Ohne Krimi geht es nicht - Spielregeln des Todes

Der Titel des Buches hat es in sich. Das Buch beinhaltet wirklich fabelhaft spannende, unterhaltsame und fesselnde Storys mehrerer Autoren. Lange Weile kommt beim Schmökern keineswegs auf. Das darf ich Ihnen versichern, denn ich weiß es sehr genau, schließlich habe ich zwar nicht alle - jedoch so einige der Storys in diesem Taschenbuch aus dem Community und More Verlag gelesen. Darüber hinaus aber, bin ich auch eine der Autorinnen, die im Rahmen eines Schreibwettbewerbs auserwählt wurde.  Mein "Krimi" ist eigentlich die Kurzfassung eines Thrillers, an dem ich schon lange Zeit nicht mehr gearbeitet habe. Doch ich möchte Ihnen hier eine kleine Kostprobe anbieten, um den Krimi-Fans Lust aufs Schmökern zu machen.

 

Ohne Krimi geht es nicht"Der Duft des Lavendels entspannt mich ungemein. Langsam tauche ich unter. Das Geräusch des Wassers klingt laut in meinen Ohren. Als ich wieder auftauche, brennt der Seifenschaum in meinen Augen. Mit geschlossenen Augen taste ich nach dem Handtuch. Meine Hand streift etwas Feuchtes, Fleischiges. Erstarrt halte ich inne, kneife meine brennenden Augen noch mehr zusammen.

Mein Herzschlag pulsiert, Panik befällt mich. Nochmals taste ich zu der Stelle, an welcher ich das Badetuch vermute. Diesmal spüre ich den kuschelweichen Frottee unter meinen Fingern.

Ich reibe meine Augen mit dem Tuch ab und öffne sie weit. Fieberhaft schaue ich mich im Bad um, doch kann nichts Ungewöhnliches entdecken. Mein Blick wandert zu der Stelle, an der das Handtuch soeben noch lag. Ich entdecke den Seifenschwamm, welcher nur wenig entfernt davon liegt und kichere hysterisch. Jetzt halte ich schon einen normalen Waschschwamm für etwas Fleischiges. Verwundert über meine eigenen Hirngespinste, schüttle ich den Kopf, lege das Handtuch zurück und lasse mich wieder ins Wasser gleiten.


Erneut schließe ich die Augen, versuche mich zu entspannen, als das Klappen der Badezimmertür mich hochschrecken lässt. Diese steht sperrangelweit offen und ich spüre den kühlen Luftzug, der aus dem Flur herein dringt. Gebannt sehe ich hin, doch nichts tut sich. "Yannick! Gina! Seid ihr das?" Rufe ich nach draußen, in der Hoffnung, eines der Kinder könnte nicht schlafen und hat Lust, mir einen Streich zu spielen. Alles bleibt ruhig. Doch mit meiner Ruhe ist es vorbei.

Ich steige aus der Wanne, trockne mich halbherzig ab, schlinge den Turban um den Kopf und schlüpfe in den Bademantel. Nicht besser wissend schnappe ich mir die große Schere aus dem Regal und gehe tapfer zur Tür. Der Flur liegt lang und leer vor mir. Die Türen der übrigen Räume sind alle geschlossen, doch die Wohnungstür steht einen Spalt offen und vom Hausflur dringt das Geräusch von trampelnden Schritten... "

Möchten Sie wissen, was passiert? Ich könnte es Ihnen verraten, aber ich möchte schließlich, dass Sie sowohl meine Story in der Anthologie lesen als auch die 17 weiteren Krimis und spannenden Geschichten. Die "Spielregeln des Todes" sind auch bei Amazon erhältlich.

 

KreativeSchreibfee, am 13.01.2011
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Asterix bei den Pikten – Rezension)

Autor seit 10 Jahren
314 Seiten
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