In den letzten Jahrzehnten kam die Schulmedizin immer mehr zu der Auffassung, dass ein hoher Cholesterinspiegel das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen erhöht. So wird die Gefahr auf einen Herzinfarkt bis zum 55. Lebensjahr mehr als verdoppel, weil die Ablagerungenvon Statinen die Venen verengen. Eine Initiative wurde gestartet, um die neue Volkskrankheit zu bekämpfen. So ist die Industrie auf diesen Trend aufgesprungen und entwickelte pflanzliche Produkte ohne tierische Fette.

Der Umstand, das Pflanzensterine das Cholesterin neutralisieren lässt immer mehr probiotische Produkte entstehen. Ganze Regalwände sind mittlerweile prall gefüllt mit derart gesunden Nahrungsmitteln. Frei nach dem Motto "viel hilft viel". Doch wie allen Heilmitteln der Natur sind auch den Pflanzensterinen Grenzen gesetzt. Der menschliche Organismus kann nicht mehr als 3g Sterine täglich verarbeiten. Die zuviel aufgenommenen Pflanzensterine werden im Körper abgelagert. Das führt mit der Zeit zu teils schwersten Folgeerkrankungen.

Es gibt viele Bücher und Ratgeber, die sich mit dem Thema Cholesterin beschäftigen. Zu wenige weisen auf die Tatsache hin, dass familiär vorbelastete und bereits erkrankte Menschen sich vor der Einnnahme von probiotischen Nahrungsmitteln mit ihrem Arzt absprechen sollten. Oft sind genau diese Produkte, die ja eigentlich für Menschen mit zu hohem Cholesterinspiegel hergestellt wurden, für sie schädlich. Dies kann im Einzelfall nur ein Mediziner entscheiden.

Das ist der Grund, warum foodwatch derzeit gegen Unilever klagt. Foodwatch möchte erreichen, das probiotische Lebensmittel nicht mehr frei verkäuflich sind, weil sie eigentlich unter das Arzneimittelgesetz fallen.

Die Klage der Initiative für gesunde Lebensmittel kämpft für mehr Transparenz. Sie will den Handel mit diesen Nahrungsmitteln nicht unterbinden, sondern fordert Warnhinweise auf den Verpackungen. Dies ist nur durchsetzbar wenn probiotische Produkte als Arzmeimittel deklariert werden. Doch damit würde ja die Freiverkäuflichkeit gefährdet. Dies will die Nahrungsmittelindustrie mit aller Macht verhindern.

Alternativ zu probiotischen Produkten können Menschen mit familiärer Vorbelastung oder eines bestehenden Krankenbildes ihre Ernährung umstellen. Die Diätküche empfiehlt hier Topinambur, Artischocke, Schwarzwurzel, Pastinake und Löwenzahn. Bei der Verwendung von Fetten sollte darauf geachtet werden hauptsächlich Oliven-, Lein- oder Hanföl einzusetzen. Wenig Fleisch und tierische Fette können mit einer fantasievollen vegetarischen oder Fischküche ersetzt werden. Auf Nahrungsergänzungsmittel kann getrost verzichtet werden, sie sind meist nicht das Geld wert, das sie kosten.

Auf Eierspeisen muss nicht generell verzichtet werden, auch hier ist die gesunde Dosierung ausreichend.

Wer also höchstens zweimal in der Woche Fleisch isst, nicht mehr als 2 Eier, und Butter sowie Margarine meidet (alternativ fettarmer Frischkäse oder Quark), der kann mit etwas Bewegung sein Risiko auf Herzinfarkt oder Schlaganfall deutlich verringern.

Autor seit 6 Jahren
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