServer oder Root Server mieten möchte kann sich unter der Website http://www.server-tarife.de über Angebote der großen Hosting-Provider informieren und Preise sowie Leistungen vergleichen. 

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Root Server

  • Performance/Geschwindigkeit - sehr hoch
  • Sicherheit - hoch
  • Ausfallrisiko - gering
  • Aufwand - erhöht
  • Kenntnisse - Linux von Vorteil
  • Mobilität - relativ gering
  • Kosten - erhöht

vServer

  • Performance/Geschwindigkeit - ausreichend
  • Sicherheit - ausreichend
  • Ausfallrisiko - erhöht
  • Aufwand - gering
  • Kenntnisse - Web-Admin Dienste
  • Mobilität - hoch
  • Kosten - relativ günstig

 

Fazit: Root-Server oder vServer mieten

Letztendlich kommt es darauf an, für welche Anwendung oder Bedarf ein Server genutzt werden soll. Soll eine professionelle Website erstellt, über den Server rechenintensive Programme laufen, dieser als Kommunikationsplattform oder zur externen Datensicherung verwendet werden.

Gerade für kleine bis mittelgroße Projekte ist oft eine leistungsstarker vServer die bessere und günstigere Wahl. Für echte IT-Profis bietet sich dagegen eher ein eigener dedizierten Root-Server an, auf dem individuelle Datenbanken und Programme administriert werden können und die maximale Leistung garantieren.

Autor seit 2 Jahren
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