Keine Phrasen und Floskeln

Dieser Tipp ist schon alt, wird in der Praxis jedoch immer noch nicht richtig berücksichtigt. Ein schrecklicher Fehler ist es, das Bewerbungsanschreiben mit leeren Phrasen und Floskeln anzureichern. Wer in seinem Anschreiben von sich behauptet "teamfähig" oder auch "belastbar" zu sein, muss dies irgendwie im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeiten belegen können. Sprich, die aufgestellten Behauptungen sollten authentisch und nachvollziehbar sein. Ein Bewerber, der mehrere Jahre Berufserfahrung in einer Führungsposition hat, ist als "teamfähig" einzustufen. Ein Berufseinsteiger hingegen kann dies gar nicht wissen.

Korrekte Rechtschreibung

Die Rechtschreibung ist ebenfalls enorm wichtig. Egal ob es dabei um die korrekte Groß-/Kleinschreibung, um Zeichensetzung oder Grammatik geht. Alle Texte müssen sich an aktuelle Rechtschreibregeln halten. Natürlich ist ein fehlendes Komma kein Beinbruch, speziell in einem längeren Text. Allerdings darf dies wirklich nur die Ausnahme sein. 

Ebenfalls sehr beliebte Fehler sind Probleme im korrekten Umgang mit "das" mit einem "s" und "dass" mit doppeltem "s". Dies sollten Sie unbedingt kontrollieren. Als Richtlinie gilt dabei: Wenn das durch dieses/jenes/welches ersetzt werden kann, folgt "das" mit einem 's'. Ist dies nicht der Fall, wird ein Komma gesetzt und "dass" mit doppeltem 's' geschrieben. 

Starke Sätze

Alle Sätze sollten möglichst stark auf den Leser der Bewerbung wirken. Das verschafft Eindruck und vermeidet wässrige und unklare Formulierungen, die nicht überzeugend klingen. Doch wie erreicht man dies?

Zum einen sind immer die kürzeren Sätze zu bevorzugen. Vermeiden Sie verschachtelte Sätze. Stattdessen lieber die Informationen und Aussagen auf mehrere Sätze verteilen. Die sind deutlich prägnanter.

Im Aktiv formulieren ist ebenfalls sehr hilfreich. Das Aktiv ist die Tatform. Die Sätze wirken damit lebendiger und haben mehr Ausdruck. Das Passiv ist die Leideform. Meist wirken Sätze im Passiv eher eintönig und sehr trocken.

Das "Warum" in den Vordergrund rücken

In jedem Bewerbungsanschreiben müssen Sie für sich werben. Ein Teil dieser Eigenwerbung ist die Beschreibung der Eignung. Orientieren Sie sich jedoch nicht so sehr an der logischen Ebene und der Eignung auf dem Papier. Stellen Sie lieber das "Warum" in den Vordergrund!

Vergleichen Sie die folgenden Beispiele. Beide Sätze könnten in einer Bewerbung als Webentwickler stehen:

 

Variante 1:

Das Wissen, welches ich mir im Rahmen meines erfolgreich abgeschlossenen Informatikstudiums angeeignet habe, macht mich zu einem geeigneten Kandidaten für die von ihnen beschriebene Positionen. Ich habe zudem mehrere Jahre Berufserfahrung. 

 

Variante 2:

Die Entwicklung von Webanwendungen ist meine Leidenschaft. Ich befasse mich schon seit  Jahren, auch außerhalb der Arbeit, intensiv mit der Programmierung. Mein großes Hobby ist und bleibt Software-Entwicklung. Ein Informatikstudium zu absolvieren war beruflich für mich einfach eine logische Konsequenz. 

 

Der erste Satz drückt hier klar aus, "Warum" Sie persönlich als Programmierer im Webumfeld arbeiten wollen. Die Variante 2 erreicht den Leser viel mehr auf einer emotionalen Ebene. Die Chance sich damit von der Masse abzuheben, ist groß. 

DIN-A4 ausnutzen

Ein Bewerbungsanschreiben wirkt am besten, wenn der Platz auf der DIN-A4 Seite möglichst ausgenutzt wird. Schreiben Sie daher nicht zu wenig, sonst wirkt der Text auf der Seite "verloren". Besser ist, zwei bis drei Absätze zu formulieren, die sich über die freie Fläche erstrecken. Allerdings darf es auch nicht zuviel werden, denn das sieht dann sehr beengt aus und wirkt ebenfalls nicht gut. Die richtige Mischung macht es!

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