Ukraine Krise sowie Konflikte im Nahen Osten

Ukraine-Krise: 2015 Entspannung

Die Ukraine-Krise dürfte auch in 2015 andauern. Allerdings dürfte der Konflikt sich langsam beruhigen. Beide Seiten, Ukraine und Separatisten dürften erkennen, dass langfristig keiner von beiden Sieger wird. Auch Russland dürfte mittelfristig ein elementares Interesse daran haben, dass der Konflikt sich beruhigt und eine Lösung angestrebt wird. Die russische Wirtschaft leidet sehr stark unter den Sanktionen, auch der Rubel-Verfall stellt Russland vor schwerwiegende Probleme. Russland dürfte die Separatisten dazu drängen, Kontakt mit der ukrainischen Regierung aufzunehmen. Als Lösung könnte sich das Szenario ergeben, dass die Krim endgültig zu Russland kommt. Hier könnte es zu einem zweiten Referendum unter internationaler Aufsicht kommen. Dabei dürfte die Mehrheit sich dafür aussprechen, dass die Krim zu Russland kommt. Das umkämpfte Gebiet in der Ost-Ukraine dürfte weiterhin zu der Ukraine gehören. Ein Sonderstatus für dieses Gebiet mit wirtschaftlichen Anschluss zu Russland wäre eine Option, die für beide Seiten akzeptabel wäre. Auch der Westen, insbesondere die EU, dürfte mit diesem Kompromiss zufrieden sein. Die Sanktionen von Russland setzen den Unternehmen in der EU sehr hart zu. 2015 könnte ein Jahr der Entspannung in diesem Konflikt werden.

 

Die Krise im Nahen Osten: 2015 Krise bleibt bestehen

Sollte die ISIS ihre radikalen Maßnahmen fortsetzten, dürfte der Westen unter Führung der USA und Großbritannien hier hart eingreifen. Ob sich die Lage in dieser Region beruhigt ist sehr unwahrscheinlich. Erst wenn es zu einem Frieden in Syrien kommt, kann das Thema IS endgültig angegangen werden. Auch in 2015 dürfte es hier zu keiner Lösung kommen. Die Länder im Nahen Osten haben eine andere Kultur was die Regierungssysteme betrifft. Eine Demokratie wie wir sie im Westen kennen, ist in diesen Ländern sehr unwahrscheinlich. Hier sollten die Erwartungen der westlichen Länder auch nicht so hoch sein.

Ein neuer Konflikt könnte sich in dieser Region anbahnen. Gefährdet sind Ägypten, Irak und Lybien.

Asylanten und Flüchtlinge

Asylanten: 2015 leicht rückläufig

Flüchtlinge: 2015 Zahl steigt

Die Welle von Asylanten und insbesondere von Flüchtlingen dürfte sich in 2015 weiter verstärken. Länder wie die Türkei, Libanon und Jordanien dürften darauf drängen, dass die EU und andere westliche Länder mehr Flüchtlinge als bisher aufnehmen. Die große Anzahl der dortigen Flüchtlinge belastet diese Länder erheblich. Insbesondere die EU hat kaum eine andere Wahl, als die Kontingente zu erhöhen.

Das Problem in den westlichen Ländern, auch Deutschland, ist, dass die Bürger dieser Länder sich zunehmend gegen die Aufnahme wehren. Ausschreitungen und Protestversammlungen dürften weiter zunehmen. Damit die Länder diese Problematik bewältigen können, dürften die Bestimmungen für Asylbewerber strenger angewendet werden. Das bedeutet, dass die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge erheblich zurück gehen dürfte.

Afrika könnte einer der größten Problemkontinente in 2015 werden. Schon in 2014 und davor gab es viele Konflikte in Afrika, insbesondere im Norden von Afrika. Das Problem in Afrika ist, dass die Grenzen der Länder von den Kolonialmächten planlos festgelegt wurde. Auf Bevölkerungszugehörigkeiten wurde nicht geachtet. Zudem kommt es immer wieder zu religiösen und Stammeskonflikten. Die Folge dieser Unruhen führt dazu, dass viele Menschen diese Kriselnder verlassen.

Politik

Größere Wahlen stehen in 2015 nicht an, nur in Hamburg (15.02.2015) und Bremen ( 10.05.2015) finden Bürgerschaftswahlen statt.

In Hamburg verfügt die SPD über eine knappe Mehrheit. Obwohl in Hamburg traditionell die SPD führend ist, dürfte die absolute Mehrheit kippen, so dass eine Koalitionsregierung zustande kommt. Optionen hierfür sind SPD/GAL oder SPD/CDU. Die AfD dürfte einziehen, die FDP unter die 5 % Grenze rutschen und somit nicht mehr im Senat vertreten sein.

Auch in der Bremer Bürgerschaft dürfte es Veränderungen geben. Hier verfügt die Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen über eine so hohe Mehrheit, dass die Koalition auch weiterhin regieren kann.

 

Die Koalition im Bund dürfte auch 2015 bestehen bleiben. Zwar gibt es immer wieder Streitthemen, aber die Parteien stehen zum Koalitionsvertrag. Themen wie die Maut, Gesundheit und Renten werden zu Konflikten innerhalb der Koalition führen, jedoch wird man Konsens schaffen.

Innerhalb der Politik der EU kommt die deutsche Regierung unter stärkeren Druck. Die EU möchte milliardenschwere Konjunkturpakete auflegen. Das Problem ist, dass die schwachen Länder wie Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich kaum Reformen in ihren Ländern umsetzten. Zu groß ist die Angst, vor Bürgerprotesten. Deutschland wird sich dem Druck der EU wohl beugen müssen und wieder Milliarden zahlen. Langfristig wird Deutschland hierunter leiden.

 

Wirtschaft und Börse

Wirtschaft: 2015 weiterhin schwächelnd

Die wirtschaftliche Entwicklung hängt von den Zinsen und den politischen Rahmenbedingungen ab. Die Zinsen sind auf einem historischen Tiefststand, die Rahmenbedingungen in Deutschland sind ebenfalls gut. Jedoch wirken sich die Sanktionen gegen Russland zunehmend negativ auf die Wirtschaft aus. Auch die Dauerkrise in der EU bremst die Wirtschaft. In 2015 dürfte es jedoch zu keiner Verschlechterung kommen, eine wesentliche Verbesserung dürfte auch nicht stattfinden. Die Sanktionen gegen Russland können aufgrund einer Entspannung gelockert werden, dies reicht jedoch nicht aus um die Wirtschaft wesentlich zu beflügeln.

Börse: 2015 Stabilität mit erheblichen Schwankungen

Insgesamt dürfte die Börse weiterhin robust bleiben und neue Höchststände erklimmen. Hierfür verantwortlich sind in erster Linie die weiterhin niedrigen Zinssätze. Positive Unterstützung kommt aus den USA und aus Russland. Wenn hier die Sanktionen nicht verschärft werden oder ein Entspannungsprozess einsetzt, beflügelt das die Aktien. Negativ könnte sich eine Zinsänderungspolitik in den USA auswirken. Es zu großen Schwankungen in 2015 kommen. Die Bandbreite des DAX-Index dürfte zwischen 10.600 und 9.200 Punkten liegen. Anleger sollten daher öfter an Gewinnmitnahmen denken.

 

Sonstige Ereignisse

Auch in 2015 wird es zu unerwarteten Ereignissen kommen. Erdbeben, Überschwemmungen, Epidemien und Katastrophen werden auch in dem neuen Jahr wieder auftreten und für Unruhe sorgen. Viele Ereignisse um bekannte Persönlichkeiten werden ebenfalls für Aufsehen sorgen. Ebenso werden sportliche Ereignisse zu Überraschungen und Enttäuschungen führen.

Auch in dem kleinen Kosmos eines jeden Menschen wird es zu unerwarteten Ereignissen kommen.

All diese Ereignisse können jedoch nicht prognostiziert werden. Das würde an Hellseherei grenzen, und wäre unverantwortlich.

 

Fazit

Auch wenn das Jahr 2015 wieder sehr turbulent werden wird, sollten die Menschen nicht hektisch, ängstlich und überstürzt reagieren. Veränderungen, ob geplant oder ungeplant, gehören zur Entwicklung der Menschheit und jeden Menschen. Wenn man von zukünftigen Ereignissen spricht, werden meistens die Negativen beschrieben. Die positiven Ereignisse dürften in der Mehrzahl überwiegen. Diese werden jedoch kaum wahrgenommen und werden als bedeutungslos eingeordnet.

Ich wünsche allen Lesern ein gutes Jahr 2015 und mögen die positiven Ereignisse überwiegen.

Autor seit 3 Jahren
90 Seiten
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