Mineralölkonzerne setzen auf E10

Die MIneralölwirtschaft verbucht seit Jahren auf Kosten aller Autofahrer rapide steigende Gewinne in Milliardenhöhe und nun sollte der neue Biosprit Benzin E10 die Kasse weiter klingeln lassen. Die Einführung der neuen Benzinsorte glich allerdings einer Katastrophe, denn die Autofahrer wurden im Vorfeld nicht umfassend darüber informiert und dementsprechend wurde auf E10 mit Ablehnung reagiert. Bei E10 handelt es sich um Superbenzin mit einer Beimischung von 10 Prozent Bio-Ethanol und soll die Umwelt schonen. Der ADAC und Verbraucherschützer kristisierten die Einführung der neuen Benzinsorte scharf.

Das Normalbenzin enthält nur 5 Prozent Bioethanol und wird in den Raffinerien derzeit allerdings nur zu 20 Prozent produziert während sich der Produktionsanteil von E10 auf 80 Prozent beläuft. Die Mineralölkonzerne stellen die Produktion zwar auf E5 teilweise wieder um aber es kann einige Wochen dauern, bis eine ausreichende Menge zur Deckung der starken Nachfrage zur Verfügung stehen wird. Die Benzinpreise an den Tankstellen steigen wie jedes Jahr, wenn es wärmer wird und zur Zeit müssen rund 1,58 bis 1,59 Euro pro Liter Superbenzin gezahlt werden. Nach Angaben der Tankstellenketten seien die gestiegenen Einkaufspreise für Superbenzin dafür verantwortlich und geben diesen Preisanstieg nun an die Autofahrer weiter.

Bildquelle: Eigenes Foto selbst fofografiert in der Niederlande 2008.

Rund um das Thema Autofahren

Pin-Up Girl: Gas Station (Bild: David Perry / AllPosters)

Autofahren wird Luxus

Das Benzin E10 vertragen rund 90 Prozent aller Autos in Deutschland. Jedoch befürchtet mancher Autofahrer, dass sein Auto mit dem Biosprit beschädigt werden könnte und tankt stattdessen das normale Superbenzin. Das Autofahren wird in Deutschland immer teurer. Je stärker der Benzinpreis steigt desto kostenintensiver wird das Autofahren. Die Nutzung von Fahrgemeinschaften, Fahrrad und öffentichen Verkehrsmitteln kann die eigenen Kosten für das Autofahren senken.

Der Ölpreis ist wieder auf 120 US-Dollar pro Barrel gestiegen und sollte er auf 150 US-Dollar oder mehr steigen, bedeutet er eine Gefahr für das Wachstum der Weltwirtschaft. Die Autofahrer müssen sich dann auf noch höhere Spritpreise als heute einstellen. Die Nachfrage nach E10 ist zwar nach wie vor gering aber die Mineralölkonzerne halten trotzdem daran fest und haben eine Informationskampagne gestartet.

Die Mineralölwirtschaft ist aber nicht hauptverantwortlich für die horrenden Spritpreis sondern der Staat mit seiner Mineralölsteuer. Die Mineralölsteuer auf Benzin beläuft sich auf 65,45 Cent pro Liter und beu Diesel werden 47,04 Cent je Liter berechnet.

Eine Alternative sind Elektroautos aber derzeit ist deren Reichweite mit durchschnittlich 150 Kilometern zu gering. Der Kaufpreis liegt bei rund 20.000 bis 100.000 Euro und so bleibt das Elektroauto nur wenige Menschen vorbehalten. Die Leistung der Akkus muss verbessert und ein bundesweites Stromtankstellennetz aufgebaut werden. Die teuerste Komponente ist das Akku und wenn der Preis sinken würde, dann könnten Elektroautos endlich erschwinglich werden. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Strassen fahren aber bis dahin wird es noch ein langer Weg sein.

Bildquelle: Eigenes Foto

Infoblogger, am 05.04.2011
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