Die Mirabelle Prunus "Von Nancy" ist eine regional erprobte, ertragreiche Sorte.

Im Moment habe ich mehrere Projekte bezüglich Obst- und Nutzbaum-Anpflanzung laufen. Für meinen eigenen Kombi-Garten benötigte ich noch einen Mirabellenbaum. Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume und Quitte sind bereits vorhanden. Die erfreuen mich jedes Jahr mit einer reichlichen Ernte. Halt, nicht jedes Jahr. 2014 hatten wir wenig Äpfel, diesmal fast gar keine Pflaumen. Dafür gab es Quitten en masse. Also werde ich in diesem Artikel erstmal über die Pflanzung des neuen Mitbewohners berichten. Die Mirabelle ist eine "Von Nancy". Wer schon wie meine Katze heißt, der muss ja wohl zu uns passen. Pflanzen sind Lebewesen, die Ansprüche an ihre Umwelt stellen. Je mehr man denen gerecht wird, desto reichlicher belohnen sie uns mit ihren Früchten. In der Vergangenheit habe ich einige Setzlinge durch Staunässe und durch Wühlmäuse verloren. Deshalb sollte dem Standort besondere Beachtung geschenkt werden. Kein Siefen, der bei Regen Wasser führt z. B.! Ein sonniger Platz, damit die Früchte auch genug Wärme bekommen, sollte es auch sein. Also ist die Standortbestimmung schon mal ein wichtiger Faktor.

Die Katze Nancy ist eigentlich für die Wühlmäuse zuständig!

Leider richten Wühlmäuse an Jungpflanzen sehr viel Schaden im Wurzekwerk an.

Deshalb kommt in das Pflanzloch Kaninchendraht

Loch größer ausheben, Kaninchendraht einlegen und eine dicke schicht Humus drauf geben. Der Draht rostet in wenigen Jahren ganz weg.

Sonnig, keine Staunässe und Schutz vor Wühlmäusen ist schon mal die halbe Miete.

Werkzeug benötigt man in der Regel eine Hacke, einen Spaten und einen Schubkarre. Ist das Loch ausgehoben, wird das Drahtgeflecht reingelegt. Darauf kommt dann Humus. Da ich selber kompostiere, habe ich davon reichlich. Der neue Baum wird eingesetzt und die Wurzel mit Erde bedeckt. Natürlich kann man auch vorher einen Stützpfahl einschlagen. Mache ich aber nicht, da meine Mirabelle schon recht stabil daher kommt. Unten am Stamm ist eine Veredelungsstelle. Die darf nicht unter der Erde sein. Ist das Pflanzloch geschlossen, gieße ich reichlich an. Damit wird Erde an die Wurzeln gespült. Eventuelle Hohlräume somit geschlossen. Da ich reichlich Mist aus eigener Tierhaltung habe, gebe ich einige Schaufeln abgelagerten Schafsdung um den Stamm herum zu. Gegen eine Übersäuerung des Bodens sollte jeder Gärtner ab und an mal kalken.

Baum steht am neuen Standort.

Vor dem Winter kommt noch altes Heu oder Rasenschnitt um den Stamm. Hilft gegen Unkraut und schützt vor frühem Frost.

Der erste Schnitt sollte fachgerecht sein. Ist maßgeblich für die Entwicklung des Baumes.

Beratung und Zuschnitt direkt vom Fachmann.

Jede Menge Vorbestellungen sprechen für die Qualität dieser Baumschule.

Das Gedränge war natürlich groß. Viele Landbesitzer verbringen ihr Obst zu dieser Kelterei und kennen diese Baumschule schon länger. Und der Herbst ist eine gute Pflanzzeit. Da die jungen Bäume nun keine Blätter bilden und keine Knospen ansetzen, geht die ganze Kraft in die Wurzel und den Stamm. Das soll ja auch erstmal ein Baum werden, bevor wir ernten wollen. Ich bin ein absoluter Befürworter von Streuobstwiesen. Blätterbäume sind sehr wichtig für unsere Umwelt. Die wirken in mehrfacher Hinsicht direkt und indirekt auf unser Klima ein. Streuobstwiesen, die nicht überweidet werden, haben eine vortreffliche Humus-Bilanz. Und Humus, die Nährschicht im Boden, ist für uns überlebenswichtig. Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag in der Seitenleiste. Allein aus unserem Selbsterhaltungstrieb sollte jeder vernünftige Mensch gegen Massentierhaltung, gegen Monokulturen und gegen industrialisierte Landwirtschaft sein. Wirft der Baum im Herbst die Blätter ab, werden diese von Tausenden von winzigen Nützlingen kompostiert und in den Kreislauf der Natur integriert. Obstbäume bieten Nahrung und Heimstatt für sehr viele ausgesprochen wichtige Insekten, ohne die wir aufgeschmissen wären. So ist z. B. die Biene unser drittwichtigstes Nutztier. Meiner Meinung nach ist sie sogar die Nummer EINS. Blühende, ungespritzte Bäume und Sträucher helfen ihr, zu überleben. Und sichern damit auch unsere Ernährung. Deshalb ist mein nächstes Projekt, unsere überalterte Streuobstwiese zu regenerieren und durch Neubepflanzung zu verjüngen.

Verkauf und Beratung bietet die Baumschule Schrievers an. Dort können Sie auch Apfelsorten bestimmen lassen. Allein im Oberbergischen haben wir mehrere Hundert Sorten davon. Eine köstlicher als die anderer. Ja, ich bin ein Apfel-Fan!

Hier gelangen Sie zu deren Homepage - www.Bergische-Obstsorten.de

Viele Sorten alter, fruchtiger Köstlichkeiten

Alle Namen kann man gar nicht behalten

Obstbäume und nochmals Obstbäume

Guter Abverkauf durch Mundpropaganda. Qualität setzt sich halt durch.

Autor seit 5 Jahren
293 Seiten
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