So entlarven Sie Betrugsmails

Kaum eine betrügerische Mail ist so perfekt, dass man sie nicht erkennen kann. Kleine, oft unscheinbare Merkmale geben Hinweis darauf, dass mit einer Mail etwas nicht stimmt:

  • Werden Sie bei der Mail nicht mit Ihrem Namen angesprochen, kann das ein Hinweis auf Spam sein. Meistens beginnen dann die Schreiben mit "Lieber Kunde" oder "Sehr geehrter Vertragsnehmer". Manchmal werden Sie auch nur mit Vornamen angesprochen. Wenn Ihnen das unseriös erscheint, sollten Sie skeptisch werden.
  • Oft sind im Text Fehler in Rechtschreibung, Grammatik oder Ausdruck. Dies geschieht, weil diese Betrugsmails oft aus dem Ausland kommen und der Täter keine oder wenig Deutschkenntnisse hat. Ein Beispiel aus einer Mail, die ich letztens bekommen habe: "Wir regelmäßig alle Vorgänge im ΡауΡаl, Im Rahmen unserer Sicherheitsmaßnahmen prüfen. ... Vitte folgen Sie den unten gennanten Seite Um sich einzuloggen..." PayPal hätte mir wohl kaum solch einen Text geschrieben.
  • Viele Betrugsmails enthalten einen Link, dem Sie folgen sollen. Gerade bei gefälschten Bank-Mails werden Sie aufgefordert, einen Link anzuklicken und dort Ihre Daten einzugeben. Die Seite, auf die Sie kommen sieht häufig täuschend echt aus, ist aber eine Fälschung, um an Ihre Kontodaten und Passwörter zu kommen - Phishing nennt sich das. Aber auch andere Mails enthalten Links, bei denen Sie misstrauisch sein sollten. Wenn Sie mit Ihrer Maus darauf zeigen, sehen Sie unten links, wohin dieser Link sie führt. Der Weg sollte dann nicht aus lauter Sonderzeichen bestehen, sondern aus sinnvollen Worten.
  • Ein weiterer Hinweis kann sein, wenn zum Schluss nur ein Gruß ohne Namen geschrieben wird oder das Impressum fehlt.
  • Wenn Sie mit Ihrer Maus auf die E-Mail-Adresse des Absenders gehen, sehen Sie die richtige Adresse, die so nur von einem Namen verdeckt ist. Um das Beispiel von der PayPal-Mail zu nehmen: Es stand als Absender "service@intl.paypal-de" als ich mit der Maus daraufging stand folgende Adresse dahinter: "jean.mullanu@bbox.fr" Das ist eindeutig eine Privatadresse, bei Paypal würde natürlich eine Adresse vom Kundenservice dastehen.
  • Hat die Mail einen Anhang, sollte dieser, wenn möglich im PDF-Format sein. Besonders auffällig sind Zip-Datein, die Ihnen einen Virus, Trojaner oder anderes auf den Computer spielen können.

Alle diese Punkte sind Hinweise, die sie skeptisch machen sollten. Überlegen Sie auch, ob es denn sein kann, dass sie etwas bestellt haben; eine Rechnung vergessen haben zu bezahlen oder auch andere Ansprüche in dieser Mail stimmen können.

So sollten Sie mit betrügerischen Mails umgehen

Wenn Sie sich sicher sind, eine Betrugsmail vor sich zu haben, aber auch wenn Sie skeptisch sind, sollten Sie folgendes beachten:

  •  Klicken Sie auf keinen Fall auf einen enthaltenen Link. Dieser führt entweder zu einer Seite, die Ihnen einen Virus oder ähnliches verpassen kann. Oder bei Bankmails dienen die Links dazu, um an Ihre Daten zu kommen.
  • Sollte die Mail einen Anhang haben, öffnen Sie diesen nicht. Auch von hier können Sie Trojaner oder andere schädliche Software auf Ihren Computer gespielt bekommen.
  • Antworten Sie nicht auf die Mail und schreiben Sie auch nicht die E-Mail-Adresse an. So zeigen Sie, dass Sie die Mail auch bekommen haben und bleiben für die Täter interessant.
  • Am Besten Sie schieben die Mail in den Spam- oder Junkordner und löschen es von dort aus. So sortiert Ihr Mail-Programm diesen Absender in Zukunft aus.
  • Bei Betrugsmails, die angeblich von PayPal stammen, können Sie diese an spoof@paypal.de weiterleiten. Dort wird die Mail überprüft und Ihnen geschrieben, wie Sie weiterverfahren sollten.

Sollten Sie Zweifel haben, suchen Sie im Internet den angeblichen Namen der Firma. Hilfreich kann es sein, wenn Sie zusätzlich das Wort "Betrug" dazuschreiben. Ich hatte mal ein Schreiben von der Media Mediathek AG bekommen. Die Recherche im Internet ergab, dass es diese Firma nicht gibt.

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