Vom Theater zum Zirkus

Clown PierrotDie Commedia dell' arte in Italien entwickelte im 16. Jahrhundert die heute noch bekannten Figuren des Pierrot, des Harlekin und der Pulcinella, welche alle drei verschiedene Charaktere verkörpern. Allgemeine Bedeutung erlangten die Clowns jedoch erst durch den Zirkus. Über die Entstehungsgeschichte der Clowns im Zirkus gibt es zwei unterschiedliche Theorien, die eine besagt, Clowns wären erstmalig als Kunstreiter im Astley Circus in Paris 1785 aufgetreten. Die andere weiß zu berichten, dass 1795 im Londoner Hippodrome zwei Mitarbeiter durch unmögliche Kleidung und unmögliches Verhalten unfreiwillig zu Clowns wurden, die Zuschauer aber dermaßen zum Lachen reizten, dass die Nummer wiederholt und perfektioniert wurde. Seitdem treten Clowns im Zirkus geschminkt auf und benehmen sich tölpelhaft.

Der moderne Clown

ClownHeute noch tritt der Clown im Unterhaltungsprogramm des Zirkus auf. Er trägt immer noch weite und bunte Kleidung, eine Perücke und eine große rote Nase. Von der Darbietung für Erwachsene wechselte das Unterhaltungsprogramm jedoch über auf Kinder. Clowns sind Pantomimen, Artisten und Komiker. Schon längst ist nicht mehr alleine der Zirkus die Welt des Clowns, sondern Clowns für Kindergeburtstag können jederzeit und überall gebucht werden. Die "Roten Nasen" besuchen die Kinderabteilungen der Krankenhäuser und Kinderheime. Ihre Absicht ist es, Frohsinn und Lebensfreude zu verbreiten. Sie wollen kranken Kindern damit helfen, wieder Mut zu fassen, langweilige Stunden bereichern und den Heilungsprozess fördern.

Clowns ohne Grenzen

Clowns ohne Grenzen1993 gründete sich in Spanien ein Verein, dessen Anliegen es war, Kindern in Armutsgebieten, Krisen- und Katastrophenregionen dieser Welt Lachen und Freude durch Clowns zu bringen. Mittlerweile ist daraus eine international tätige gemeinnützige Organisation entstanden: Clowns ohne Grenzen. Neun Nationen haben sich darin zusammengeschlossen. 2007 wurde ebenfalls in Deutschland "Clowns ohne Grenzen e. V." gegründet und seitdem sind die ehrenamtlich tätigen Mitglieder bereits zweimal in Rumänien, zweimal in der Ukraine, dreimal in Sri Lanka, einmal in Georgien und einmal in Indien gewesen. Die Mitglieder erhalten eine professionelle Ausbildung und berichten nach Ihren Einsätzen ausführlich über die gesammelten Erfahrungen. Ziel ist es, – neben der Abwechslung und Freude, die den vom Schicksal benachteiligen Kindern geschenkt werden –, Verständnis und Verbindung zwischen den Kulturen zu schaffen.

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