Chicago und die Großen Seen

Chicago – Eine Stadt der Superlative

Chicago ist wirklich eine außergewöhnliche Stadt. Die Stahlträger der Hochbahn, der " EL" (Elevated), bilden die Wirbelsäule des Geschäftsviertels " TheLoop". Hier befinden sich auch eine Vielzahl von Shopping Möglichkeiten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Drei verschiedene Baustile findet man im Zentrum der Stadt.

Den postmodernen Bürokomplex 190 SouthLasalle Street, den Sears Tower, der mit 440 m Höhe lange der höchste Wolkenkratzer der Welt war und 311 South Wacker Drive, in dem verschiedene geometrische Figuren kombiniert sind, gekrönt von einem nachts leuchtenden Glaszylinder. Es lohnt sich bei schönem Wetter mit dem Aufzug auf das Sky Deck des Sears Tower hinaufzufahren, wo man dann einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und den Michigan See aus der Vogelperspektive genießen kann. Ebenfalls zu empfehlen ist der Ausblick vom John Hancock Center, dem zweithöchsten Wolkenkratzer der Stadt, der mit seinen zwei riesigen Dachantennen eines der markantesten Bauwerke in der Skyline von Chicago ist. Eine computergestützte Fernglasanlage erklärt dem Besucher, was er gerade im Visier hat.

Wie Blütenblätter sind die Balkonapartments der Marina City angeordnet: eine Stadt in der Stadt - mit Park- und Bootliegeplätzen, mit Geschäften, Büros, Restaurants. Ein innovatives Projekt, um den vernachlässigten Chicago River wieder ins städtische Leben einzubeziehen, das im Jahr 1967 für Schlagzeilen sorgte.

Chicago ist wahrlich das Herz Amerikas. Eisenbahnstränge waren einst die Lebensadern der Stadt. Sie ließen sie wachsen und machten sie wohlhabend. Sie verbanden die Warenumschlagsplätze am Michigan-See mit den Farmen des mittleren Westens und den Zentren der Ostküste. Hier endeten die Viehtransporte aus Texas in den Schlachthöfen von Chicago. Zwar hat die Schiene ihre frühere Bedeutung verloren, doch Züge gehören nach wie vor zu Chicago wie dessen unverwechselbare Skyline. Hier begann die Eisenbahnlinie der Union Pacific Railroad, die in westlicher Richtung gebaut wurde, um sich mit der von Sacramento kommenden Eisenbahnlinie zu verbinden. Hier fährt heute noch der legendäre San Francisco Saphyr durch sechs US Bundesstaaten bis an die Westküste in die Stadt an der San Francisco Bay. Hier ist auch der Anfang der legendären Route 66, die durch mehrere Bundesstaaten bis an die Westküste nach Santa Monica nördlich von Los Angeles reicht.

Fotos: Fotolia

Skyline von Chicago mit Sears Tower
Lake Michigan and Skyline Including ...

Lake Michigan and Skyline Including Sears Tower, Chicago, Illinois (Bild: Alan Copson / AllPosters)

Route 66
U.S. Route 66

U.S. Route 66 (Bild: AllPosters)

Al Capone. Ein Mann. Ein Mythos

Eine der ungewöhnlichsten Touren, die man in Chicago unternehmen kann, ist sicherlich die Untouchables Tour (The Untouchables – Die Unbestechlichen), nach dem gleichnamigen Film über die Geschichte der Mafia mit Robert de Niro und Sean Connery. Sie folgt den Spuren eines Mannes, der in den zwanziger Jahren der mächtigste Mafia Boss in Chicago wurde. Al Capone. Aufgewachsen in den Straßen von Brooklyn, New York, wo er mit seinem Schulfreund und Bandenkönig, Lucky Luciano, seine " Lehrzeit" verbrachte, machte er sich von dort auf, um sein eigenes Gangsterimperium in Chicago aufzubauen. Foto: Fotolia

Einer der Orte der Tour ist zum Beispiel sein Stammlokal, Green Mill, wo er mit seinen Gorillas seinen Stammplatz hatte. Immer mit dem Rücken zur Wand und den Blick auf die beiden Eingänge hatte er stets alles unter Kontrolle. Die Flaschen werden, wie in der Zeit der Prohibition, zum Teil noch unterm Tresen versteckt, wie es damals üblich war, um sie vor Polizeikontrollen zu verbergen.

Am Schauplatz des Valentinstag Massaker in der North Clark Street sieht man noch die tiefen Einschusslöcher in der Ziegelwand. Das sind die Reste von Bugs Morans Alkohollager. Hier fuhr am 14. Februar 1929 ein Streifenwagen vor, dem als Polizisten verkleidete Gangster entstiegen und sieben von Morans Männern erschossen. So rächte sich Al Capone für die ständigen Überfälle auf seine Alkoholtransporte und vor allem dafür, dass Bugs ihn in aller Öffentlichkeit als "Scarface" (Narbengesicht) verhöhnte.

Jeder Schlag entzündete wieder neue Gegenschläge. John Torrio, genannt der Manager, versuchte seine Kollegen davon zu überzeugen, dass in den illegalen Geschäften genug für alle da ist. Mit Anlagewerten von 5 Millionen $ und Arbeitskapital von 25 Millionen, verdient durch Alkoholschmuggel und Schwarzbrennerei, häuften Torrio und Al Capone Gewinne von 12 Millionen $ an. Tatsächlich überredete Torrio die Unterweltbosse, die Viertel mit ihren durstigen Kehlen unter sich aufzuteilen und über deren Grenzverlauf sogar Verträge abzuschließen. Von den Ordnungshütern Chicagos hatten sie ohnehin nichts zu befürchten. Stadtverordnete wurden mit Boni von bis zu 100.000 $ geschmiert. Polizisten traten am Zahltag bei den Bossen an und holten sich ihre Monatsgehälter ab. In Little Scicily, wo die Genna-Brüder die Tagesproduktion der Schwarzbrenner in der Taylor Street 1022 einsammelten, wurden auch 400 Polizisten des Distrikts ausbezahlt. Der Bau ist deshalb bei den Anwohnern auch die "Polizeistation" genannt worden. Und Bürgermeister Thompsons Auffassung einer offenen Stadt garantierte den Gangstern, die mit Maschinenpistolen und Drohungen für seine Wiederwahl sorgten, größtmögliche Toleranz

Trotzdem hielten die Verträge unter den Gangstern nie lange. Die Temperamente der großen Bosse waren ungeeignet für das organisierte Verbrechen. Sie brauchten Straßenschlachten, Überfälle und Beerdigungen, um ihren Status zu behaupten und ihre Macht zu fühlen. So starben die meisten Ganoven durch Pistolenkugeln in der Gosse. Nur einer von ihnen war nie zu fassen, Al Capone. Erst die Steuerfahndung schaffte es, ihn schließlich hinter Gitter zu bringen. Diese Jahre verbrachte er im Staatsgefängnis auf der Insel Alcatraz in der Bucht von San Francisco, wo er in den dreißiger Jahren einer der prominentesten Insassen war. Nach seiner Entlassung starb er im Alter von 48 Jahren im Jahr 1947 an Syphilis in seinem Bett - ganz unspektakulär.

Foto: Gabi Eder, Pixelio

Natürlich wird Al Capone aber niemals wirklich sterben. Das American Police Museum in Chicago hat ihm eine Erinnerungsstätte eingeräumt, ein Getreuer eine Zigarre auf dem - wiederholt gestohlenen - Grabstein platziert und im Al Capone Museum lebt er als computergesteuerte Puppe weiter.

Aufgrund seiner Macht und seines Einflusses während der Prohibitionszeit ( 1919 – 1932) in den zwanziger Jahren haben manche Leute auch gesagt, dass Al Capone der eigentliche Bürgermeister von Chicago gewesen ist.

Al Capone

Al Capone (Bild: AllPosters)

Chicago Blues

Barfuß, mit einer Gitarre auf dem Rücken und dem Blues in den Fingerspitzen, so kamen einst viele Schwarze von den Baumwollfeldern des Südens nach Chicago. Tausende singen auch heute noch von verlorener Liebe, Schmerzen und Leid. Denn der Blues heilt alle Wunden.

Erfunden hat den Ausdruck "Blues" der amerikanische Schriftsteller Washington Irving. Blue war eigentlich immer eine ganz normale Farbe, aber seit dem 16. Jahrhundert wurde sie auch als die Farbe des Teufels, des Unglücks, des Unheils und des Bösen gesehen. "I've got the blues" heißt deshalb auch soviel wie, " ich bin traurig". Die Schwarzen, die sich heute "Afro-Americans" nennen, hatten in der amerikanischen Geschichte viel Grund zum trauern.

Als im Frühjahr 1917 der erste "Great Northern Drive" begann und der erste große Schwung von Nachfahren ehemaliger Sklaven nach Chicago kam, waren viele von ihnen barfuß unterwegs. Chicago wucherte und Al Capones Leichen, die Stahlwalzwerke und die Schlachthöfe erlangten Weltruhm. Die Schwarzen kamen, weil zu viele Arbeitskräfte fehlten. Mit ihnen kam auch ihre Musik und so kam der Blues nach Chicago.

Foto: kuco - Fotolia

Mehr als 5000 Musiker und knapp 1000 Blues Sänger soll es in Chicago heute noch geben. Ein paar 100 davon können auch davon leben, aber der Rest von Ihnen arbeitet tagsüber als Friseur, Briefträger oder Taxifahrer und verdient sich abends mit dem Blues noch ein paar Dollar nebenbei.

Es ist gut möglich, dass nicht eine Musikrichtung des 20. Jahrhunderts vom Einfluss des Blues aus Chicago unberührt blieb. Am stärksten gilt das wohl für den Rock ‚n‘ Roll. Als die Beatles Mitte der sechziger Jahre bei einem Konzert an den großen Seen waren, wollten sie sich unbedingt ein Konzert des legendären Muddy Waters ansehen. Und auch die Rolling Stones verdanken ihren Namen einem der Lieder des größten aller Blues Musiker Chicagos. Muddy Waters, Willi Dixon, John Lee Hooker, B.B. King und Jimmy Reed gehören zu ein paar Dutzend von denen, die es geschafft haben, ganz oben zu landen.

Eric Clapton, der von vielen als der beste weiße Bluesgitarrist gesehen wird, war von jeher vom Blues inspiriert. Seine Scheibe "Riding with the King", die er vor Jahren zusammen mit B.B. King auf den Markt brachte, gehört mit zu dem besten, was ich am Blues Musik gehört habe. Ein weiterer meiner Favoriten ist auch Albert Collins, der in dem Stück "Ice Pickin" ein meisterhaftes Blues Gitarren Solo spielt.

Einmal im Jahr findet das Chicago Blues Festival statt, wo auf mehreren Bühnen zu sehen und zu hören ist, was derzeit in der Blues Szene Rang und Namen hat. Natürlich kann man auch sonst immer guten Live Blues erleben, z.B. Im Chicago Blue oder Buddy Guy's Legends und vielen anderen mehr.

Chicago Blues Festival
Group of People Sitting at Chicago ...

Group of People Sitting at Chicago Blues Festival, Chicago, Illinois, USA (Bild: Panoramic Images / AllPosters)

Chicago – eine kulinarische Weltreise

Chicago – eine kulinarische Weltreise.

Jedes Jahr Ende Juni, Anfang Juli fahren Dutzende Chicagoer Restaurants ihre Spezialitäten im Grant Park auf. Der Anlass ist ein zweiwöchiges, hoch- kalorienhaltiges Picknick, dass "Taste of Chicago" genannt wird. Dann präsentiert die Stadt mit Sate-Spießen, Enchiladas, Calzone, Bratwurst und Curryziege, was sie kulinarisch so alles zu bieten hat. Dabei ist Chicago eine durch und durch amerikanische Metropole und das gilt besonders auch für eine würzige, zeitgemäße Interpretation der amerikanischen Küche. Rindfleisch ist immer noch das kulinarische Symbol für das Image von Chicago. Das zeigen auch die Steakhäuser alten Stils mit ihren Dinnerpreisen, die teilweise astronomische Höhen erreichen.

Gibson's Bar & Steak House (1028 N. Rush Street) zieht besonders die Gold-Coast-Klientel an. Die Gäste kommen hierher wegen der Martinis, der Zigarren und der Filetssteaks, um hier Geschäfte zu machen.

Kleiner ist das Gene & Georgetti Steak House (500 N. Franklin Street). Hier bekommt man neben dicken Steaks auch leckere Gerichte aus der Küche des mittleren Westens und der Südstaaten einfach, herzhaft und lecker zubereitet.

Einer der besten Diner der Stadt ist das Wishbone (1800 W. Grant Avenue). Das kleine Lokal sieht aus wie eine Farmhaus-Küche. Hier gibt es zum Beispiel die scharfe Louisiana Hot Sauce, die gerne zu den preisgünstigen Shrimps genossen wird.

Das Soul Kitchen (1576 N. Milwaukee Avenue) verspricht seinen Gästen "lautes Essen und scharfe Musik"; und von beidem gibt es hier reichlich. Gebratene Salbeiblätter, Hähnchenspieße oder scharf gewürztes Lamm mit Kokosnuss-Reis oder aber gebratener Wels in Pekanussmantel gehören hier zu den beliebtesten Gerichten. Dazu gibt es dröhnende Musik aus den Lautsprechern.

Mexikanische und lateinamerikanische Küche findet man im Abril (2607 N. Milwaukee Ave.)

Das Viceroy of India (2518 W. Devon Ave.) bietet feinste indische Küche, wie zum Beispiel ein hervorragendes Chicken Tikka Marsala.

Ausgezeichnete vietnamesische Küche gibt es im Mekong (4953 N. Broadway). Eine vietnamesische Nudelsuppe oder Shrimps auf Zuckerrohr, die man zusammen mit Minze, Sprossen, Erdnußsauce und Nudeln im Reismantel eingewickelt, gehört zu den Spezialitäten des Hauses.

Wer Heimweh nach Deutschland bekommt und auf deutsche Küche nicht verzichten möchte, findet dies im The Berghoff, Downtown auf der W. Adam Street.

Und last, but not least gibt es natürlich in Chicago auch ein Hardrock Café, wo man immer einen leckeren Burger bekommt, gute Musik hört und das Ganze noch mit dem Kauf eines Souvenir T-Shirts verbinden kann.

Eine besondere Chicagoer Spezialität ist die Pfannenpizza, die hier erfunden wurde und die in zahlreichen Restaurants zur regionalen Standardküche gehört.

Chicago hat im wahrsten Sinne des Wortes für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas Passendes zu bieten.

Foto: Fotolia

The Berghoff - deutsches Restaurant in Chicago
The Berghoff

The Berghoff (Bild: Bob Stefko / AllPosters)

Eine Tour um die großen Seen

In drei Etappen kann man eine Tour um die großen Seen unternehmen und dabei noch eine Extrarunde um den Lake Superior machen.

1. Etappe

Die erste Etappe geht von Chicago in nördlicher Richtung nach Sault Ste. Marie. Hier erlebt man viel Deutsches, Dünen und Wunder der Technik. Die Reise geht zunächst nach Milwaukee, Green Bay, Ludington, Mackinaw City und endet schließlich nach ca. 1000 km in Sault Ste. Marie.

Das erste große Ziel ist die Stadt Milwaukee, wo sehr viele deutsche Auswanderer Wurzeln geschlagen haben. Von Juli bis September erhält die Stadt den Beinamen "City of Festivals", und ein "German Fest" ist natürlich auch dabei. Höhepunkt ist jedoch das "Summer Fest". Kostenlose Führungen gibt es hier auch in der Miller Brewing Co. die in einer bayerischen Bierstube endet. Motorad Fans können in der Harley-Davidson Motor Co. bei einer kostenlosen Führung den Motorenbau und einige der legendären Kultmaschinen besichtigen. Alle fünf Jahre kommen ca. 100.000 Harley Fans hierher zum Harley Fest.

Foto: Jens Goetzke, pixelio

Weiter geht es zum "Kettle Moraine Scenic Drive". Die beschauliche Panoramastraße führt über die dicht bewaldeten Höhen einer lang gestreckten Moräne aus der letzten Eiszeit und ist besonders im Herbst während des Indian Sommer wunderschön zu befahren. In Ludington kommt man zu einem der schönsten Uferabschnitte des Michigan-Sees. Hier befinden sich auch dies "Sleeping Bear Dunes" und der National Lakeshore mit fast 140 m hohen Sandbergen.

Danach führt der Weg nach Mackinaw City mit seinen Kirschplantagen weiter nach Sault Ste. Marie dem Grenzort zwischen USA und Kanada. An den Soo Locks wird in einem gewaltigen Schleusenssystem das Gefälle zwischen dem Lake Superior und dem Lake Huron ausgeglichen. Wer das Schleusenserlebnis noch hautnäher mitmachen möchte, kann an einer Bootstour auf der US oder der kanadischen Seite teilnehmen.

2. Etappe

Auf der zweiten Etappe sieht man viel Wald, Indianer, Erinnerungen an die Missionare und den Polarbär-Express, der bis an den Rand der Arktis fährt. Die Strecke führt von Sault Ste. Marie über Manitoulin Island, Bruce Penninsula und Midland bis in das 800 km entfernte Toronto.

Am Nordufer des Lake Huron sieht man Wälder nichts als Wälder. Bei E. B. Eddy in Espanola, einer der größten Arbeitgeber der Provinz, bekommt man kostenlose Führungen durch die Zellulosefabrik und das gigantische Sägewerk. In weitenSchwüngen läuft hier der Highway 6 über Granitkuppen, schlängelt sich an tiefblauen Seen entlang und hüpft von Insel zu Insel. Eine herbe aber schöne Landschaft.

Die Route nach Midland führt über den Badeort Wasaga Beach am Südufer der Georgian Bay bis nach Toronto, wo man dann nach so viel Natur einmal wieder das pralle City Leben genießen kann.

Foto: Skyline von Toronto, Fotolia

 

 

 

 3. Etappe

Die dritte Etappe führt von Toronto über die Niagarafälle, Cleveland (Ohio) und Detroit (Michigan) wieder zurück in das 1500 km entfernten Chicago.

Zwei Autostunden von Toronto entfernt kommt man zu den Niagarafällen. 12 Millionen Besucher jährlich lassen sich hier von dem gigantischen Naturschauspiel beeindrucken. Empfehlenswert sind hier die Tunnel, die unter dem Table Rock House hinter die Wasserfälle führen und eine Fahrt mit der "Maid of the Mist", einem Ausflugsboot, das einen mitten in die Gischt der Fälle bringt.

Foto: Niagarafälle, Fotolia

Das nächste große Ziel ist Detroit, Michigan, die Autohauptstadt Amerikas. Der Weg dorthin geht vorbei an Cleveland, Ohio. Unbedingt sehenswert ist in Detroit das Henry Ford Museum. Über 100 historische Autos, vom Model T bis zu Präsidenten Limousinen gibt es hier viel zu sehen. Neben dem Museum hat Ford in den zwanziger Jahren berühmte historische Häuser aus den USA zum Green Fields Village zusammengetragen. Dazu gehört zum Beispiel der Fahrradladen der Wright Brothers, die Anfang des 20. Jahrhunderts das erste Flugzeug in die Luft brachten. Das Laboratorium von Thomas Edison und das Gericht, in dem Abraham Lincoln als Anwalt arbeitete, gehören ebenfalls zu dieser Sammlung. Foto: Patrick O Leary, Fotolia

Auf dem weiteren Weg westwärts kommt man im US-Bundesstaat Indiana ins Amish Country, das Siedlungsgebiet von Nachfahren von Mennoniten aus Deutschland und der Schweiz. Diese Menschen lehnen unsere moderne Technik ab und leben heute noch so wie ihre Vorväter. Bevor man nach Chicago zurückkommt, sollte man einen Abstecher an das Südufer des Lake Michigan machen. Am Indiana Dunes National Lakeshore erstrecken sich auf fast 30 km Länge Dünen aus Quarzsand, die nochmals zu einem Picknick in der Natur einladen, bevor es wieder in die große Metropole zurückgeht.

Foto: Amish People, fotolia

 

 

Alles in allem ist dies eine Tour, für die man ca. drei Wochen einplanen sollte, wenn man in den Metropolen ausreichend Zeit haben will und gleichzeitig die schöne Natur rund um die Seen genießen will.

Viel Spaß in Chicago und an den großen Seen.

Ludington - Leuchturm am Ufer des Michigan Lake
Big Sable Point Lighthouse on Lake ...

Big Sable Point Lighthouse on Lake Michigan, Ludington SP, Michigan (Bild: Chuck Haney / AllPosters)

Autor seit 4 Jahren
65 Seiten
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