6. Tag

Lächerliche 263mg blieben übrig gestern Abend. Die ich mir gleich heute morgen am liebsten nur intravenös zugeführt hätte… Egal, Augen zu und rein damit.

Wie echte Artemisianer aussehen, weiß ich noch immer nicht. Gestern telefonierte ich mit einer Freundin, der ich mein Experiment erklärte. Sogar SIE wußte, dass Beifuß bitter schmeckt. Das beeindruckt mich und ich überlege, ob ich mein Allgemeinwissen etwas aufstocken sollte. Vielleicht macht dieser Tee auch schlau?
Also, her damit. Ein neuer Liter Tee.
Puh.


7. Tag

Ein Tag mit rotem Kreuz: Gestern Abend ließ ich nur noch ein bisschen Grünzeug in der Teekanne zurück!  Alles Flüssige befand sich in meinem Magen! *stolz*!
Dafür geht der Honig allmählich zur Neige. Eine kritische Situation; es geht Richtung Feiertag und es ist fraglich, ob der Spritzer Saft (ca. 100ml pro 0,2l Tasse) den Geschmack alleinig aufwerten kann!!!
Guter Honig ist teuer. Was tun? Vielleicht doch mal aussetzen??

 

8. Tag

Jeden Morgen messe ich brav meinen Liter Wasser für den Tee ab - damit auch kein Tropfen zuwenig mit dem kostbaren Grün in Berührung komme. Heute morgen ausgerechnet verlor ich beim Umschütten jedoch einige wenige viele Tropfen beim Umschütten. Macht aber nix; die Küche musste auch mal wieder geputzt werden.

Schwierig, dabei all den kleinen grünen Blättchen nachzujagen. Das ist fast wie bei unseren zwei Katzen: Wenn sie nicht rauswollen, wollen sie nicht. Dann spielen sie Fangen im Wohnzimmer, rennen hinter das Sofa und auf der anderen Seite wieder hinaus, dann hinter die Kommode und zur anderen Seite wieder hinaus, dann zwischen Kamin und zweiter Kommode hindurch und zur anderen Seite wieder hinaus, dann wieder hinter das Sofa und zur anderen Seite wieder hinaus….

Damit mir das mit den kleinen grünen Blättchen nicht etwa auch so passiert, schließe ich vorsorglich schonmal die Küchentür, bewaffne mich mit einem Putzlappen und: Auf sie mit Gebrüll!
(Ps.: Der Putzlappentrick könnte bei den Katzen evtl. auch funktionieren?…)

9. Tag

Der Tee wird nicht weniger. Damit meine ich das Grünzeug in meinem Schraubglas. Sehr seltsam. Als ob irgendwer es immer nachfüllen würde.
Vielleicht ist an der Theorie des Artemisianers ja was dran, wer weiß? Es könnte jemand sein, der den Tee nie leer werden lässt…
Ob es sowas in Richtung Honig auch gibt?

Der Freund, der es gut mit mir meint, ist in ferne Lande entschwunden. Verdächtig. Immerhin bot er mir an, mich in Zukunft aus dem fernen Land mit dem kostbaren Grün zu versorgen. Ich weiß nicht, ob ich dieses großzügige Angebot einfach so annehmen kann. Ich meine, das ist ja wirklich großzügig. Wirklich.

Außerdem berichtete er von einem weiteren Teeaufguss namens Moringa, der ebenfalls "Wunder wirken" soll - oder so ähnlich. Den habe ich noch nicht ausprobiert. Aber ein Wunder wäre nicht übel in Bezug auf bittere Tees usw…

Es darf auch mal was Besonderes sein...

http://www.geschenke-handgemacht.com/
Geschenke. Witzig. Nützlich.

Autor seit 5 Jahren
7 Seiten
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