Wie entstehen Blaualgen?

Blaualgen benötigen viele Nährstoffe, um sich bilden zu können. Diese Nährsalze müssen frei im Wasser verfügbar sein. Einige Arten haben durchaus die Möglichkeit, ungelösten Stickstoff freizusetzen. Jedoch ist dieses sehr Energieaufwändig sowie damit allein der komplette Nährstoffbedarf nicht gedeckt wäre, Blaualgen brauchen mehr als nur Stickstoff. Dieses bedeutet, dass gebundene Nährstoffe die Blaualgen nicht wuchern lassen, wenn sie nicht auf anderem Wege gelöst werden. Jedoch gibt es andere Faktoren in Aquarien, die zu einem hohen Nährstoffgehalt führen, hier eine Auflistung:

Viele Nährstoffe im Aquarium werden bedingt durch:

  • Überfüttern der Bewohner
  • Viele stark kotende Tiere
  • Wenig Saubermacher
  • Zu seltene und kleine Wasserwechsel
  • Frischwasser hat bereits hohe Nährstoffbelastungen
  • Zu wenige schnell wachsende Aquariumpflanzen
  • Organische Reste stauen sich im Boden und werden ab einer gewissen Stufe verstärkt umgewandelt

Wie sehen Blaualgen aus?

Blaualgen sehen bläulich aus, der Farbton geht jedoch auch ins dunkle Grün bis Schwarz. Sie bilden einen dichten Schleier oder Film über alle Flächen, die sich wenig bewegen. Dazu gehören Flächen auf Wurzeln, Steinen und der Einrichtung sowie die Blätter der Pflanzen. Diese Blaualgen können sehr gut entfernt werden, wenn sie mit einem Schlauch von den Flächen abgesaugt werden. Dieses sollte vor weiteren Maßnahmen gemacht werden. Wichtig ist, dass wirklich schnell gehandelt und gründlich gearbeitet wird. Wenn sich der Wasserstand nicht zu stark senkt, sollte noch mehr Wasser abgelassen und wieder aufgefüllt wird.

Warum reicht die Entfernung der Blaualgen nicht?

Algen oder Bakterien vermehren sich explosionsartig, wenn sie die richtigen Lebensbedingungen finden. Werden die Blaualgen abgesaugt, so sind jedoch noch genügend im Becken, die sich sofort wieder vermehren werden. Wichtig ist die Ursache für die vielen Nährstoffe zu finden. Diese Ursache muss beseitigt werden. Möglicherweise muss der Bodengrund ganz oder teilweise ausgetauscht werden, wenn in diesem viele Futterreste und organische Reste eingesickert sind und durch Verrottung als unerwünschte Nährstoffe abgegeben werden. Aber auch mit diesem Schritt und mit der Gabe von weniger Futter sind die Blaualgen immer noch da. Sie können praktisch nur durch eine gründliche Dunkelkur entfernt werden. Diese geht über 6 bis 7 Tage wobei nicht nur die Lichter ausgestellt sondern das ganze Becken abgedunkelt wird. Nur wenn Jungtiere im Becken sind, wird alle zwei Tage wenig gefüttert. Ansonsten sind zu Beginn, während der Dunkelkur und zum Ende sogar zwei große Wasserwechsel mit bis zu 90% vorzunehmen. Die zwei abschließenden Wasserwechsel sollen am Tag und den zweiten Tag nach der Dunkelkur vorgenommen werden. Nur wenn sehr sorgfältig verdunkelt und sehr gründlich viel Wasser mehrfach ausgetauscht wird, können die Blaualgen beseitigt werden. Wer die zwei abschließenden Wasserwechsel vergisst, kann es nach wenigen Wochen erneut machen.

Blaualgen entgegen wirken

Wer weniger füttert, nicht zu viele Tiere hält, Wasser von guter Qualität nachgibt und auch häufige Wasserwechsel vornimmt, macht noch nicht genug, damit Blaualgen nicht mehr auftreten können. Wichtig ist es, dass zudem schnellwachsende Pflanzen gesetzt werden. Für diese sollte mit einem speziellen Dünger für Aquariumpflanzen und mit einer CO2 Begasung ergänzt werden. Nur wenn die Pflanzen genügend CO2 und alle nötigen Nährstoffe haben, können sie auch die anderen Nährstoffe im Aquarium binden. Es muss natürlich auch mit einem guten Pflanzenlicht beleuchtet werden aber nicht mehr als 11 Stunden am Tag. Das Becken darf in keinem Fall im Sonnenschein aufgestellt werden. Wuchern die Pflanzen stark, ist das sogar gut, da sie einfach gelichtet werden können. Mit gesunden und gut wachsenden Pflanzen im Aquarium hat der Aquarianer generell weit weniger Algenprobleme.

Autor seit 5 Jahren
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