Die Geschichte von Bier

Bayern ist es, das immer wieder beansprucht, das Heimatland des flüssigen Brotes zu sein, doch ist das auch wahr?

Wohl eher nicht. Bier gab es nämlich schon lange bevor es Bayern gab. Im alten Ägypten lließ man halbfertiges Brot mit Wasser vergären woraus etwas ähnliches wie das heute bekannte Bier entstand. Auch im alten Rom war das sogenannte Cervisia schon bekannt, aber als Getränk der Barbaren angesehen und daher innerhalb Roms nicht besonders beliebt.

Die Bayern und ihr Bier

Bier - Wie wirds gemacht?

Aus der Gerste wird zuerst das notwendige Malz hergestellt, das dann mit warmen Wasser vermischt zur sogenannten Maische wird. Dazu kommt dann noch der Hopfen und eine angesetzte Hefekultur, um den Gärprozess einzuleiten. Dabei wird zwischen obergärig - die Hefe vergärt bei circa 18 bis 24 Grad - und untergärig - Vergärung bei acht bis 14 Grad - unterschieden.

Das ist eine sehr verkürzte Erklärung, da noch viele weitere Schritte beim Bierbrauen notwendig sind, wie zum Beispiel das Läutern, bei dem die Würze vom Malztreber getrennt wird und das Ausschlagen. Hierbei werden geronnenes Eiweiß und Ausschlagwürze voneinander getrennt.

kessel zum bierbrauen

Bier selber brauen - Geht das?

Vorweg gleich mal: Ja, das geht. Allerdings darf man natürlich nur für den Eigengebrauch Bier herstellen und auch nicht mehr als 200 Liter im Jahr. Braut man nämlich mehr als 200 Liter, muss man Biersteuer abführen, die aus der Stammwürze und der Menge abgeleitet und berechnet wird.

Zudem muss man beim Zollamt anmelden, dass man Bier brauen möchte. Aber kein Grund, jetzt zu erschrecken. Der Antrag kann ganz formlos gestellt werden und muss nur Name, Anschrift, Menge und Stammwürze des Bieres, das hergestellt wird, angeben. Es muss danach auf keine Antwort gewartet werden, da die Erlaubnis sofort nach Einreichen des Antrags erteilt ist. Also kein Bürokratie-Wahnsinn, sondern recht unkompliziert.

Somit ist es kein Problem, das eigene Bier zu brauen, wenn man weiß wie es geht. Für jemanden, der das noch nie gemacht hat, ist ein Set, das alles benötigte beinhaltet, sehr empfehlenswert, da so sichergestellt ist, dass alles da ist, was man braucht. Außerdem liegt einem solchen Set auch eine Anleitung bei, um es auch Anfängern so leicht wie möglich zu machen, das eigene Bier zu genießen.

So braut man ganz einfach das erste eigene Bier
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Biersorten und ihre Namen - Helles, Starkbier, Weißbier, dunkles Bier, Kölsch - was ist das alles??

Man kann die Biersorten entweder aufgrund ihres Stammwürzegehalts oder anhand der verwendeten Hefe in verschiedene Gruppen unterteilen.

Der Stammwürzegehalt wird in Deutschland in folgende Gruppen unterteilt, beginnend von der Sorte mit wenig Stammwürzegehalt bis zur Sorte mit dem größten Stammwürzegehalt: Einfachbier, Schankbier, Vollbier, Starkbier. Letzteres wird vor allem in der Fastenzeit stark konsumiert, dazu unten mehr.

Zu den obergärigen Biersorten zählen unter anderem das Weißbier, das Altbier, die Gose, das Kölsch, Haferbier, Weizenbier, Porter und Emmerbier.

Die bekanntesten untergärigen Biersorten sind Helles, Lagerbier, Märzen, Pils, Schwarz- und Rotbier.

Weitere Biersorten sind das alkoholfreie Bier, das interessanterweise erst seit 2006 wirklich alkoholfrei ist und vorher noch immer eine kleine Restmenge Alkohol enthielt und Biermischgetränke wie Radler oder auch Bier, das etwas Tequila enthält.

Ein dunkles Bier

Das Allheilmittel Bier - Wie gesund ist es wirklich?

Ein bekanntes Hausmittel gegen Erkältungen und teilweise auch Magenbeschwerden ist tatsächlich Bier. Wer jetzt vor Freude ein plötzliches Kratzen im Hals verspürt, sollte aber noch kurz weiterlesen. Denn das Bier muss warm sein um seine Wirkung zu entfalten. Will man das Hausmittel richtig ausführen, schlägt man noch ein Ei in das Bier. Da wird so mancher ganz plötzlich doch wieder gesund.

Ist Bier gesund?

Macht Bier dick?

Der weltberühmte Bierbauch scheint deutlich darzustellen, dass Bier dick macht. Das stimmt aber nicht. Ein nach dem deutschen Reihnheitsgebot gebrautes Bier enthält nur Hefe, Malz, Hopfen und Wasser, ist also tatsächlich eher gesund.

Der Bierbauch hat aber trotzdem was mit dem Bier zu tun. Bier fördert nämlich den Appetit. Da langt man dann gerne besonders stark zu, was zum bekannten Bierbauch führt. Somit hat das Bier schon seinen Anteil am Zunehmen, doch mit etwas Disziplin, sollte man dem Drang nach Essen schon widerstehen können, ohne auf den geliebten Gerstensaft verzichten zu müssen.

Wer ist der größte Bierliebhaber auf der Welt?

Niemand von den oben genannten. Zwar verbraucht Deutschland mengenmäßig am meisten Bier, doch beim pro-Kopf-Vergleich, der in diesem Falle wesentlich sinnvoller ist, sieht die Sache schon ganz anders auch.

Pro Kopf trinken die Tschechen am allermeisten, genauer gesagt 154 Liter pro Person in 2010. Darauf folgt dann Österreich mit 108 Liter pro Person und erst dann folgt Deutschland mit 107 Litern. Auch die Iren sind beim Biertrinken nicht zu unterschätzen. 2008 belegten sie noch den zweiten Platz vor Deutschland, fielen aber im Jahre 2010 auf den fünften Platz herab.

Europa liegt unangefochten ganz vorne beim Bierkonsum und hat kaum Konkurrenz aus den anderen Erdteilen zu erwarten. Denn niemand liebt das Bier so sehr wie die Europäer es tun.

Das stärkste Bier der Welt - Wo gibts das und schmeckt es überhaupt?

Den Rekord für das stärkste Bier der Welt hält - wie könnte es anders sein - ein Bayer. Der fränkische Braumeister stellt nur Bier her, das mindestens 13 Prozent Alkoholgehalt hat - das ist sein Markenzeichen. Übrigens heißen seine Biere Schorschbock. Sein persönlicher Rekord und damit auch der Weltrekord ist ein Bier mit 50 Prozent Alkoholgehalt, also das stärkste Bier der Welt. Allerdings stellte er nur eine überschaubare Anzahl an Flaschen dieses Bieres her und er ist sich auch noch nicht sicher, ob er das noch einmal tun wird. Eine solche Flasche kommt also auf stolze 200 Euro Preis.

Ein so starkes Bier kann nur mit einem speziellen Verfahren hergestellt werden, dem Eisbock-Verfahren. Da dies sehr aufwendig ist, gibt es Bier mit mehr als 13 Prozent nur sehr selten, die meisten Brauereien tun sich das nicht an.

Schmeckt das stärkste Bier der Welt? Es gibt Stimmen, die sagen, dass Bier mit sehr viel Alkoholgehalt überhaupt nicht schmeckt - je mehr Alkohol desto schlechter schmeckt es. Ob das stimmt, kann ich leider nicht sagen, da mir der Preis von 200 Euro schon etwas zu hoch ist für ein Bier. Da ist die Wiesn ja noch direkt billig dagegen. Wer es probieren möchte, kann den "Schorschbock" gerne kaufen und es mir dann verraten wie er schmeckt.

Bier

Warum Bier in der Fastenzeit?

Auf den ersten Blick wirkt es schon seltsam, dass man in der Fastenzeit auf so allerlei Genuss verzichten soll, das Bier aber - vor allem in Bayern - gerade zu dieser Zeit literweise getrunken wird. Es ist eigentlich auch unlogisch, da es alles andere als Verzicht ist, Bier zu trinken. Es gibt aber einen Grund, weshalb die Fastenzeit auch die Zeit des Biertrinkens ist.

Die Mönche, die ja oft Brauereien betrieben, waren sich vor langer Zeit nicht sicher, ob sie nun in der Fastenzeit Bier trinken dürfen oder nicht. Deshalb füllten sie einige Fässer ab und machten sich mit Eseln oder Wägen auf nach Rom. Während der Wanderung über die Alpen machten die Fässer natürlich einiges mit: Temperaturschwankungen und dauerndes Schütteln und Wackeln setzten dem Getränk stark zu. Die Mönche kamen also in Rom an, gaben dem Papst vom Bier zu trinken und fragten ihn, ob der Konsum dieses Getränks während der Fastenzeit erlaubt sei. Der Papst probierte das Bier und erlaubte den Mönchen es in der Fastenzeit zu trinken. Warum?

Ganz einfach: Das Bier war auf dem Weg nach Rom so durchgeschüttelt und immer wieder gewärmt und gekühlt worden, dass es in Rom angekommen einfach grauenhaft schmeckte. Der Papst dachte sich dann, wenn sie sowas in der Fastenzeit trinken, ist das mitnichten ein Genuss, sondern eher ein Akt der Buße. Wieso sollte er das Getränk also verbieten? So hat sich die Tradition des "Märznbierfestes" bis heute gehalten und vor allem in Bayern wird in der Fastenzeit fleißig Starkbier getrunken.

Bier - Das Gentränk in der Fastenzeit

Die beliebteste Biersorte - Welche Marke schmeckt am besten?

Die beliebtesten Biermarken der Deutschen sind vor allem Erdinger, Radeberger, Veltins, Paulaner, Hasseröder, Becks, Warsteiner und Augustiner-Bräu.

Die Top drei sind Bitburger, Krombacher und Platz eins besetzte im Jahre 2011 das Oettinger Bier mit 6,25 Millionen Hektolitern produziertem Gerstensaft. Besonders beliebt sind aber auch immer die Biere von regionalen Brauereien, die aber natürlichen keinen solch hohen Ausstoß produzieren können, da sie sich nur auf eine bestimmte Region beschränken.

Leckeres mit Biergeschmack - Bier geht doch immer oder?

Nicht nur Bier schmeckt nach Bier, sondern auch so manch anderes. Das beliebte Geträk gibt es also nicht nur in flüssiger Form, sondern bietet seinen Liebhabern noch viele weitere Arten und Wege Bier zu genießen. Einige besondere und interessante Produkte, die nach Bier schmecken, möchte ich euch hier vorstellen. Vielleicht ist ja was für Dich dabei.

Was passt alles zu Würstchen? Genau, Sauerkraut, Senf und Bier. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Das ermöglicht der Biersenf, der den Geschmack von Senf perfekt mit dem Bieraroma kombiniert.

Auch beim Grillen ist ein Bier absolutes Muss. Grillen und Bier, das ist die geballte Männlichkeit und kann mit einer Biersoße noch weiter aufgepeppt werden. Doch nicht nur zu herzhaften Steaks, auch in der gewöhnlichen Küche findet die Biersoße gerne Verwendung.

Leider nicht nach Bier schmeckt der nächste Artikel, dafür sieht er aber aus wie ein überschäumendes Glas Löwenbräu. Ein schokoladiges Geschenk für Bierliebhaber und solche, die Bier überhaupt nicht ausstehen können, aber dafür Schokolade umso mehr mögen.

Bier - des Deutschen liebstes Getränk hat eine lange Tradition und seine Beliebtheit hält seit Jahren an. Lassen wir uns überraschen, mit welchen neuen Kreationen und Bierprodukten uns die Brauer in Zukunft erfreuen!

Autor seit 6 Jahren
42 Seiten
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