Wie wird Kork gewonnen?

Kork kennen wir alle von Weinflaschen. Aber bereits die Römer, Ägypter und Griechen verschlossen ihre Weinbehälter mit Kork und sorgten so für eine längere Haltbarkeit des Lieblingsgetränkes.
Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Korkeichen werden sehr alt, teilweise sogar über dreihundert Jahre. Alle 10 Jahre kann der Kork von einer Korkeiche geerntet werden, denn im Inneren wächst das Holz und außen das begehrte Produkt. Um an das Material zu kommen, wird die Rinde ganz vorsichtig von Hand geschält. Die so geerntete Rinde wird anschließend zerkleinert und gemeinsam mit Harz erhitzt um in Form gepresst zu werden. Kork ist sehr umweltschonend, denn kein einziger Baum muss gefällt werden.Die Bäume tragen bedeutend zum Umweltschutz bei, denn sie speichern Kohlenstoffdioxyd, welches man als Hauptverursacher für die globale Erwärmung ansieht. Die gewonnene Ernte wird jedoch nicht nur für Bodenbelege aus Kork verwendet. Es gibt verschiedene Accessoires und Möbel, die ebenfalls aus diesem Rohstoff hergestellt werden.
Kork ist selbstverständlich recyclebar.

Eine geschälte Korkeiche (Bild: Tsui/wikipedia.de)

Wie pflegt man Korkböden?

Korkböden sind nicht so empfindlich wie man vermuten würde. Eine normale Verschmutzung ist für ihn kein Problem. Die Reinigung des pflegeleichten Fußbodenbelages erfolgt durch Staubsaugen oder feuchtes Wischen. Wegen seiner antistatischen Eigenschaft ist er für Allergiker und Asthmatiker besonders gut geeignet. Verlegte Korkböden sind sehr widerstandsfähig und erfreuen sich lange schönem Aussehen. Ein massiver Korkboden kann sogar hin und wieder geschliffen werden. Nach einer erneuten Versiegelung ist er wieder für Jahre schön anzuschauen.

Korkeichen können alle 10 Jahre abgeerntet werden

Wie wird ein Korkboden verlegt?

Korkböden können sowohl fest, als auch schwimmend verlegt werden, wobei die letztere, die einfachere Methode ist. Lagern sie den verpackten Kork im klimatisierten Raum. Optimal wäre eine Raumtemperatur von 16 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise 40 - 60 Prozent betragen. Vor dem Verlegen vergewissern Sie sich, dass der Untergrund eben, trocken und sauber ist. Nur so ist eine Verlegung mit einem guten Ergebnis möglich.
Bei der schwimmenden Methode werden die Platten nicht mit dem Untergrund verklebt. Isolations- und Dämmschichten sind mit den Platten verbunden, sodass nur ein Arbeitsgang erforderlich ist. Wenn unbehandelte Korkfliesen verwendet wurden, ist eine Versiegelung notwendig. Ansonsten entfällt eine Oberflächenbehandlung.

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 03.01.2012
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