Die beste Lösung: die Löschung des SCHUFA-Eintrages beantragen.

Wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, sollten Sie versuchen, den SCHUFA-Eintrag löschen zu lassen. Dazu muss natürlich zunächst die Angelegenheit komplett geklärt werden, die zu dem Eintrag geführt hat. Wenn es nur eine offene Rechnung war, sollte man immer versuchen, diese zu begleichen oder sich auf eine Ratenzahlung zu einigen.

Der Eintrag wird übrigens normalerweise erst nach zwölf Monaten gelöscht. Um die Löschung zu beschleunigen, muss ein entsprechender Antrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt werden. Aber selbst dann muss man damit rechnen, mehrere Monate auf die Löschung zu warten.

Schlimmer sieht es aus, wenn der Eintrag ungerechtfertigt war. Das ist tatsächlich gar nicht so selten der Fall! Das Problem ist, dass Sie in diesem Fall die Beweislast tragen. Sie müssen sich einen Anwalt nehmen und gegen den SCHUFA-Eintrag klagen. Es versteht sich von selbst, dass eine solche Klage langwierig und teuer ist.

Alle wichtigen Informationen zur Löschung können Sie hier bei der Verbraucherzentrale Bremen lachlesen.

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch über einen Kredit bei Ihrer Hausbank

Sind Sie schon lange Kunde bei Ihrer Hausbank? In diesem Fall ist Ihre Bank die erste Anlaufstelle. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin und stellen Sie Ihre Situation offen und ehrlich dar. Es ist nicht unbedingt wahrscheinlich, aber durchaus möglich, dass Ihre Bank Ihnen doch einen Kredit gewährt. Das wird bei einem SCHUFA-Eintrag nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, aber man sollte es auf jeden Fall versuchen. Ganz sicher kommt es hierbei auch darauf an, wofür der Kredit benötigt wird. Eine Immobilienfinanzierung ist für die Banken beispielsweise weniger risikoreich als ein typischer Konsumkredit (zum Beispiel für ein Auto oder eine Reise) oder für eine Geschäftseröffnung. Denn schließlich hat die Bank bei einem Immobilienkredit immer die Immobilie als Gegenwert.

Wenn Sie einen Bürgen für Ihren Kredit finden können, stehen die Chancen sogar noch besser. Ähnlich sieht es aus, wenn andere Sicherheiten wie zum Beispiel eine Lebensversicherung, eine Immobilie oder Wertpapiere vorgewiesen werden können.

 

Schweizer Kredit trotz negativer SCHUFA?

Im Internet finden Sie viele Seiten, die mit einem Kredit ohne SCHUFA Anfrage werben. Es gibt viele Kredite dieser Art wie beispielsweise den Schweizer Kredit oder verschiedene Privatkredite. Der Schweizer Kredit wird immer wieder als seriös bezeichnet. Seriös bedeutet in diesem Fall aber nur, dass es sich nicht um einen Betrug handelt. Kreditgeber, die Ihnen trotz negativem SCHUFA-Eintrag Geld leihen, tun dies natürlich nicht uneigennützig. Im Gegenteil, die Notsituation des betroffenen Verbrauchers wird hier ausgenutzt. Rechnen Sie damit, dass die Zinsen extrem hoch sind. 15 % Zinsen auf einen Schweizer Kredit sind tatsächlich keine Seltenheit. Ob dies nun noch als "seriös" zu bezeichnen ist?

Die Argumentation der Banken ist übrigens fadenscheinig, denn es gibt keine Statistiken, die belegen können, dass Menschen mit SCHUFA-Eintrag häufiger von der Zahlungsunfähigkeit betroffen sind als Personen ohne Eintrag.

Trotzdem sollten Sie es mit einem Privatkredit versuchen, denn es kommt auf den Einzelfall an, wie hoch die Zinsen wirklich ausfallen. Wenn die Kreditsumme klein ist oder Sie weitere Sicherheiten wie einen Arbeitsvertrag nachweisen können, kann diese Form tatsächlich eine Möglichkeit sein. Lassen Sie sich von verschiedenen Banken ein Angebot unterbreiten. Für Ihre erste Recherche können Sie einen Kreditvergleich aus dem Internet heranziehen wie beispielsweise die Seite privatkredit123.com.

Angela Michel

 

Autor seit 6 Jahren
1027 Seiten
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