Durch extrem günstige Flüge nach Thailand und große Touristenzentren mit günstigen Pauschalreiseangeboten fliegen immer mehr Deutsche nach Thailand in den Urlaub und der Touristenansturm auf das Land in Südostasien ist seit Jahren ungebrochen. 

Viele Urlauber beginnen dann, das anscheinend so einfache Leben unter Palmen mit ihrem harten Arbeitsalltag in Deutschland zu vergleichen und träumen dadurch schnell vom Auswandern nach Thailand.

Diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen will jedoch gut geplant sein, denn das Leben in Thailand ist nicht immer so sorgenfrei, wie es in einigen Wochen Urlaub vielleicht erscheinen mag.

 

FInanzielle Absicherung: Arbeit finden in Thailand

Sollte das Rentenalter nicht bereits erreicht sein bzw. eine andere Geldquelle vorhanden sein, gestaltet sich das Auswandern nach Thailand um einiges schwieriger. Denn Jobs für Ausländer in Thailand sind nicht unbedingt einfach zu bekommen.

In anderen Worten: Das thailändische Arbeitsgesetz ist so ausgelegt, dass Thais generell immer bei der Stellenvergabe bevorzugt werden müssen. "Niedere Tätigkeiten" können ausschließlich von Ausländern aus den (ärmeren) Nachbarländern verrichtet werden, für westliche Ausländer gilt: Es muss nachgewiesen werden, dass kein geeigneter Thai für den entsprechenden Job gefunden wurde. 

Dies ist zwar in der Realität für vielerlei Tätigkeiten zu bewerkstelligen, jedoch mit einem großen bürokratischen Aufwand verbunden, sodass meist nur internationale Unternehmen bereit sind, diesen Weg zu gehen.

Selbstverständlich gibt es andere Wege, beispielsweise Arbeiten ohne Workpermit oder die Gründung eines eigenen Unternehmens, beides sollte aber gut überlegt und vorbereitet sein.

Wie lange kann ich als Deutscher in Thailand bleiben?

Die nächste zu klärende Frage betrifft die Aufenthaltsgenehmigung für Thailand: Auch hier sind die Vorschriften streng und dauerhaft als Ausländer in Thailand leben ist von den Behörden nur bedingt vorgesehen. Touristenvisa werden maximal für 6 Monate vergeben, wobei alle zwei Monate eine Ausreise vollzogen werden muss. In den Nachbarländern wird dieses Visum kaum noch ausgestellt, nach einem halben Jahr muss dann entweder alle zwei Monate ein neues Visum im asiatischen Ausland beantragt werden, oder es steht eine Rückreise nach Deutschland an...

Ein Jahresvisum für Thailand existiert zwar, ist jedoch an Bedingungen geknüpft. Um ein ganzes Jahr in Thailand bleiben zu dürfen, wird entweder eine Arbeitsgenehmigung benötigt (wodurch man für ein Business Visum, das sogenannte Non Immigrant B qualifiziert ist) oder ab einem Alter von 50 Jahren eine Rente von zurzeit 1200 Euro bzw. ein bestimmtes Sparguthaben vorzuweisen. Eine andere Möglichkeit stellt die Heirat eines Thai Partners dar.

Ebenfalls denkbar ist ein Education Visum, was beispielsweise bei der Teilnahme an einem Sprachkurs erteilt werden kann. Auch hier können Visa mit bis zu 12 Monaten Gültigkeit beantragt werden. 

Es gibt also Möglichkeiten, länger als einige Monate legal in Thailand zu leben, doch auch hier ist eine gewisse Voraussicht hilfreich um die Zeit in Thailand wirklich geniessen zu können.

Mit der thailändischen Kultur leben

Es ist wichtig, zumindest ein wenig über die thailändische Kultur informiert zu sein, um erfolgreich in Thailand leben zu können. Nur wenn einige Besonderheiten verstanden wurden, können Entäuschungen vermieden werden. In jedem Fall sollte klar sein, dass sich das Leben in Thailand von einem Urlaub im Land des Lächelns unterscheidet.

Das Leben in Thailand beruht auf der thailändischen Lebensphilosophie "SanukSabai und Suay"

Oberstes Ziel eines jeden Thais ist es, das Leben zu genießen. Das Leben sollte daher sabai sein – angenehm! Dazu gehört natürlich ebenso eine Menge Spaß – Sanuk. Sämtliche Tätigkeiten werden danach beurteilt, inwieweit sie Spaß bringen. 

Ebenso wichtig ist schließlich das dritte Wort,Suay, das schön bedeutet. Suay ist ein wichtiges Merkmal anhand welchem vielerlei Gegenstände bewertet werden.

Wahren des Gesichts und die Ehre in Thailand

Die persönliche Ehre – "das Gesicht" ist in Thailand von sehr wichtig und gilt als unbedingt zu wahren. Thailands Gesellschaft ist hierarchisch geprägt, weshalb Thais darum bemüht sind, einen möglichst hohen sozialen Status einzunehmen. Wird ein Thai nicht entsprechend seinem Status behandelt, führt dies zum Gesichtsverlust, der höchstmöglichen Kränkung in Thailand!

Das Thailändische Lächeln

Das berühmte asiatische Lächeln oder thailändische LächelnDas berühmte asiatische Lächeln ist auch in Thailand allgegenwertig. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass ein Lächeln in Thailand nicht immer Freude oder Zufriedenheit bedeuten muss. Vielmehr handelt es sich dabei um eine vielfältige Ausdrucksweise, die selbstverständlich Freude verdeutlichen kann, ebenso kann ein Lächeln aber auch Verlegenheit bedeuten oder z.B. anstatt einer negativen Antwort genutzt werden - in diesem Falle dient das Lächeln der Vermeidung eines Konfliktes. Das Lächeln in Thailand kann somit Zustimmung, Ablehnung oder schlichte Kenntnisnahme bedeuten, was für Ausländer anfangs schwer zu deuten ist.

 

Thailands König

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Neben der Verbundenheit zu Thailand selbst ist das Staatsoberhaupt, der thailändische König Bhumibol Adulzadej (Rama IX), extrem hoch angesehen. Der König steht fast wie ein Gott über den Menschen und ist über jegliche Kritik erhaben. DIe Liebe zum König ist uneingeschränkt und kenn nahezu keine Grenzen. Für Ausländer kann diese Art der Zuneigung zuweilen befremdlich wirken, kritische Äußerungen sind jedoch in jedem Fall zu vermeiden (und werden im schlimmsten Fall mit Gefängnisstrafen belegt!)

Religion

Auch heute noch hat die Staatsreligion Thailands, der Theravada Buddhismus, großen Einfluss auf das tägliche Leben.

Auch wenn durch die fortschreitende Entwicklung und Modernisierung viele Traditionen und religiöse Bräuche in den Hintergrund rücken lässt, stellt der Buddhismus dennoch weiterhin ein wichtiges Standbein der thailändischen Kultur dar. 

Webempfehlung

Mehr Informationen zur Kultur Thailands, weitere Hintergründe sowie wissenswertes zum Arbeiten in Thailand gibt es auf http://arbeiten-in-thailand.de

Autor seit 3 Jahren
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