Wer an Andy Warhol denkt, denkt meist auch gleich an Stars aus der Film- und Musikbranche, welche der Künstler zu Lebzeiten auf die Leinwand brachte. Vor allem seine Siebdruck Kunst, in denen er seine Motive in unterschiedlichen Farbvarianten darstellte, sind weltbekannt. Wahrlich ist Andy Warhol eine Ikone der Pop-Art. Doch neben seiner Tätigkeit als Maler und Illustrator war der bedeutende Künstler auch Grafikdesigner, Filmemacher und Verleger. Selbst an Musikproduktionen war er einst beteiligt.
Während einer Bettlägerigkeit entdeckte Andy Warhol die Leidenschaft zur Kunst

Als Sohn einer armen Bauernfamilie russinischer Herkunft, wurde Andy Warhol (eigentlich Andrej Varchola, amerikanisiert Andrew Warhola) am 6. August 1928 in Pittsburgh geboren. Seine Leidenschaft zur Kunst entdeckte der Pop-Art Künstler im Alter von 8 Jahren, als er aufgrund eines Nervenzusammenbruches in Kombination mit einer Pigmentstörung für längere Zeit bettlägerig war. Zunächst interessierte sich Andy Warhol für Comics und Kinofilme, bis er dann anfing, selbst zu zeichnen.
Andy Warhol studierte Gebrauchsgrafik

Sein Gebrauchsgrafik Studium absolvierte Andy Warhol am Carnegie Institute of Technology – heute Carnegie Mellon University – in Pittsburgh. Nach dem abgeschlossenen Studium, entschloss sich der Maler und Designer, nach New York zu ziehen. Schließlich würde sich hier Geld verdienen lassen, da in dieser Metropole Kunst und Werbung gefragt war.
Andy Warhol war einer der bestbezahltesten Werbegrafiker

Anfangs noch, nahm Andy Warhol nur gelegentlich Arbeiten als Werbegrafiker an, dekorierte zudem Schaufenster und verkaufte Obst auf der Straße. Doch schon Ende der 1950er war der Pop-Art Künstler so gefragt, dass er in Manhattan zu den bestbezahltesten Grafikdesignern gehörte.
Die künstlerische Laufbahn war für Andy Warhol wichtiger

Trotz der gut bezahlten Aufträge, entschied sich Andy Warhol dazu, eine rein künstlerische Laufbahn einzuschlagen, wobei er sich fast immer auf das Darstellen von Hollywoodstars und Comicmotiven konzentrierte. Doch wie er feststellte, gab es bereits Künstler, die sich diesem Thema annahmen, weshalb Andy Warhol sich zu Beginn der 1960er intensiv mit dem Siebdruck beschäftigte.
Motive, welche er mit diesem Druckverfahren künstlerisch umsetzte, waren vorwiegend solche, die man aus Werbung und Presse kannte. Merkmal dabei war, dass er jene Motive auf serielle Art wiederholte – so bedruckte Andy Warhol die Mona Lisa dreißig Mal auf eine Leinwand. Bekannt sind aber vor allem auch seine Darstellungen der Marilyn Monroe, die er in diversen Farbvariationen als Siebdruck fertigte.
1962 stellte Andy Warhol seine Werke erstmals als Einzelkünstler aus, wobei das Publikum, bis auf zwei, drei Personen, seine Kunst nicht verstanden. Erst seit dem Jahre 1965 galt seine Kunst als Sensation.
Andy Warhol – eine undurchsichtige Persönlichkeit

Beobachter seiner Zeit, beschreiben den Pop-Art Künstler als introvertiert und scheu, wobei er meist mit dunkler Sonnenbrille und weiß-blondem Haar in die Öffentlichkeit trat. Manchmal trug er sogar eine silberfarbene Perücke. Andy Warhol sprach wenig und gab kaum etwas von sich preis – aber er hielt sich selbst für die Ikone der Kunstszene innerhalb von New York.
Und seine Persönlichkeit änderte sich noch mehr ins Extreme, als er nach einem Attentat durch eine radikale Frauenrechtlerin am 3. Juni 1968 durch mehrere Schüsse schwer verletzt wurde – Andy Warhol neigte dazu, auf zwanghafte Weise ständig Gegenstände zu sammeln. Trotz der Angst, je wieder zu verarmen, kaufte er immer wieder verschiedenste Dinge auf Flohmärkten.
Das Tagebuch von Andy Warhol zeigt mehr von seiner Persönlichkeit

Nach seinem Tod am 22. Februar 1987 wurden 1989 seine Tagebuchaufzeichnungen von seiner Sekretärin und engen Vertrauten veröffentlicht. Dadurch konnte man mehr vom Menschen Andy Warhol und seiner Persönlichkeit erfahren. So, wie das Tagebuch interpretiert wird, geht man davon aus, dass der Pop-Art Künstler eine stetig zunehmende Angst vor Krankheiten hatte – hauptsächlich vor AIDS. Auch litt die Kunst Ikone aufgrund der gescheiterten homosexuellen Beziehungen unter enormer Vereinsamung. Und in den letzten Jahren seines Lebens wurde Andy Warhol immer abergläubischer und steigerte sich in eine Hypochondrie, wodurch er schnell zum Opfer vieler Wunderheiler und Quacksalber wurde.
Andy Warhol und die Pop-Art

Andy Warhol leistete zu Lebzeiten einen großen Beitrag zur Etablierung der Pop-Art – sowohl in der bildnerischen als auch in der darstellenden und kinematographischen Kunst. Seine Leistung war von hoher Bedeutung und beeinflusst die heutige Popkultur gewaltig.  
Andy Warhol – Ikone der Pop-Art
write-x, am 25.01.2011
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