Was spricht gegen Cannabis als Einstiegsdroge?

Zwar ist die Einstiegsdroge ein häufiges Argument der Politiker, jedoch gilt es bereits seit Jahren durch die Wissenschaft widerlegt.

So fanden bereits mehrere Studien heraus, dass 95 Prozent der Cannabis-Konsumenten nicht auf "härtere" Drogen umsteigen. Anlass diverser Studien war die Feststellung, die meisten Heroin-Konsumenten hätten zuvor Cannabis konsumiert. Daraus schloss man nun, dass das Kiffen den Einstieg zu gefährlicheren Drogen darbot. Doch laut dieser These, bekannt als "Schrittmacherfunktion", würde das Lesen einiger Bücher bedeuten, dass man zu einem Autor wird, denn viele Autoren haben selbst Bücher gelesen, bevor sie begonnen haben, eigene Bücher zu verfassen.

Dazu kommt, dass die meisten Cannabis-Konsumenten dieses nicht langjährig gebrauchen, sondern nach Übernahme verschiedener Erwachsenenrollen der Konsum meist aufgegeben oder verringert wird. So wird eine Cannabis-Konsumentin, die zuvor beinahe täglich gekifft hat, das Kiffen höchstwahrscheinlich verringern oder gar ganz aufgeben, wenn es zu einer Schwangerschaft kommt oder se einen verantwortungsvollen Beruf antritt.

Außerdem kommen viele Kiffer durch Marihuana nicht automatisch in die Nähe anderer Drogen, denn die Meisten beziehen ihr Gras aus dem Bekanntenkreis, anstatt zu Dealern zu gehen, die auch mit anderen illegalen Drogen dealen. Werden dem Konsumenten durch einen Dealer jedoch auch andere Drogen angeboten oder diese beworben, kann es natürlich zu dem Konsum anderer Drogen kommen, welcher also durch den Cannabiskonsum erfolgt. Auch hier ist jedoch nicht das Gras selbst schuld, sondern der jeweilige Dealer. Dagegen würde jedoch eine Cannabislegalisierung helfen, denn so würde Cannabis nicht mehr von Dealer verhandelt werden.

Doch warum ist dieser Glauben dennoch so weit verbreitet?

Eindeutig dafür verantworten muss sich Denise Kandel, welche 1975 den Begriff Einstiegsdroge einführte. Diese sprach in einer berühmten Rede von dem zeitlichen Zusammenfallen des Cannabiskonsums und der anderweitigen Drogenabhängigkeit. Einige Jahre später kam sie jedoch zu dem Ergebnis, Nikotin sei die Einstiegsdroge schlechthin.

 Ein weiterer Grund für diesen weit verbreiteten Glauben ist schichtweg, dass viele Menschen sich nicht informieren, bevor sie falschen Behauptungen einiger Politiker und auch Bekannter nachplappern. Also: Informieren, bevor man "Informationen" verbreitet und Falschinformationen korrigieren, keine Diskussionen scheuen!

 Zuletzt gibt es natürlich auch noch die Personen, die es zwar besser wissen, jedoch ihre Meinung nicht ändern wollen und darauf beharren, warum Cannabis illegal bleiben sollte. So klammern sie sich an jedes (Schein-)Argument, das ihre Meinung unterstützt. (Natürlich gibt es solche Leute auf beiden Seiten, dies möchte ich nicht ignorieren.)

Fazit

Cannabis kann nicht als Einstiegsdroge bezeichnet werden. Dies wurde inzwischen sogar durch zahlreiche Studien bewiesen.

Es handelt sich also nur um einen falschen Glauben, der zwar weit verbreitet, aber sinnlos ist. Wer sich also mit diesem Argument gegen Cannabis ausspricht, wird diesen Standpunkt so nicht lange halten können, außer Fakten werden außer Acht gelassen.

Informieren, bevor ge-/ und verurteilt wird!

Autor seit 7 Monaten
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