Eisbach - Die Handlung

Ein Mann hört in der Nacht im englischen Garten in München Hilferufe, am nächsten Tag wird ein Mädchen vermisst gemeldet. Kommisarin Linda Lange nimmt sich des Falles an. Bald wird die Leiche des Mädchens gefunden. Sie wurde vergewaltigt, verstümmelt und schließlich lebendig in der Nähe des Eisbaches im englischen Garten begraben.  Die Suche nach dem Täter führt zuerst auf ein falsche Fährte und plötzlich befindet sich die Kommisarin in großer Gefahr.

Meine Rezension

Eigentlich beginnt Eisbach ganz vielversprechend. Im Prolog verkraftet ein Mann nicht, dass seine Schwester die inzestöse Beziehung endlich beenden will. Er rastet aus, nimmt sich was er will und begräbt anschließend seine Schwester noch lebend im Garten. Doch schon hier treten kleine Unstimmigkeiten zu Tage. Z.B. wacht er aus der Bewusstlosigkeit auf und denkt sofort daran, die Schaufel mitzunehmen, um dann seinen Plan, der in den letzten Stunden in ihm gereift war, in die Tat umzusetzen. Er war aber bewusstlos, wann konnte er planen?

In einem späteren Kapitel verabredet sich die Kommissarin mit Browser, einem Freund. Im Dialog wurde ausgemacht, dass er von Linda abgeholt wird. Im nächsten Kapitel wandert er jedoch über den Markt, um sich am englischen Garten mit der Kommissarin zu treffen.

Leider findet man im Buch noch weitere grobe Fehler. Meistens wurden ganze Wörter vergessen. Zum Beispiel Kapitel 19: Browser das Penthouse in der Innenstadt gekauft und ganz nach seinen Bedürfnissen ausgestattet. Oder Kapitel 25: Nach und nach trafen immer Trauergäste ein... Der Satz: Geben Sie mir Adresse ist auch nicht ganz bayerisch. Wahrscheinlich findet man, wenn man sucht, noch mehrere solcher Patzer. Fehler passieren beim Schreiben, das wissen wir alle, doch hat das Buch überhaupt jemand Korrektur gelesen?

Die Handlung selber wäre eigentlich gar nicht schlecht. Jedoch kann ich viele Wendungen nicht nachvollziehen bzw. erscheinen mir unlogisch. Bei mir kommt leider auch während des ganzen Buches überhaupt keine Spannung auf. Vor allem der Schluss ist völlig undramatisch. Ich frage mich, von was sich die Kommissarin eigentlich psychisch erholen soll?

Dann ist da noch so eine Kleinigkeit, die einem die Reiteretikette verbietet z.B. von hinten angaloppiert zu kommen (vor allem bei Reitschülern), zu überholen und weiterzugaloppieren. Der Reitlehrer wird wohl in diesem Fall nicht mehr freundlich Winken können, weil dann nämlich die Hälfte seiner Reitschüler am Boden liegt oder auf und davon sind, weil die Pferde durchgegangen sind. Auch dass die Freundin mit Pferd über die Absperrung springt, um zu den Ausgrabungen zu gelangen finde ich völlig unrealistisch.

Völlig daneben ist auch das Aufschießen des Türschlosses durch die Polizei. Ich habe mich extra bei einer befreundeten Mama, die Polizistin ist, erkundigt. So was geht überhaupt nicht. Es kann nicht einfach in eine Wohnung geschossen werden, vor allem wenn noch nicht mal sicher ist, dass der Verdächtige überhaupt da ist. Ich finde, dass solche Dinge überprüft werden sollten, um glaubhaft zu bleiben.

Fazit

Eigentlich hätte die Story potential, jedoch müsste meiner Meinung nach das ganze Buch nochmal überarbeitet werden. Ich fand es leider insgesamt enttäuschend.

Dieses E-book wurde mir feundlicherweise vom Verlag Dotbooks zur Rezension zur Verfügung gestellt und kann hier gekauft werden. Beworben hatte ich mich dafür bei Blog dein Buch.

susivital, am 10.02.2013
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Bildquelle:
Karin Scherbart (Asterix bei den Pikten – Rezension)

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