Bei dem Alkohol handelt es sich um ein Rauschmittel, dessen Wirkungen sich nicht nur im Vollrausch, sondern bereits zu Beginn des Konsums zeigen. Ob und wie sich der Alkohol auf den Körper auswirkt ist von Mensch zu Mensch verschieden. Unter anderem ist die Wirkung des Alkohols von der Statur, dem Körpergewicht und der Trinkgewohnheit abhängig. Auch kommt es darauf an, wie viel Du trinkst und was Du im Vorfeld zu Dir genommen hat. Über den Verdauungstrakt gerät ein großer Teil des Alkohols ins Blut. Das Suchtmittel ist laut unterschiedlicher Forschungen schädlich für den Körper. Ethanol, was die chemische Bezeichnung von Alkohol ist, wirkt als Zellgift.

 

Wo beginnt die Wirkung des Alkohols

Die Aufnahme des Alkohols beginnt bereits im Mund. Die dort gelegenen Schleimhäute ermöglichen dem Alkohol einen Eintritt in die Blutbahn. Von da aus geht es weiter in den Verdauungstrakt. Der Magen ist die erste Station. Über die Margenschleimhäute gelangt die Mehrheit des Alkohols in das Blut.

 

Wahrnehmung und Verhalten

Die Wahrnehmung und das Verhalten werden zunächst von dem Alkohol beeinflusst. Menschen, die Alkohol trinken fühlen sich beflügelt. Oftmals tritt zu Beginn ein Zustand der Entspannung ein. Der Alkohol muntert Dich auf und Du wirst gelassen. Mit zunehmendem Konsum steigt die Intensität der Wirkung an und Deine Konzentration lässt nach.

Die Wahrnehmung mit den Sinnesorganen ist beeinträchtigt. Du siehst Dinge nicht mehr so deutlich und Deine räumliche Wahrnehmung verschlechtert sich. So kannst Du unter anderem Abstände nicht mehr einschätzen und Objekte lokalisieren. Des Weiteren beeinflusst der Alkohol Dein Gehör.

Allgemein verstärkt der Alkohol die bestehende Empfindung und bringt mitunter starke Emotionen zum Ausdruck. Bist wütend, so lodert das Feuer der Wut mir steigender Promille auf. Selbes gilt für die Euphorie oder die Trauer.

Der Alkohol senkt die Hemmungen und stiftet den Betrunkenen zu "großen" Taten an.

 

Konzentrationsfähigkeit

Am Rande wurden bereits die Auswirkungen des Alkohols auf die Konzentrationsfähigkeit angesprochen. Diese äußern sich vor allem in einem fehlenden Fokus, der unter anderen bei Gesprächen deutlich wird. So fällt es Dir schwer sachdienliche Antworten zu geben und die Informationen Deines Gesprächpartners zu sortieren und auf diese zu reagieren.

 

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit oder besser gesagt die Verzögerung der Reaktionszeit ist charakteristisch für einen Rausch. Die Reaktionszeit sinkt von Glas zu Glas. Bereits bei kleinen Mengen Alkohol lassen sich die Veränderungen erkennen.

 

Motorik

Vor allem die Feinmotorik lässt bei Betrunkenen nach und mündet beinahe in eine kindliche Tollpatschigkeit. So scheinen für den Betrunkenen selbst kleine Aufgaben, wie das zuknöpfen einer Jacke, unmöglich.

 

Flüssigkeitshaushalt

Der Flüssigkeitshaushalt ist von dem Alkohol stark betroffen, den das Rauschmittel sättigt den Flüssigkeitshaushalt nicht, sondern er stiftet das Gegenteil an und nimmt dem Körper das Wasser. Die einsetzende Dehydrierung kostet den Trinkenden Energie. Schnell tritt das Gefühl der Erschöpfung ein.

 

Betäubung

Eine Alkoholmenge von zwei Promille aufwärts fordert den Zustand einer Betäubung, bis schließlich bei ungefähr drei Promille die komplette Betäubung einsetzt und der Betroffene das Bewusstsein verliert und in einem lebensbedrohlichen Zustand schwebt.

 

Erbrechen und Verdauungsbeschwerden

Der Alkohol fordert die Verdauungsorgane heraus und duelliert sich mit ihnen. Nicht selten übersäuert er den Magen und es kommt zum Erbrechen. Aber nicht nur das Erbrechen, sondern auch weitere Verdauungsbeschwerden können aus dem Alkoholkonsum resultieren. Die vermehrte Bildung der Magensäure führt beispielsweise zu den Beschwerden im Verdauungstrakt.

 

Leber

Die Leber ist zu großen Teilen an der Entgiftung beteiligt. Die Enzyme der Leber leisten ihre Arbeit und spalten das Ethanol in Essigsäuren und Kohlenstoffdioxid. Während des Vorgangs entsteht das vorläufige Produkt Acetaldehyd, das für seine negativen Auswirkungen auf die Zellen der Schleimhäute bekannt ist. Gleichzeitig entsteht während des Abbaus Fettsäure, die sich in der Leber anlagert und im schlimmsten Fall zu einer Fettleber führen kann. Tritt der Zustand der Verfettung ein, nimmt die Funktionsfähigkeit der Leber ab und eine Leberzirrhose kann eintreten. Ist die Funktionsfähigkeit der Leber beeinträchtigt. Die daraus resultierenden Schäden sind oftmals endgültig.

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