Unter dem Begriff "Ballaststoffe" versteht man Nahrungsmittelbestandteile, die vom menschlichen Darm  nicht verdaut werden können. Ballaststoffe finden sich  überwiegend in pflanzlichen Produkten. Insbesondere Getreideprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte enthalten große Mengen an Ballaststoffen. Bei regelmäßiger Aufnahme dieser Nahrungsmittel  kommt es zur Anregung der Verdauung. Die Stuhlmenge wird vergrößert und wirkt somit einer Verstopfung entgegen. Da die Verdauung wie bereits oben erwähnt beschleunigt wird, können Ballaststoffe Magen- und Darmerkrankungen prophylaktisch beeinflussen. So kann zum Beispiel der in Deutschland stark zunehmende Dickdarmkrebs wirksam bekämpft werden. Eine ballaststoffreiche Ernährung wirkt sich positiv auf Herz- und Kreislauferkrankungen aus.  Ballaststoffe senken  den Cholesterinspiegel und hemmen die Fettaufnahme aus der Nahrung. So werden Krankheiten wie Adipositas und Arteriosklerose vermieden. Es ist allerdings auch hier wichtig, auf den Kaloriengehalt der einzelnen Produkte zu achten. 

Ballaststoffe sorgen für einen langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels. So kann  der tägliche Genuß von Vollkornbrot einen Diabetes mellitus verhindern.

Unterschieden werden lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Unlösliche Ballaststoffe finden sich vor allem in Getreideprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen. Diese führen zu keinen Blähungen und Völlegefühl. Obst und Gemüseprodukte enthalten auf Grund ihres hohen Wassergehalts große Mengen löslicher Ballaststoffe. Isolierte Ballaststoffe wie Guar und Pektin sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker eingenommen werden. Eine gesunde Mischkost ist in der Regel ernährungsphysiologisch besser. 

zwei Rezepte mit hohem Ballaststoffanteil  (ein bis zwei Personen)

Frühstück "Obst-Müsli"

> man nehme 50 g Vollkorn-Haferflocken, eine klein geschnittene Banane, eine geschälte Kiwi, 20 g Beeren, einen TL Honig, 200 ml Milch, 50 g Naturjoghurt (fettarme Variante)

> alles in einer Schüssel gut mischen     Guten Appetit

Paprika - Zuchini - Tomaten - Pasta

>  man nehme 100 g Vollkornnudeln (Penne oder Tagliolini), eine klein geschnittene Zuchini, vier bis fünf Fleischtomaten, zwei Paprika, zum Würzen eine Knoblauzehe, Olivenöl, Petersilie, Pfeffer und Salz  

> zuerst werden die Nudeln in Salzwasser gekocht

> die Tomaten, Zuchini und Paprika werden in einer Pfanne mit Olivenöl und Knoblauch erhitzt

> anschließend die Nudeln dazugeben und unter das Gemüse rühren

> das ganze mit Petersile, Pfeffer und Salz abschmecken     Guten Appetit

Ernährungsexperten raten zu einer täglichen Aufnahme von 30 Gramm Ballaststoffen.

Im Schnitt nimmt jeder Deutscher allerdings nur 15-18 Gramm Ballaststoffe auf.    

einige Nahrungsmittel mit hohem Ballaststoffanteil

> Vollkornbrot - spitzenmäßige Ballaststoffquelle

> Vollkornnudeln - liefern etwa vier Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

> Reis - liefert etwa drei Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

> Kartoffeln - liefern etwa zwei Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

> dicke Bohnen - liefern etwa acht Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

> Walnüsse - haben ebenfalls Ballaststoffe - sind allerdings kalorienreich

> Erbsen - liefern etwa fünf Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

> Waldbeeren - liefern etwa fünf Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm

Ashlie, am 13.07.2011
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