Deutscher Rock

Deutsche Texte gepaart mit harten Gitarrenklängen - Ja, es darf gebangt werden. Worte die scharf wie ein Messer durch die Masse gehen. Meinungen die musikalisch untermalt in die Welt getragen werden und der unerwünschte Skandal. Das bedeutet Rock! Rock wie die Welt ihn kennt und ihn auch sehen will.

Genau in dieser Kategorie findet man auch die Band Frei.Wild wieder. Die Band um den Frontmann Philipp Burger arbeitet hart für ihren Erfolg. Eine Erklärung "WARUM" sie immer erfolgreicher werden ist schwer zu finden.

Eine Sparte der Medienlandschaft besitzt jedoch nicht genügend Interesse, mit einer gewissen Neutralität über diese Band zu berichten. Gerade dieses könnte doch ein kleiner, weiterer Grund sein, das Frei. Wild noch mehr gefeiert wird.

Menschen lassen sich nicht immer von den Medien blenden, sie machen sich ihr eigenes Bild. So kommt es auch, dass die Verdächtigungen und Nachreden - es würde sich um ein Band aus der "Rechten Randgruppenabteilung" handeln - immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Da fragt man sich schon fast, schreibt ein Journalist beim anderen ab? Haben Sie schon ein Konzert von Frei.Wild besucht? Oder werden einfach nur willkürliche Pressemeldungen immer wieder neu verwurstet? 

 

Einblick

Die Band Frei.Wild wurde 2001 gegründet, als Vorbilder könnte man die Böhsen Onkelz bezeichnen, deren Ruf auch sehr legendär ist. Mittlerweile zählen 9 Alben zu der Discographie dieser Band.

2011 und 2012 erarbeiteten sich Frei.Wild Goldene Schallplatten und das darf man ganz klar als Erfolg werten. Die Südtiroler Band nutzt die deutsche Sprache, um auch die Wurzel ihrer Heimat aufzuzeigen, dieses muss und sollte man nicht verurteilen.

Wenn Texte zu einer Provokation werden

Mit ihren Texten wollen Frei.Wild natürlich etwas Aussagen. In unserer Gesellschaft neigt man manchmal jedoch etwas zu schnell dazu, Aussagen in den "falschen" Hals zu bekommen. Und so kann eine einfache Aussage, ganz schnell zur Provokation werden. "Wenn es einem irgendwo nicht gefällt, kann man ja gehen..." Aber es trifft ja den Kern.

Sicherlich wurden manche Worte und Aussagen bewusst so gewählt - natürlich sollen diese provozieren. Jedoch bedeutet eine gekonnte, künstlerische Provokation noch lange keine eindeutige Gesinnung. Aber genau "diese Gesinnung" ist etwas, dass bei einigen Publikationen angegriffen wird. Etwas Fiktives wird zum "Zerrfaktor" für Band und Fans. Da  fragt man sich doch, wo fängt die künstlerische Freiheit an und wo hört sie auf? Wann wird provoziert um Situationen aufzuzeigen und wann geht es nur darum zu verletzen, mißachten und zu mißbrauchen? Ein Verständnis für Musik und Verbundenheit ist Voraussetzung zum neutralen Verständnis. Ein neutrales Verständnis, sollte die Grundlage für korrekte Berichterstattung sein.

Muss es soweit gehen, das Frei.Wild auf den Konzerten "Gegen-Propaganda" starten muss?

Nun ist die Sicht bei einigen doch ziemlich verbohrt, sodass man förmlich eine Reaktion von Frei.Wild forderte. Diese äußern mittlerweile das "Rechtsgesinnte" auf ihren Konzerten unerwünscht sind. Ja, ganze Chöre kann man vernehmen, die sich gegen diese Gesinnung verwehren.

Doch wie weit muss es überhaupt gehen, das eine Band sich mit solchen Mitteln gegen die Anschuldigungen wehren muss? Das sie keinen anderen Weg mehr sieht, um sich aus der Schusslinie zu bringen.

Im Grunde ist es doch ein trauriges Unterfangen, das die Musik in diesem Fall einfach mal die 2. Geige spielt. Es geht nicht mehr darum, etwas neutral zu deuten. Es wird das gesehen, was man sehen will.

Man lasse die Vergangenheit des Frontmannes sein, wie sie war. Menschen machen Fehler. Es ist eine Unart jemanden seine Fehler immer wieder zu servieren. Menschen reifen und wachsen durch ihre Fehler, doch was macht die Medienwelt? Genau, sie hat nichts Besseres zu tun, als den Unrat, die Vergangenheit, den kleinsten Fehler immer wieder auszubuddeln und in schönen Häppchen ständig neu garniert zu servieren. Na Bravo!

Warum wird das Wort Heimat ...

Im Raume steht eine Frage, warum wird das Wort Heimat in der Rock-Musik immer als "Rechts" gesehen? Es ist jedoch aus der Volksmusik überhaupt nicht wegzudenken? Diesbezüglich könnte man davon ausgehen, dass die Doppelmoral nur dort eine Rolle spielt, wo man es bewusst will. Rocker sind "böse"! Grund genug die Schublade zu öffnen. Volksmusiker sind Schwiegermutters Liebling, die würde doch niemals... Nein, die doch nicht.

 

Frei.Wild Anhänger von Jung bis Alt

Frei.Wild zählt junge und ältere Menschen zu ihrem Fan Kreis und die Gemeinde wächst von Tag zu Tag. Da scheint es schon fast utopisch, was manche Publizisten verbreiten.

Ziemlich schnell wird ein Stempel gezogen und den Besuchern sowie der Band aufgedrückt. So sehen sich junge Menschen in einer Situation, die sie überhaupt gar nicht verstehen können, da gerade dort der kulturelle Hintergrund mittlerweile ein ganz anderer ist. Ältere Menschen werden in eine Sparte gesteckt, die sie teilweise noch aus ihren Kindertagen kennen und froh sind, dass die Zeiten vorbei sind.

Man sollte doch den Menschen so viel Respekt zollen, dass man ihnen nicht pauschal einen Stempel aufdrückt. Wer einmal mit der Frei.Wild Fangemeinde gefeiert hat und dabei nicht die Augen vor dem Sein verschlossen hat, hat ganz schnell gemerkt, das sind ganz normale Menschen wie DU und ICH.

 

 

Kleine Erklärung:

*

Ein Kleines Frei.Wild steckt im jedem.

Frei - der Wunsch nach Freiheit ist tief in einem Menschen verankert. Nur jeder versteht unter dem Begriff FREI etwas anderes.

Wild - sich nicht in die Norm pressen lassen, sich auf die Instinkte verlassen. Als Kind durfte man vielleicht im Wald toben, der eigenen Wildheit einen Freiraum geben. Wenn man erwachsen ist, sieht das schon ganz anders aus.

 

Nachtrag Echo 2013

Nachdem die Band Frei.Wild für den Echo 2013 nominiert wurde, erzürnten sich Bands und Pressevertreter. Sodass nun letztendlich die Deutsche Phono-Akademie die Nominierung von Frei.Wild zurück zog. Fraglich ist ob ein wirklich renommierter Preis durch solche Eskapaden, seine Glaubwürdigkeit verliert. Auf der einen Seite bekamen Künstler, die ebenso in der Kritik der Massen stehen und polarisieren einen Echo verliehen, auf der anderen Seite, steht es jedem Künstler frei einen Preis oder eine Nominierung anzunehmen. Aus welchem Grund man nun mit einer Preisverleihung so ein Schindluder treibt, mag man kaum beurteilen, eines jedoch ist klar, man hat sich mit dieser Aktion sicherlich keinen Gefallen getan.
2011 wurde Frei.Wild für Gegengift ebenfalls für den Echo in der Kategorie Gruppe Rock/Alternativ national nominiert. Hier gab es noch kein Problem mit der Teilnahme von Frei.Wild.
- Da immer wieder Kommentare kommen ich wäre ein Fan von Frei.Wild, muss ich dieses dementieren, ich mag Musik - jedoch bevorzuge ich ein anderes Genre.  Dennoch  habe ich mir die Musik mir angehört und mich mit den Texten bewußt auseinander gesetzt. Und ja, ich habe auch ein Konzert besucht um mir mein Bild zu machen. -
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