Da diese Tiere nie erwachsen werden und immer im "Entwicklungsstadium" bleiben, können sie so gut wie alles an ihrem Körper ersetzen, so lange die Verletzungen bzw. Verluste nicht komplett das Leben des Axolotls beenden. Trotz der nie endenden Entwicklung sind die Larven im Alter von etwa 15 Monaten fortpflanzungsfähig. 

Mexikanische Axolotl sind heute wieder in vielen Aquarien anzutreffen, da sie sehr genügsam sind und ihre Haltung ohne großen technischen Aufwand möglich ist. Axolotl können Interessierte im Zoofachhandel oder von privaten Züchtern erwerben. 

Überlegungen vor der Anschaffung von Axolotl - Axolotl können 15 bis 25 Jahre alt werden

Axolotl haben eine ziemlich lange Lebensdauer. Sie können 10 bis 25 Jahre alt werden. Das bedeutet, dass ihr Besitzer über diesen Zeitraum für die Tiere sorgen muss. Axolotl benötigen nicht viel Technik, aber ganz ohne geht es auch nicht. 

Bevor Axolotl angeschafft werden, ist es wichtig darüber nachzudenken, wie viele Tiere in das Aquarium einziehen sollen. Axolotl gibt es in verschiedenen Farben mit verschiedenen Zeichnungen. Je größer der Lebensraum der Axolotl ist und je besser und regelmäßiger sie gefüttert werden, desto größer werden sie. 

Axolotl sind nach dem Schlupf etwa 6 cm groß. In Zoohandlungen und entsprechenden Fachgeschäften bekommt man sie in verschiedenen Größen. Meist haben sie dann eine Körperlänge zwischen 8 und 10 cm.

Axolotl werden leicht um die 20 cm groß. Bei guter Pflege und Fütterung und entsprechender Größe des Lebensraumes erreichen sie Körperlängen von 28 bis 30 cm. Axolotl wachsen ein Leben lang - mit zunehmenden Alter allerdings immer langsamer. 

Axolotl kosten Geld. Es ist nicht nur der reine Anschaffungswert. Eine Filteranlage benötigt Strom. Das Aquarium sollte über eine Lichtquelle verfügen, die ebenfalls Auswirkungen auf die Stromrechnung hat.

Die Tiere können krank werden, dann entstehen natürlich zusätzliche Kosten und sie müssen ernährt werden, was ebenfalls finanzielle Mittel erfordert, bedenkt man wie alt die Tiere werden können.

Die Anschaffung des Aquariums für die Axolotl

Natürlich kann man junge Axolotl zunächst in kleineren Aquarien halten. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Tiere ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit brauchen und gerade wenn sie jung sind relativ zügig wachsen. Von daher wäre ein zweiter Kauf eines Aquariums innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate unumgänglich. Hier kann jeder Kosten sparen, indem gleich ein größeres Aquarium angeschafft wird. Ein Becken von wenigstens 100 Litern sollte es schon sein für zwei geschlechtsreife Tiere.

Je größer das Becken ist, desto besser stellt sich ein biologisches Gleichgewicht ein. Das Aquarium kann schön dekoriert werden. Angebote an Pflanzen, Höhlen usw. gibt es heut zu Tage in Hülle und Fülle. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Achten Sie jedoch bei der Einrichtung des Aquariums darauf, dass Sie keine Dekoration mit scharfen Kannten oder gefährlichen Spitzen verwenden. Das gilt insbesondere auch dann, wenn Sie sich für Kies im Becken entscheiden. Axolotl fressen hier und da mal kleine Steinchen und Sand mit. Gelangt scharfkantiger Kies in den Körper, ist das nicht sonderlich gesund für die Tiere. Deko-Artikel, die leicht verschluckt werden können, sind ebenfalls nicht empfehlenswert. Dazu zählen beispielsweise kleine bunte Fische aus Plastik, kleine Deko-Krebse, die witzig aussehen usw.

Axolotl wühlen nicht großartig im Aquarium herum. Pflanzen, die etwas robuster sind eignen sich besser, als ganz feingliedrige. Einen Filter sollte das Aquarium schon haben, sonst muss es ständig gereinigt werden und der dekorative Aspekt ist dahin.

Axolotl fressen nicht immer alles auf. Schwimmen zu viele Futterreste im Aquarium herum, können sich Pilze, Bakterien usw. rasch vermehren. Dies ist natürlich nicht sonderlich förderlich für die Gesundheit der Tiere. Achten Sie bei der Filteranlage darauf, dass die Tiere nicht mit angesaugt werden. 

Eine Heizung ist nicht nötig. Die Wassertemperatur sollte lieber etwas kühler sein, als viel zu warm. Temperaturen zwischen 10°C und 23°C sind für die Axolotl annehmbar. Allerdings sollte die Temperatur nicht über 25°C ansteigen, denn die Axolotl bevorzugen kaltes Wasser.

In ihren Ursprungsgebieten leben Axolotl bei Temperaturen um etwa 17°C. Sinkt die Temperatur unter 10°C reduziert sich der Stoffwechsel und die Tiere fressen nicht mehr. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt sterben die Molche.

Verbauen Sie den Axolotl niemals den Zugang zur Wasseroberfläche. Wird der Sauerstoff im Becken knapp, haben die Tiere so noch die Möglichkeit Sauerstoff über ihre Luftsäcke aus der Atmosphäre aufzunehmen. 

Axolotl können den Sommer im Gartenteich verbringen. Allerdings ist es wichtig, dass die Temperaturen im Teich nicht zu hoch ansteigen und genügend Sauerstoff im Wasser ist.

Von einer Überwinterung im Gartenteich würde ich abraten. Die Tiere sollten zum Herbstanfang wieder in die Wohnung geholt werden. 

Was beim Kauf der Axolotl zu beachten ist

Axolotl gibt es in verschiedenen Farben. Sehr verbreitet sind Albinos, also farblose weiße Axolotl und wildfarbene. 

Axolotl sind nicht sonderlich aggressiv und bei ausreichendem Platz können geschlechtsreife Tiere gut vergesellschaftet werden. 

Beim Erwerb in Zoohandlungen oder bei einem Züchter ist darauf zu achten, dass die Tiere unverletzt sind. Tiere, die unter Pilzbefall leiden oder zerfetzte, kleine deformierte, schlecht ausgebildete Kiemenäste haben, sowie ausgemergelte Tiere lassen Sie besser gleich beim "Fachmann". 

Achten Sie darauf, dass die Tiere gleich groß sind, die Sie zusammen in ein Aquarium setzen.  Alles, was Axolotl mit ihrem breiten Maul fressen können, fressen sie auch. Da geht schon mal eine Gliedmaße verloren, wenn sich die Tiere beim gemeinsamen Fressen irren. Sie spucken auch nicht aus, was sie einmal zwischen die "Kiemen" bekommen haben. 

Dementsprechend ist es auf jeden Fall nicht ratsam Axolotl unterschiedlicher Größe in ein Becken zu setzen. 

Kleinere Tiere wachsen schneller als größere. Von daher sollten diese in einem separatem Becken erst so groß gezogen werden, dass sie im "Gesellschaftsbecken" keine Beute darstellen und ungefähr genau so groß sind!

Ansonsten sind Axolotl wirklich anspruchslos. Wer mehrere Tiere halten möchte, sollte die ein oder andere Versteck- bzw. Rückzugsmöglichkeit mit einbauen.

Die Ernährung der Axolotl - Axolotl fressen alles, was sie in ihr breites Maul rein bekommen

Axolotl sind keine Nahrungsspezialisten. Sie fressen alles Mögliche und können selbst wenn ihre Besitzer über einen längeren Zeitraum nicht da sind gut versorgt werden. 

Günstig ist die Fütterung etwa alle 2 bis 3 Tage. Die Tiere können in Ausnahmefällen 10 bis 14 Tage ohne Futter auskommen. Es ist zu beachten, dass die Tiere sich notfalls gegenseitig fressen, wenn der Nahrungsmangel zu groß wird.

Axolotl ernähren sich ausschließlich von tierischer Nahrung. Es ist dabei unwichtig, ob es sich um lebende oder tote Tiere handelt. Am preiswertesten ist wahrscheinlich die Fütterung mit Regenwürmern. Ansonsten fressen die Tiere auch mageres Fleisch wie etwa Rinderherz - bitte ohne Fett und sonstige Substanzen - nur das reine Muskelfleisch. Aber auch kleine Krebse, Tubifex, Fliegenmaden, Insektenlarven (z.B. rote Mückenlarven), Fischbrut, Garnelen, kleinere Fische wie beispielsweise Guppys usw. Im Handel werden Futterpellets direkt für Axolotl angeboten, die sich natürlich ebenfalls einfach verfüttern lassen. Wichtig ist, dass die Ernährung der Tiere nicht einseitig ist.

Wer über einen längeren Zeitraum nicht zu Hause ist, kann das Aquarium mit lebenden kleinen Fischen besetzen. Die Tiere haben dann die Möglichkeit zu fressen, wenn sie Hunger haben. So kommen auch die Axolotl gut über die Urlaubszeit. 

Krankheiten der Axolotl

Axolotl können krank werden. Die häufigste Ursache liegt in der mangelnden Sauberkeit des Aquariums. Wird das Aquarium nicht angemessen sauber gehalten, bilden sich schnell Pilze und Keime. Eine andere Möglichkeit sind falsche oder einseitige Ernährung, sowie Stress in verschiedenen Situationen. 

Unmittelbar nach dem Kauf entsteht für die Axolotl beispielsweise Stress. Da ist zuerst der Transport, gefolgt von einer neuen Umgebung mit anderen Wasser- und Lichtverhältnissen, manchmal auch umgeben mit neuen Artgenossen. Hinzu kommt die Futterumstellung. 

Aber auch Tiere, die bereits länger im Aquarium leben, können sich mit Parasiten infizieren. Das Unglückliche in dieser Situation ist, dass die Axolotl nicht aus dieser Umgebung raus schwimmen können, wie beispielsweise im mexikanischen Hochplateau, dass ja etwas größer ist, als das Aquarium in der Wohnung. 

Haben sich mehrer Axolotl mit verschiedenen Keimen infiziert, stecken sie sich zusätzlich gegenseitig an und haben so gleich mehrere Probleme auf einmal. 

Deshalb ist es wirklich wichtig Futterreste zeitnah zu entfernen und auf die Sauberkeit des Aquariums zu achten.

Seemandelbaumrinde und Seemandelbaumblätter - Was hat der Seemandelbaum mit den Axolotl zu tun?

Der Seemandelbaum spielt in der Aquaristik eine große Rolle. Ihm werden wahre Wunder zugesprochen, wenn es um die Heilung und Vorbeugung von Krankheiten - besonders bei Aquarientieren geht - da diese sehr empfindlich sind und nicht sonderlich viel Chemie oder Antibiotika vertragen.

Eine Möglichkeit der Desinfizierung des Aquariums bzw. des Wassers und die Vorbeugung von Erkrankungen ohne chemische Substanzen bieten die Seemandelbaumrinde oder - blätter. Diese können in das Aquarium eingebracht werden. 

Die Rinde sowie die Blätter geben allmählich Tannine ab. Tannine sind Gerbstoffe, die mit Eiweiß netzartige Verbindungen aufbauen können. Dadurch werden die obersten Zellschichten besser geschlossen und bilden so zu sagen eine Schutzschicht.

Die Axolotl sind somit von Anfang an besser gegen Verpilzungen, Entzündungen und der so genannten Flossenfäule geschützt. 

Autor seit 5 Jahren
25 Seiten
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