Definition - Einteilung - Aufgaben

Mineralstoffe gehören zu den anorganischen Nährstoffen. Sie sind für das Funktionieren des menschlichen Organismus von großer Bedeutung. Mineralstoffe müssen somit regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden. Unterschieden werden die bereits oben erwähnten Mineralstoffe und die Spurenelemente. Sie heißen so, da sich die Zufuhrempfehlungen nur im minimalen Bereich bewegen (Milligramm oder Mikrogramm).

Mineralstoffe liegen in den Zellen als Elektrolyte vor. Sie dienen hier als Reglerstoffe. Natrium und Chlor regeln zum Beispiel die Gewebespannung, dass heißt, sie sorgen für einen optimalen Stoffwechsel in den Zellen.

Kalzium und Phosphat haben eine wichtige Funktion am Aufbau der Knochen. Mineralstoffe und Spurenelemente  spielen im weiteren im Enzymstoffwechsel eine wichtige Rolle, sie sind Bestandteil von Hormonen und Vitaminen.

Übersicht über die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium und Chlorid

Natrium und Chlorid sind wichtig für den Flüssigkeitsbedarf und die Gewebespannung  im menschlichen Körper. Diese Stoffe befinden sich innerhalb und zwischen den Zellen. Etwa 30 % des Natriums wird in bestimmten Knochen gespeichert. Dieses Natrium stellt eine Reserve da und kann bei Bedarf abgegeben werden.

Chlorid befindet sich im Magen. Es spielt eine Rolle im Rahmen der Eiweißverdauung.

Ein Natriummangel kann durch Durchfall oder Erbrechen ausgelöst werden. Auch vermehrtes Schwitzen bei hohen Temperaturen oder sportlichen Aktivitäten kann einen Natriummangel auslösen. Als Folge können Müdigkeit, Schwäche oder ein Absinken des Blutdruckes auftreten.

Wird zu viel Natrium zum Beispiel mit der Nahrung aufgenommen, verlangt der Körper nach mehr Flüssigkeit.

Im weiteren können Ödeme oder ein zu hoher Blutdruck entstehen.

Kalzium

Kalzium spielt eine wichtige Rolle im menschlichen Organismus. Knochen und Zähne bestehen überwiegend aus diesem Mineral. Kalzium hat im weiteren eine wichtige Funktion bei der Blutgerinnung und im Nervensystem.

Aufgenommen wird Kalzium überwiegend über Milchprodukte, Gemüse und  Mineralwasser.

Die Steuerung dieses Minerals, das heißt die Auf- und Abgabe aus den Knochen, erfolgt über einen komplizierten Prozeß. Zuständig hierfür sind die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen.

Bei zu wenig Kalzium kommt es in erster Linie zu Krämpfen. Im weiteren Verlauf kann es zu Knochenverformungen kommen. Es kann sich das Krankheitsbild der Osteomalazie entwickeln. Bei Kindern wird dieses Bild Rachitis genannt. Bei der Osteoporose ist der gesamte Knochenstoffwechsel gestört.

Bei größeren Mengen Kalzium Hyperkalzämie im menschlichen Organismus kann es zu Ablagerungen in Adern, Lunge und Nieren (Nierensteine) kommen. Bei der zusätzlichen Einnahme von Kalziumtabletten ist deshalb erhöhte Vorsicht geboten.

Phosphat

Phophat ist ebenfalls ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne, im weiteren spielt es eine Rolle im Energiestoffwechsel. Ein Mangel ist selten, es wird eher zuviel aufgenommen.

Kalium

Eine kaliumreiche Ernährung, zum Beispiel durch den Genuß von viel Obst und Gemüse, wirkt entwässernd. Im weiteren spielt dieses Mineral im Rahmen der Herz- und Muskelfunktion eine wichtige Rolle.

Mangelerscheinungen können  Ödeme, Herz- und Muskelschwäche  und Darmträgheit (Verstopfung) sein.

Kalium wird bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln (Kochen) leicht ausgelaugt. Der Einsatz von Entwässerungs- und Abführmitteln kann ebenfalls zu einem Kaliummangel führen.

Bei bestimmten Nierenerkrankungen sollte auf ein zuviel an Kalium geachtet werden, es kann in diesem Fall nicht abgebaut werden.

Magnesium

Magnesium spielt ebenfalls im Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Es ist wichtig für eine funktionierende Nerven- und Muskelfunktion. Magnesium schützt vor Muskelkrämpfen (Wadenkrämpfen), außerdem wirkt es bestimmten  Faktoren wie Stress und Abgeschlagenheit entgegen.

Magnesium wird zum Schutz vor Thrombose (Blutgerinnsel) eingesetzt.

Spurenelemente

Eisen

Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Eisen aus tierischen Produkten kann der menschliche Organismus besser aufnehmen. Pflanzliche Lebensmittel sollten deshalb mit Vitamin C-haltigen Produkten aufgenommen werden, zum Beispiel Haferflocken mit einem Glas Orangensaft.

Eisenmangel im Körper führt zu Müdigkeit und Anfälligkeit für bestimmte Infektionskrankheiten. Hält der Eisenmangel an, kann das Krankheitsbild der Anämie entstehen.

Zink

Das Spurenelement Zink spielt im Enzymhaushalt eine wichtige Rolle. Es ist am gesamten Stoffwechsel beteiligt, außerdem übernimmt es wichtige Aufgaben im Immunsystem. 

Ein Zinkmangel kann zu gestörter Wundheilung und Wachstumsverzögerungen führen.

Zink ist in Lebensmitteln wie Fleisch, Hafer und Weizen enthalten.

Selen

Selen ist ebenfalls am Enzymstoffwechsel beteiligt. Es hat eine antioxidative Wirkung. In Kombination mit Vitamin E wirkt Selen positiv auf das Immunsystem und schützt gegen bestimmte Krebserkrankungen.

Selen ist in Nahrungsmitteln wie Fisch, Fleisch und Getreideerzeugnissen vorhanden.  

Kupfer

Das Spurenelement Kupfer wird zum Aufbau der roten Blutkörperchen benötigt. Es ist in Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch und Getreideerzeugnissen vorhanden.

Chrom

Das Spurenelement Chrom spielt eine Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Es ist in Produkten wie Kartoffeln, Brot, Käse und Fleisch vorhanden.

Mangan und Molybdän

Mangan und Molybdän haben ihren festen Platz im Enzymstoffwechsel. Diese Spurenelemente sind in Getreideprodukten, Hülsenfrüchte und Nüssen vorhanden.

Fluor

Das Spurenelement Fluor härtet das Zahnschmelz, es wirkt Karies und Pardontitis entgegen. Seefisch enthält geringe Mengen. Prophylaktisch können hier Fluor-Tabletten gegeben werden.

Jod

Das Spurenelement Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Es spielt im gesamten Stoffwechsel eine wichtige Rolle, Jod ist wichtig für das Wachstum und die Teilung von Zellen. Im weiteren reguliert dieses Spurenelement den Grundumsatz im Organismus.

Bei Jodmangel können Symptome wie Müdigkeit und Infektanfälligkeit auftreten. Die Schilddrüse kann sich vergrößern (Kropfbildung).

Jod ist in Nahrungsmitteln wie Fisch, Weizen oder jodiertem Speisesalz vorhanden. 

Deutschland gilt als Jodmangelgebiet.

Ashlie, am 21.06.2011
3 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Autor seit 5 Jahren
211 Seiten
Laden ...
Fehler!