Basteln mit Knete

Kneten fördert die Muskulatur und die Feinmotorik. Das Knetmaterial, welches zunächst hart und bei längerem Kneten weich wird, fördert auch die kindliche Wahrnehmung. Je härter die Knete ist, desto mehr Kraft wird zum Formen benötigt. Weiche Knete kann mit wenig Kraftaufwand geformt werden. Kinder lernen durch Ausprobieren.

Kneten ist für Kinder immer ein Erlebnis. Zuzusehen und zu erleben, wie sich die bunte Masse durch Drücken, Ziehen oder Rollen verändert, zieht Kinder unglaublich lange in ihren Bann. Geben Sie Ihren Kind ein Blatt feste Pappe und verschiedene, farbige Knetmasse. Auf der Pappe können die Kinder die Knete rollen, schmieren vermischen oder auftürmen. Es entsteht ein Bild, welches immer wieder bearbeitet werden kann und niemals wirklich fertig ist.

Knetebild eines Kleinkindes

Kleinkinder müssen natürlich alles in den Mund stecken und ausprobieren, wie es schmeckt. Normale Knete ist nicht zum Essen gedacht, allerdings auch nicht gefährlich. Da Kleinkinder nicht ohne Aufsicht spielen oder "basteln", werden die wenigsten die Knete mit ihrem Mittagessen verwechseln. Für übervorsichtige Eltern empfehle ich Essknete oder Salzteig. Salzteil lässt sich leicht und sehr billig selbst herstellen. Die Dicke des Teiges lässt sich mit Wasser beliebig einstellen. Mit Lebensmittelfarbe kann man der selbst gemachten Knete jede beliebige Farbe geben. Bei 150 Grad kann man die hergestellten Kunstwerke in etwa 45 Minuten in eine dauerhafte, feste Form bringen.

Salzteig - selbst gemachte Knete

Zutaten für 1 Portion:

1 Teil Salz • 2 Teile Mehl

Zubereitungszeit 5 min - Gesamtzeit 5 min:

Mehl und Salz vermischen und mit Wasser einen formbaren Knetteig herstellen.

Bei 150 Grad etwa 45 minuten backen.

Tipp: Vor dem Brennen die Kunstwerke mit einem Loch versehen, so können sie anschließend aufgehängt werden.

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Der Herbst liefert das beste Bastelmaterial

Im Herbst werden die Tage dunkler und das Wetter unbeständiger. Immer häufiger und länger müssen Kinder dadurch drinnen beschäftigt werden. Die schönen Tage und Stunden kann man aber nutzen, um das viele Bastelmaterial, welches die Natur zur Verfügung stellt, zu sammeln. Bunte Blätter, Bucheckern, Eicheln, Kastanien, Hagebutten, aber auch Äste und kleine Steine lassen sich zum Basteln verwenden. Geben Sie ihrem Kind einen eigenen, kleinen Korb und lassen Sie es einpacken, was ihm gefällt.

Kleben mit bunten Blättern

Auch wenn die Feinmotorik noch geschult werden muss, können bereits 2 Jährige mit einem Klebestift umgehen. Geben Sie ihrem Kind Kleber und das gesammelte Material und lassen sie es die Dinge beliebig auf einen großen Bogen Papier kleben. Kleineren Kindern können Sie helfen, indem Sie eine größere Fläche mit Kleber bestreichen und das Kind lediglich Blätter oder Früchte auf das Papier drücken braucht.

Die Welt der Kinder ist bunt

Mit Farbe kann man Kinder zu jeder Jahreszeit begeistern. Je kleiner die Kinder, desto größer ist natürlich die "Sauerei". Trotzdem sollte man Kleinkindern den Spaß nicht nehmen. Benutzen sie auswaschbare Fingerfarbe und decken Sie Fußböden und Kleidung großzügig ab. Am einfachsten ist es, Kleinkinder einfach nackig malen zu lassen. Hinterher wird das ganze Kind in die Badewanne gesteckt und ist dadurch noch etwas länger beschäftig.

Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, mit Kleinkindern "schöne" Bilder malen zu sollen. Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen von "schön". Kreativität kennt keine Grenzen. Lassen Sie die Kinder machen und reden Sie ihnen möglichst wenig rein. Je mehr Sie versuchen, Ihr Kind zu einem roten Strich hier oder einem blauen Punkt dort zu überreden, desto weniger Spaß hat es an der Malerei. Legen Sie einen großen Bogen Papier auf den Fußboden und lassen Sie ihr Kind mit Händen und Füßen malen. Auch Keilrahmen oder Leinwande eignen sich gut für Hand- oder Fußabdrücke. Die fertigen Kunstwerke lassen sich super als Weihnachtsgeschenke oder zum Geburtstag von Oma oder Opa verwenden.

Ostereier färben im Frühjahr

Sobald die Tage wieder länger und die wärmer werden, beginnt die Vorfreude auf das Osterfest. Auch Kleinkinder können schon Ostereier färben. Im Alter von 1 - 2 Jahren fehlt natürlich noch die Feinfühligkeit, die zerbrechlichen, ausgepusteten Eier von Hand zu bemalen. Trotzdem können schon Kinder unter 2 Jahren schöne bunte Eier zaubern.

Ostereier basteln Kleinkind

Mischen Sie für die ganz Kleinen Wasserfarben oder Fingerfarben in einem großen Behälter mit Tapetenkleister und Sand. Die ausgeblasenen Eier versehen sie mit einem Faden, sodass Sie sie an einem Stock aufhängen können. Zusammen mit den Kindern halten Sie die Eier wie ein Fisch an der Angel in die Farb-Sandmischungen.

Der Stolz der Kleinen ist grenzenlos, wenn sie ihre selbst gefärbten Eier am Strauch im Garten oder am Osterstrauß im Wohnzimmer hängen sehen.

Mit etwa 3 Jahren sind Kinder in der Lage, die Zerbrechlichkeit ausgeblasener Eier zu verstehen. Mit Fingerfarben können Sie nun die Eier auch direkt bemalen. Auch mit Pinsel und Wasserfarbe ist das Färben möglich. Schönere Ergebnisse liefern allerdings Fingerfarben, da die Farben kräftiger und intensiver sind.

Autor seit 4 Jahren
77 Seiten
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