Facetten des metabolischen Syndroms

> abdominelle Adipositas: Body-Mass-Index über 30kg/qm, Taillenumfang bei Männern über 102cm, bei Frauen über 88cm

> Triglyzeridspiegel über 150mg/d!

> Insulinresistenz (verminderte Empfindlichkeit der Zellen auf Insulin)

> arterielle Hypertonie (über 140/90mmHg)

> Niereninsuffizienz (Proteine werden über die Nieren vermehrt ausgeschieden)

Welche Rolle spielt das Bauchfett?

Das Fettgewebe, das sich im Bauchraum zwischen den Organen befindet, spielt beim metabolischen Syndrom eine besondere Rolle. Es wird oftmals als Auslöser angesehen und ist für zahlreiche Folgeerkrankungen zuständig. Das im medizinischen Fachjargon als vizerales Fett bezeichnete Gewebe setzt im Rahmen des aktiven Stoffwechsels vermehrt Fettsäuren, Triglyzeride und Cholesterin frei, sodass es auf Dauer zu einer Arteriosklerose kommen kann. Außerdem werden bestimmte Entzündungsfaktoren aktiviert, die Insulinwirkung an der Muskulatur wird gehemmt, der Blutzuckerspiegel steigt an. Das wiederum kann einen Diabetes Typ II begünstigen mit dem Krankheitsbild der Polyneuropathie (Nervenschäden) oder der chronischen Niereninsuffizienz, hier wird die Entgiftung des Körpers gestört. 

Ursachen des metabolischen Syndroms

Als Ursachen des metabolischen Syndroms werden hauptsächlich vier Gründe genannt. So spielen eine genetische Veranlagung, eine falsche Ernährung, Bewegungsmangel und psychosoziale Faktoren (Stress und Burnout) eine Rolle. Insbesondere die Kombination zwischen Fehlernährung und passiver Lebenseinstellung sorgen für zahlreiche gesundheitliche Probleme. So häufen sich hier die beruflich bedingten Krankmeldungen seit Jahren, in einigen Fällen kann es zu einer dauerhaften Beeinträchtigung kommen. Schlechte Ernährung mit geringer Nährstoffdichte und einer zu hohen Kalorienzufuhr sorgt für ein hohes Potential an Zivilisationskrankheiten. Bewegungsmangel läßt Gelenke versteifen und kann besonders in sitzenden Berufen zu Rückenschmerzen führen.

Wie läßt sich der Lebensstil ändern?

An der genetischen Disposition läßt sich das metabolische Syndrom nicht heilen, wohl aber am Lebensstil. Dieser kann die Erkrankung positiv beeinflussen, in vielen Fällen sogar ganz verhindern. Hier wäre zum Beispiel die Fettstoffwechselstörung zu nennen, als Folge steigen Cholesterin und Triglyceride an. Helfen kann eine Ernährungsumstellung, eine kalorien- und fettbewusste, ballaststoffreiche Ernährung. So sollten unter anderem Fertiggerichte gemieden werden, Obst- und Gemüse im Vordergrund stehen, beim Kauf von Milchprodukten ist die fettarme Variante zu bevorzugen. Eine Einkaufsliste oder ein Speiseplan für die Woche kann hilfreich sein. 

Eine weitere effektive Methode, dem Übergewicht den Kampf anzusagen, ist es den Tag sportlicher zu gestalten. So helfen einige Ausdauersportarten wie Joggen und Radfahren, überflüssige Kalorien abzubauen. Beim Muskelauftraining sind Kraftsportarten eine sinnvolle Alternative. Interessant ist die Anschaffung eines Schrittzählers oder das Herunterladen einer entsprechenden APP. 

Stress und Burnout, eine weiterer Auslöser des metabolischen Syndroms, lässt sich mit Hilfe von Entspannungstechniken günstig beeinflussen. Das Erlernen von Autogenen Training oder progressive Muskelentspannung nach Jakobsen sind sinnvolle therapeutische Möglichkeiten. 

Eine Lebensstilintervention kann Wunder bewirken und leistet im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention einen sinnvollen Beitrag, die eigene Gesundheit zu erhalten, außerdem werden so die immensen volkswirtschaftlichen Folgekosten in Grenzen gehalten. 

Mein Artikel ersetzt weder den Rat eines Arztes, Heilpraktiker und Apothekers. Er dient ausschließlich der allgemeinen Information. 

Ashlie, am 03.09.2016
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