Vorteile für die Ernährung - Vitalstoffgehalt - Pestizidgehalt - Immunsystem

Bio - Produkte bieten ein großes Plus an lebensnotwendigen Inhaltsstoffen. Auf Grund der "sanften" Verarbeitung und Frische enthalten diese Lebensmittel größere Anteile an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen als konventionelle Ware. Bis zu 50 Prozent höhere Werte finden sich bei den sekundären Pflanzenstoffen, hier besonders bei den Carotinoiden, Saponinen und Polyphenolen. Diese Substanzen spielen in der Prävention von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Sie schützen den menschlichen Körper, indem sie sogenannte freie Radikale bekämpfen. Diese sind in der Lage die DNA einer Zelle zu verändern. 

Pestizidrückstände sind in Bio-Produkten Mangelware. Pestzide dürfen nicht eingesetzt werden und finden sich höchstens über externe Umwelteinflüsse in den Lebensmitteln. Diese können Einfluß auf das Hormonsystem nehmen und lösen im Extremfall chronische oder psychische Erkrankungen aus. Über den Synergieeffekt (die Summe vieler Pestizide) können Schadstoffe auf das Zigfache potenziert werden. 

Synthetische, also künstliche Stoffe, gibt es in konventionellen Lebensmitteln in Hülle und Fülle. Einige von diesen Substanzen sind für den menschlichen Organismus schädlich. Hierbei wird in erster Linie das Immunsystem, die äußere Verteidigungsabwehr, in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge ist das gehäufte Auftreten von Allergien. Bio-Produkte haben auch hier die Nase vorn. Im Produktionsprozeß dürfen in der Regel keine synthetischen Mittel wie Süßstoffe, Konservierungsmittel ode Geschmacksverstärker zum Einsatz kommen, sodass ein allergenes Risiko minimiert wird. 

Vorteile für Umwelt und Soziales - Ökologie - Artenvielfalt - Arbeitsplätze

Lebensmittel aus biologischer Produktion bieten auch hier einiges an Vorteilen. Während der Herstellung werden weniger Rohstoffe und Energie benötigt. Auch Abfallprodukte wie Fäkalien, überschüssiges Kohlendioxid oder Methangase im Rahmen der Massentierhaltung fallen bei Bio-Produkten in geringerem Ausmaß an. Außerdem werden die Materialien soweit möglich wieder in einem geschlossenen Kreislauf zurückgeführt.

Insbesondere Lebensmittel, die über den ökologischen Landbau erzeugt werden, tragen  zum Erhalt der Artenvielfalt bei. So werden auf Bioäckern erheblich mehr Pflanzenarten gefunden, darunter auch seltene Exemplare, die bereits auf der Roten Liste stehen, also vom Aussterben bedroht sind. Auch die Tierwelt wie Vögel oder die seltenen Fledermäuse profitieren von dieser Anbauweise. Ökologisch orientierte Landwirte legen - soweit Flächen vorhanden sind - vermehrt Kleinbiotope an. Als besonders wertvoll gelten hier Hecken und Feldraine. Hier können nicht nur Vögel nisten bzw. Igel einen Tagesschlafplatz finden - solche Mini-Reservate führen zur Entwicklung von Tierarten, die Pflanzenschädlingen den Garaus machen können - ein wichtiger Beitrag zum biologischen Pflanzenschutz. 

Bio-Produkte schaffen Arbeitsplätze. Allein diese Branche beschäftigt inzwischen einige hunderttausend Menschen, davon viele in strukturschwachen Regionen. Biobetriebe, insbesondere die ökologische Landwirtschaft, benötigt rund ein Drittel mehr Beschäftige als der konventionelle Landbau.

Bio - Produkte und deren Siegel

In Deutschland existiert von staatlicher Seite das Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen Produkte gemäß den Vorgaben des Öko-Kennzeichengesetzes produziert und kontrolliert werden. Verstöße können mit Geldstrafen oder in Ausnahmefällen mit Freiheitsstrafen geahndet werden.

Eine Übersicht zu den Vorgaben und Bedingungen:

  • sollten Produkte aus verschiedenen Zutaten bestehen, müssen mindestens 95% aus dem ökologischen Landbau stammen
  • Zusatzstoffe sind nur begrenzt erlaubt
  • der Einsatz von Gentechnik ist verboten
  • Pestizide und bestimmte mineralische Düngemittel dürfen nicht eingesetzt werden
  • artgerechte Tierhaltung mit entsprechenden Freilaufflächen wird vorrausgesetzt
  • wichtig ist eine Transparenz bei der Herstellung und Verkauf von Bio-Produkten
  • die Codenummer der zuständigen Kontrollstelle muß auf dem Produkt erkennbar sein
  • die Kontrollen finden mindestens einmal jährlich statt 

Seit Mitte 2010 existiert zusätzlich das EU-Bio-Logo - ein stilisiertes Blatt. Mit diesem Siegel werden in der EU produzierte Biolebensmittel gekennzeichnet und vermarktet. Die Vergabekriterien sind mit dem deutschen Enblem zu vergleichen. Traditionelle Marken wie Demeter und Bioland gibt es auch heute noch. Hier liegen die Vergabekriterien noch über dem EU-Standard.

Ashlie, am 27.03.2012
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