Demokratie funktioniert nur mit den Bürgern

Fakt ist, dass eine Demokratie nur mit Hilfe des wählenden Volkes funktionieren kann. Es ist also erforderlich, dass eine gewisse Anzahl von Menschen am 22.September ins zugewiesene Wahllokal geht und seine Stimme abgibt. Da es in Deutschland allerdings keine Mindestbeteiligung bei Wahlen gibt, reicht es, wenn nur ein Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben - auch wenn das herzlich wenig mit Demokratie zu tun hat, da sich ja dann die Mehrheit offensichtlich nicht mit einer der zur Verfügung stehenden Ganovenbanden Parteien identifizieren kann. Was also tun - wählen, nicht wählen oder eine ungültige Stimme abgeben?

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Wählen, nicht wählen oder ungültig wählen - die Qual der Wahl

Der Wähler

Tatsächlich soll es noch Menschen hier in Deutschland geben, die eine Partei finden, die ihrem Geschmack entspricht. Gehören Sie dazu, dann sollten Sie im September auf jeden Fall Ihre Stimme abgeben, um Ihrem Wunsch Gehör zu verschaffen und Ihren Anteil zur Demokratie zu leisten. Selbst dann, wenn Sie mit keiner Partei übereinstimmen, könnten Sie auch noch zum Protestwähler werden und irgendeiner dahergelaufenen Waldundwiesenpartei Ihre Stimme schenken. Damit wählen Sie jedoch oft trotzdem eine der großen Parteien, da diese in der Regel eben auf Koalitionen angewiesen sind.

Der Nichtwähler

Haben Sie die Nase vom Wahlkampfgeschwafel schon gestrichen voll, dann gibt es auch die Option, nicht wählen zu gehen. Zum Glück herrscht in Deutschland kein Wahlzwang und so können Sie ganz demokratisch Ihre Stimme das Klo runterspülen. Die politische Stimmung im Lande wird übrigens ganz häufig von der Wahlbeteiligung abhängig gemacht, sodass Sie mit der Verweigerung Ihrer Stimme zumindest indirekt signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Interessiert aber keinen und einen Effekt hätte diese Maßnahme nur, wenn eben 100 % der Wahlberechtigten nicht wählen gehen würden.

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Ungültig wählen

Eine andere Möglichkeit ist das Abgeben einer ungültigen Stimme. Diese treibt allerdings die Wahlbeteiligung in die Höhe, was zweideutig ausgelegt werden kann. Da  - wie oben bereits erwähnt - die Wahlbeteiligung als Indikator für die politische Zufriedenheit im Lande gilt, senden Sie eventuell noch ein positives Signal. Auf der anderen Seite sollte es schon zum Nachdenken anregen, wenn zwar 90 % Wahlbeteiligung vorhanden, aber 50 % der Stimmen bewusst ungültig wären. Aber auch das interessiert keine Sau. Allerdings könnten Sie bei der Bundestagswahl 2013 noch einen Riesenspaß beim Abgeben einer ungültigen Stimme haben, indem Sie die Wahlzettel mit ein paar hübschen, selbst gezeichneten Portraits der zur Wahl stehenden Politiker gestalten. Aber auch das...Sie wissen schon...interessiert keine Sau.

Gehen Sie zur Wahl?

Die Qual der Bundestagswahl

Zur Wahl 2013 sind Sie auf sich selbst gestellt

Wie immer sind Sie also auf sich selbst gestellt und müssen alleine entscheiden, welche Möglichkeit die richtige für Sie ist. Auf jeden Fall sollten Sie die Entscheidung nicht erst am Wahltag treffen, sondern Ihr Hirn einschalten und dann kreuzen oder eben nicht kreuzen. Meine kleine, rebellische Seele hat Ihre Entscheidung jedenfalls jetzt schon getroffen. Ich zeichne ja doch recht gerne.

AlphaBeta, am 24.08.2013
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